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Brandenburg/Havel Porsche überholt in Brandenburg bald BMW
Lokales Brandenburg/Havel Porsche überholt in Brandenburg bald BMW
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15:14 14.09.2016
Frank Martin (links) und Bernd Stockmann an der neuen Fertigungsstrecke des ZF-Getriebewerks in Brandenburg. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Drei Entwicklungen werden das ZF-Getriebewerk in Brandenburg/Havel in den nächsten Jahren prägen, wie Bernd Stockmann sagt, Chef der Pkw-Antriebstechnik in der ZF-Gruppe. Die Ausrichtung des Konzerns auf autonomes Fahren und E-Mobilität nimmt Fahrt auf. 2017 werden in Brandenburg erstmals weniger Handschalter als Doppelkupplungsgetriebe gebaut. Porsche löst dabei BMW als größter Brandenburger Kunde ab.

Divisionsleiter Bernd Stockmann (51) und Standortchef Frank Martin (56) erläutern das Zukunftsprogramm der ZF-Gruppe und Perspektiven des Standorts in der Caasmannstraße.

Das Werk in Brandenburg/Havel wird von Ende September an wieder eine eigenständige Gesellschaft werden und damit nicht mehr unter dem Dach der ZF Friedrichshafen AG aktiv sein.

Die rund 1250 Brandenburger Getriebebauer gehören zwar weiterhin zu der von Stockmann geführten ZF-Division Pkw-Antriebstechnik. In der künftigen GmbH sollen sie aber ihre Kompetenzen ausbauen und mehr Flexibilität und Eigenständigkeit erhalten im Kontakt zu Porsche.

Die ZF Getriebe Brandenburg GmbH wird auf absehbare Zeit mehr und mehr Porsche als Hauptkunden bedienen. Das gemeinsam entwickelte 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) bietet nach Aussage von Porsche-Vorstand Uwe-Karsten Städter „höchste Flexibilität, egal ob für sportliche oder komfortable Anwendungen“. Der modulare Hybrid-Getriebebaukasten könne für Standard- und für Allradantriebe eingesetzt werden.

Das Produkt aus Brandenburg bedient zwar eine Nische, ist aber als „Topprodukt in dieser Nische“ zukunftsfähig, wie Stockmann sagt. Die ersten Panamera wird Porsche Ende 2016 verkaufen. Die Verträge einschließlich der nächsten Modellgeneration laufen bis 2023/24. In etwa vierteljährlichen Abständen verlassen in den nächsten drei Jahren immer neue Varianten das Brandenburger Werk, erläutert Standortchef Frank Martin.

2017 wird das Doppelkupplungsgetriebe den Handschaltern für BMW und Daimler, mit denen Brandenburg in den vergangenen Jahrzehnten groß geworden war, den Rang ablaufen. „Nächstes Jahr erleben wir den Wendepunkt, dann produzieren wir mehr Doppelkupplungs- als Handschaltgetriebe“, sagt Martin.

Dennoch bleibt der ehemalige Hauptkunde BMW wichtig. Auch wenn die Stückzahlen sinken, und der Markttrend rückläufig ist, bearbeitet ZF Brandenburg Nachfolgeaufträge für BMW und liefert weitere Handschalt-Getriebevarianten für Mercedes-Modelle. Bis 2018 sollen insgesamt fast 200 000 Getriebe die Fabrik in der Caasmannstraße verlassen

Nach Bernd Stockmanns Worten passt der Standort mit dem modulare Hybrid-Getriebebaukasten für Porsche zu den Mobilitätstrends in Richtung Sicherheit, Effizienz und autonomes Fahren. Sehen, denken, handeln („See – Think – Act“) sei zum Leitprinzip für den Konzern geworden und zugleich ein Alleinstellungsmerkmal für seine Technik-Innovationen.

Die Kompetenz des Unternehmens verbinde Umfeldsensoren wie Kamera und Radar („Sehen“) mit zentralen elektronischen Steuergeräten des Fahrzeugs („Denken“) und setze dies über intelligente Mechatronik in Antrieb, Fahrwerk und Lenkung auf der Straße um („Handeln“).

Von Jürgen Lauterbach

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