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Post-Bewohner sind Teil des Dorfes

Wohnstätte für Behinderte Post-Bewohner sind Teil des Dorfes

Das alte Postamt in Görzke ist das Zuhause für zwölf Männer und Frauen mit Behinderungen. Am Tage gehen sie ihrer Arbeit in Brandenburg und Bad Belzig nach. Die Freizeit verbringen sie gemeinsam beim Fußballspiel oder sogar in der Feuerwehr.

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Die Bewohner der Miteinander Wohnstätte im ehemaligen Görzker Postamt.

Quelle: Silvia Zimmermann

Görzke. Die Integration der Bewohner der Miteinander Wohnstätte „Zur Post“ in das dörfliche Leben ist gelungen. Sie wohnen in Görzke und fahren in die Werkstätten nach Brandenburg oder Bad Belzig, um dort zu arbeiten. In ihrer Freizeit arbeiten sie in der Freiwilligen Feuerwehr mit oder sind sogar Mitglied im Sportverein. In der Wohnstätte „Zur Post“ leben erwachsene Frauen und Männer mit geistigen und teilweise mehrfachen Behinderungen.

Die Wohnstätte, die sich seit 1998 in der Oberhofstraße 261 A befindet, bietet zwölf Plätze. „Das Hauptziel der Einrichtung ist es, diese Menschen so weit zu fördern, dass sie fast selbstständig leben können“, sagte Wohnstättenleiter Tobias Meißner der MAZ. Träger der Einrichtung ist die Miteinander gGmbH, die in Ziesar eine weitere Wohnstätte unterhält.

Morgens verlassen alle Bewohner die Einrichtung und gehen einer Beschäftigung in Werkstätten nach. In Brandenburg arbeiten die Männer und Frauen in den Werkstätten der Lebenshilfe und in Bad Belzig bei Fliedners Wohn- und Werkstätten. Sie sind dort im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt, arbeiten in der Holzabteilung oder helfen in der Wäscherei. Zum Feierabend fahren die Bewohner wieder zurück nach Görzke. Die Bewohner haben jeder ein eigenes Zimmer. Für dessen Reinigung sind sie selbst verantwortlich. Im Haus erhalten sie Anleitung und Unterstützung durch die Mitarbeiter.

Marco Krüger wurde sogar zum Vorsitzenden des Bewohnerschaftsrates gewählt. Hier wird über Probleme gesprochen. Gemeinsam gilt es für alle verständliche Lösungen zu treffen. Eine Hausordnung, die sie selbst erstellt haben, regelt das gemeinsame Miteinander. Den Bewohnern gefällt es in Görzke. Martin Moritz lebt jetzt schon sieben Jahre im Handwerkerort. Er fährt täglich nach Bad Belzig und arbeitet dort in der Holzwerkstatt. Auch René Wodjak findet Gefallen in der Wohnstätte. Die 22-jährige Nicole Hansch und der 40-jährige Andre´ Stuwe freuen sich auf die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten, wie Fußball. „Im März laden wir immer zu einem Fußballturnier in die Wiesenburger Turnhalle ein. 2016 war es bereits das zehnte Turnier in Folge“, sagte Wohngruppenleiter Sven Klausnitz.

Die Bewohner fahren auch gemeinsam in den Urlaub oder feiern kleine Feste zusammen. Wenn Wohngruppenleiter Sven Klausnitz zum gemeinsamen Fußballspielen ruft, dann nehmen fast alle daran teil. Klausnitz arbeitet seit 1999 in der Einrichtung und findet den Handwerkerort Görzke geeignet für eine Integration behinderter Menschen in den Alltag. Alle kennen und akzeptieren sich.

Von Silvia Zimmermann

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