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Potsdam-Mittelmark: Sozialamtschefin geht

Gertrud Meißner macht Schluss Potsdam-Mittelmark: Sozialamtschefin geht

Ein Vierteljahrhundert lang war Gertrud Meißner in der Verwaltung des Landkreises tätig. Nun geht die langjährige Sozialamtschefin in den Ruhestand. Ihre Karriere begann mit den selben Aufgaben, die Meißner nun an ihre Nachfolgerin übergibt: der Umgang mit Asylsuchenden und die bevorstehende Funktionalreform.

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Landrat Wolfgang Blasig (SPD) wünscht Gertrud Meißner alles Gute.

Quelle: Saskia Popp

Bad Belzig. Nach fast 25 Jahren Dienst in der Verwaltung geht Sozialamtschefin Gertrud Meißner in den Ruhestand. „Nun ist erstmal ein Monat Urlaub angesagt“, verriet die 63-jährige Meißner der MAZ, „bevor ich im November meine Nachfolgerin einarbeite.“

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) verabschiedete die langjährige Leiterin des Sozialamtes und Fachdienstleiterin der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark mit Blumen und dankte ihr für ein Vierteljahrhundert engagierter Arbeit. Anfang der 90er-Jahre hatte Gertrud Meißner die Leitung des Sozialamtes im Kreis Belzig angetreten. „Ich habe meinen Einstieg begonnen mit der großen Herausforderung der Aufnahme von Asylbewerbern und der anstehenden Funktional- und Gebietsreform“, beschreibt Meißner die ersten Jahre ihrer Tätigkeit. Sie habe die Arbeit in der Verwaltung mit „Mut und Neugier, mit allen Schwierigkeiten und Spannungen“ kennengelernt, so Meißner.

Mut und Neugier für den neuen Lebensabschnitt

In einer Mitteilung an ihre Kollegen schreibt Meißner, dass diese jetzt wieder vor den selben Herausforderungen stünden wie schon vor 25 Jahren – der Aufnahme geflüchteter Menschen und der bevorstehenden Funktionalreform. Sie gehe im Guten, wünsche sich selbst Mut und Neugier für den neuen Lebensabschnitt und danke den Kollegen für die Zusammenarbeit, so Meißner weiter.

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) kennt Gertrud Meißner und ihren Mann, den Lütter Pfarrer Edgar Meißner, schon lange. „Wir haben gemeinsam die Wende im Pfarrhaus gefeiert“, sagt Baaske, „und wir wohnen bis heute im selben Dorf.“ Er schätzt Gertrud Meißners Fachkompetenz. „Frau Meißners Weggang wird eine große Lücke reißen“, sagt der Minister, „denn sie hat das Sozialrecht von der Pike auf gelernt. So viel Sachverstand ist nicht breit gestreut. “

Baaske: „Sie ist keine, die jetzt die Füße hochlegt“

Dazu käme die schiere Dauer – Gertrud Meißners Stimme habe nach all der Zeit auch bei den Amtskollegen landesweit Gewicht. Baaske hofft, die bisherige Sozialamtschefin werde für ihre Nachfolgerin ansprechbar bleiben, vielleicht auch weiter ehrenamtlich engagiert sein. „Sie ist keine, die jetzt die Füße hochlegt“, weiß Günter Baaske.

Gertrud Meißner selbst will sich noch nicht festlegen, wie sie ihren Ruhestand gestaltet. „Mein Mann wird auch in Kürze in Rente gehen, wir gehören ja noch zu der Generation, in welcher der Ruhestand mit 60 Jahren eine Rolle gespielt hat“, so Meißner, „für uns ist das jetzt der richtige Augenblick. Aber was wir mit der neu gewonnenen Zeit anfangen, muss sich zeigen.“

Von Saskia Popp

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