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Potsdam-Mittelmark leistet sich Kultur

Fördermittel verteilt Potsdam-Mittelmark leistet sich Kultur

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark gibt in diesem Jahr rund 450 000 Euro für die Kulturförderung aus. Allein für den Unterhalt der Museen werden 180 000 Euro bereitgestellt. Für das Burgmuseum Ziesar wird der Zuschuss auf 50 000 Euro aufgestockt. Es gibt auch abgelehnte Anträge.

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Museumsleiter Clemens Bergstedt kann in diesem Jahr mit 50 000 Euro Zuschuss vom Landkreis rechnen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Mittelmark. „Wir wollen der Burg Ziesar helfen. Deshalb gibt es für das Museum in diesem Jahr 10 000 Euro mehr“, erklärte Mittelmarks Kulturreferentin Doris Patzer den Mitgliedern des kreislichen Bildungsausschusses die Aufstockung der Zuschüsse für das Burgmuseum. Bislang betrug die institutionelle Förderung für die 2005 eröffnete Dauerausstellung in der Bischofsresidenz 40 000 Euro im Jahr. Wegen gestiegener Kosten hatte die Stadt Ziesar eine Erhöhung auf 60 000 Euro beantragt.

Im Winter geschlossen

„Doch dafür reicht es wegen der vielen Begehrlichkeiten leider nicht“, sagte Patzer. Nun kann die Kommune mit 50 000 Euro rechnen. Wegen Personal- und Geldnot sowie ausbleibender Besucher im Winterhalbjahr hat das Museum für den individuellen Besucherverkehr bereits seit dem 2. Oktober 2015 geschlossen und wird erst am 24. März wieder öffnen. Lediglich Gruppenbesuche sind derzeit nach Anmeldung möglich.

Neben dem Burgmuseum Ziesar gehören das Industriemuseum in Teltow mit 25 000 Euro und das Rochow-Museum in Reckahn mit 103 000 Euro zu den großen Empfängern von Kulturfördermitteln 2016. Bei den Theatern unterstützt der Landkreis unter anderem die Volksbühne Michendorf bei drei Inszenierungen mit 20 000 Euro. Die Havelländischen Musikfestspiele werden mit 15 000 Euro unterstützt. Das Kulturhaus „Alte Brücker Post“ kann mit 7000 Euro rechnen. 9800 Euro gehen an den Verein Havelländische Malerkolonie Schwielowsee für drei Ausstellungen.

Solide Haushaltslage

Die gute wirtschaftliche Verfassung und die schuldenfreie Haushaltslage erlauben es dem Landkreis auch in diesem Jahr wieder Kulturfördermittel auszuschütten.

Größter Empfänger ist das Rochow-Museum in Reckahn mit 103 000 Euro für Personal-, Betriebs- und Sachkosten. Mit eigenen Mitteln kann der Förderverein „Historisches Reckahn“ das Haus nicht tragen. Größte Position ist die jährliche Miete von 45 000 Euro an die Brandenburgische Schlösser GmbH.

Zu den kleinen Projektträgern gehört die Gemeinde Seddiner See mit ihrer Projektgruppe „Kunst am See“. Eine Ausstellung in der Kulturscheune präsentiert 15 Jahre Kulturarbeit im Ortsteil Kähnsdorf. Der Kreis gibt 600 Euro dazu.

Insgesamt sind beim Landkreis für das neue Jahr 65 Förderanträge mit einer Gesamtsumme von 525 000 Euro eingegangen. „Um alle glücklich zu machen, fehlen uns 66 000 Euro“, bedauerte Kulturreferentin Patzer. Deshalb konnte nicht alle Anträgen in voller Höhe entsprochen werden. Andere Anträge wurden abgelehnt, wie die musikorientierten Kreativworkshops des Musikvereins Ziesar, weil es sich um reine Honorarkosten handelte. Für ein Jahr ausgesetzt wird die Förderung der ehrenamtlichen Vorlesepaten für die Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf. Der Antrag zur Errichtung einer zentralen Informationstafel im Zentrum von Saarmund wurde an die Wirtschaftsförderung weitergereicht.

Einstimmig durch den Ausschuss

Die Mitglieder des Bildungsausschusses stimmten der von der Verwaltung vorgelegten Kulturförderung einstimmig zu. Roland Büchner (Freie Bürger und Bauern) aus Ferch sagte: „Ich kann der Verteilung nur zustimmen. Alle Regionen des Landkreises sind darin vertreten.“ Peter Weis (FDP/BiK-Bit) aus Kleinmachnow machte sich erfolgreich dafür stark, dass zwei Aufführungen der Johannispassion in der Teltower Kirche mit 3000 Euro bezuschusst werden – vorausgesetzt, an anderer Stelle sollte Geld frei werden.

Gefördert werden wieder viele kleinere Projektträger, wie der Päwesiner Kulturverein mit 3000 Euro, das Kunst- und Kultur-Festival in Dahnsdorf mit 800 Euro, die Stadt Ziesar für ein Bronze- und Kunstgießersymposium mit 2500 Euro, die 700-Jahr-Feier in Werder mit 1200 Euro als Druckkostenzuschuss für eine Stadtchronik und die Reißiger Gesellschaft Bad Belzig mit 4000 Euro für eine Konzertreise nach Polen.

Von Frank Bürstenbinder

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