Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Schneeregen

Navigation:
Spielparadies wird Wohnparadies

Unternehmer Holger Behnke erwirbt nach Wilhelmsdorfer Straße 1 Spielparadies wird Wohnparadies

Der Potsdamer Bau- und Fuhrunternehmer Holger Behnke hat den denkmalgeschützten Gebäudekomplex Wilhelmsdorfer Straße 1 einschließlich des 993 Quadratmeter großen Grundstücks von der Stadt für 370000 Euro erworben.

Voriger Artikel
„Der Opa“ im Brandenburger Theater
Nächster Artikel
Flurwandler fühlen sich wie Helden
Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. In dem Haus war zuletzt bis zum 30. September 2013 die Kindertagesstätte und Hort „Spielparadies“ untergebracht. „Durch den erheblichen Instandhaltungsrückstau wurde der Betrieb der Kita zum Neubau auf dem Trauerberg verlagert“, heißt es in der Verwaltungsvorlage an den Hauptausschuss.

Im Dezember wurde die Immobilie ausgeschrieben – es gab zwei Gebote über 350000 und über 120000 Euro, Behnke packte auf sein höheres Gebot – welches dem gutachterlichen Verkehrswert entsprach – nach MAZ-Informationen noch einmal 20000 Euro drauf. „Der Vertrag muss erst endgültig unterschrieben sein, bevor ich dies bestätigen kann“, sagt Bürgermeister Steffen Scheller, dem die Liegenschaftsverwaltung der Stadt untersteht.

Behnke ist bereits Eigentümer des benachbarten Gebäudes Wilhelmsdorfer Straße 2. Er will nun „beide Objekte wohnwirtschaftlich entwickeln“. Einen Bauantrag dazu hat er bereits gestellt, er wolle sofort nach Eintragen ins Grundbuch und erteilter Baugenehmigung mit dem Umbau anfangen, die Finanzierung sei bereits durch die Bank bestätigt worden. Das Investitionsvolumen wird von der Verwaltung auf weitere 650000 Euro geschätzt. Die Stadtvilla wird denkmalgerecht hergerichtet, die überdimensionierten Anbauten wie Schornstein und Außen-Rettungstreppe verschwinden. Weil Behnke auf den Ausbau des Dachgeschosses verzichtet und die großzügige Empfangsdiele in der Villa erhalten will, darf er als „Flächenausgleich“ im Innenhof eine Wohnremise mit zwei Maisonettes errichten.

Der Unternehmer hat bereits Erfahrungen mit dem Sanieren und Umbauen von großen Immobilien. In Potsdam beispielsweise richtete er die Schauspielerkaserne in der Posthofstraße mit 34 Wohnungen her. Hier logierten einst die Mimen der Kanaloper, allerdings unter ganz anderen Bedingungen – die Toilette befand sich beispielsweise auf dem Hof. Das Sanieren des frühklassizistischen Putzbaus kostete zwei Millionen Euro.

Von André Wirsing

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel
5a29d74e-dc22-11e7-9eba-5da84ef1d449
Brandenburg/Havel damals und heute

Die Stadt Brandenburg an der Havel ist mehr als tausend Jahre alt. Besucher können auch heute noch viel Historisches entdecken. Die MAZ hat im Archiv gestöbert, sehenswerte Fotos gefunden und lädt hier zu einem Stadtbummel „Damals und heute“ ein.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg