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Brandenburg/Havel Dreikampf an der TH Brandenburg um die künftige Präsidentschaft
Lokales Brandenburg/Havel Dreikampf an der TH Brandenburg um die künftige Präsidentschaft
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17:25 30.07.2018
Burghilde Wieneke-Toutaoui ist seit 2013 Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg an der Havel. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Schafft die Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) im November die Wiederwahl? Technikprofessorin Burghilde Wieneke-Toutaoui (59) bekommt bei der Wahl am 7. November voraussichtlich Konkurrenz von ihrem eigenen Vizepräsidenten, den Wirtschaftswissenschaftler Andreas Wilms (40).

Ansonsten zeigt sich bis zum Bewerbungsschluss nur noch ein einziger externer Kandidat an der Hochschulleitung interessiert.

Am 31. März 2019 endet nach sechs Jahren die Amtszeit der aktuellen Präsidentin, die im April 2013 ihre Professur an der Beuth-Hochschule in Berlin gegen den Chefsessel an der Fachhochschule eintauschte.

Konzil mit 22 Senatoren

Ob Wieneke-Toutaoui im nächsten Frühjahr weiter machen darf oder die THB ein neues Gesicht an ihrer Spitze erhält, entscheidet die Wahl am 7. November.

Wahlgremium ist nach Auskunft von THB-Sprecher Stefan Parsch das sogenannte Konzil. Es besteht aus den vor wenigen Wochen gewählten elf neuen Senatsmitgliedern und den elf Senatoren der vergangenen zwei Jahre.

Wer im November zur Wahl stehen wird, entscheidet im September die „Findungskommission“, welche die Präsidentenwahl seit dem vergangenen Dezember vorbereitet. Ihr gehören drei Mitglieder des Landeshochschulrats an, ein Vertreter des Ministeriums und der noch amtierende Senatsvorsitzende Wolf-Christian Hildebrand als Vertreter der Brandenburger Hochschule.

Die Krux der Wiederwahl

Kein Präsident der Brandenburger Hochschule, die bis 2016 FHB hieß, hat nach gründungsrektor Helmut Schmidt bisher die Wiederwahl geschafft.

Kein Vizepräsident der Hochschule kandidierte bisher um das Präsidentenamt und wurde dann auch gewählt.

Ob sich daran etwas ändern könnte, dazu trifft zunächst die Findungskommission eine Vorentscheidung. Nach Einzelgesprächen im September entscheidet sie, wer von den dreien dem Konzil zur Wahl vorgeschlagen wird.

Die Bewerberlage war nach der Ausschreibung im Januar und der Bewerbersichtung nicht eben üppig. Als präsidiabel gelten nach aktuellem Stand nur Wieneke-Toutaoui, Wilms und der externe Kandidat.

Die Frau, die bereits mit 31 Jahren Fachhochschulprofessorin geworden ist, hatte der MAZ bereits vor ihrem Amtsantritt vor gut fünf Jahren anvertraut, dass sie gern eine zweite Amtszeit absolvieren würde. Das bekräftigt sie in diesen Tagen. „Ich bin sehr gern Präsidentin der THB und möchte es bleiben“, sagt Wieneke-Toutaoui.

Eine Rückkehr als Professorin an ihre alte Hochschule in Berlin ist nicht möglich, denn dort wurde sie nach ihrer Wahl in Brandenburg/Havel nicht beurlaubt. Da sie aber 40 Dienstjahre als Beamtin vorzuweisen hat, könnte sie in Pension gehen, wenn sie nicht gewählt würde.

Nicht erpressbar

Wieneke-Toutaoui hätte dann mehr Zeit für ihr Ehrenamt als Vorsitzende des Bezirksvereins Deutscher Ingenieure (VDI) Berlin-Brandenburg. „Ich bin nicht erpressbar“, fasst die Präsidentin ihre Ausgangslage zusammen.

Ihren Herausforderer Andreas Wilms machte Wieneke-Toutaoui schon bald nach ihrem Amtsantritt noch im Jahr 2013 zu ihrem Vizepräsidenten für Lehre und Internationales. Dass er nun gegen sie antritt findet sie völlig in Ordnung, zumal Wilms sie frühzeitig über seine Bewerbung informiert habe.

Ähnliche Konstellation 2013

Eine ähnliche Konstellation hatte es bereits 2012 gegeben, als die damalige Vizepräsidentin Bettina Burger-Menzel ihren Hut in den Ring warf und gegen den seinerzeitigen Präsidenten Hans-Georg Helmstädter angetreten war.

Lachende Dritte war am Ende die Ingenieurin aus Berlin, also die amtierende THB-Präsidentin, die Helmstädter so überraschend wie knapp schlug.

Die mutmaßlich drei Kandidaten stellen sich am 7. November in der Hochschule vor. Gleich danach wird gewählt, wer die THB bis März 2025 leiten soll.

Von Jürgen Lauterbach

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