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Premiere der Brandenburger Direktkandidaten

Seniorenbeirat lädt zum Wahlkampf Premiere der Brandenburger Direktkandidaten

In der kommenden Woche beginnt der Bundestagswahlkampf in Brandenburg an der Havel. Erstmals treffen die sechs Direktkandidaten im rund 226 000 Einwohner starken Wahlkreis 60 öffentlich aufeinander. Die Akademie 2. Lebenshälfte und der Seniorenbeirat der Stadt laden die Politiker am 18. Mai ab 15 Uhr ein.

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Dietlind Tiemann

Quelle: dpa

Brandenburg/H. In der kommenden Woche beginnt der Bundestagswahlkampf in Brandenburg/Havel. Erstmals treffen die sechs Direktkandidaten im rund 226 000 Einwohner starken Wahlkreis 60 öffentlich aufeinander. Die Akademie 2. Lebenshälfte und der Seniorenbeirat der Stadt laden die Politiker ein, die sich um das heimische Bundestagsmandat bewerben. Am Donnerstag, den 18. Mai stellen sich die Direktkandidaten um 15 Uhr im Haus der Begegnung in der Jacobstraße 12 in Brandenburg/Havel vor. MAZ-Regionalgeschäftsführer Benno Rougk moderiert die Runde.

Im Vordergrund der Diskussion werden Themen stehen, die vor allem ältere Bürger bewegen. Mit welchen Konzepten wollen die Kandidaten deren Lebensqualität durch ihre Arbeit im Bundestag sichern?, fragen die Veranstalter. Altersarmut und Rente, Wohnen und Mobilität, Gesundheit und Pflege – diese Themen sollen in der Vorstellungsrunde zur Sprache kommen.

Von den eingeladenen Kandidaten dürften zwei weithin bekannt sein. Erardo Rautenberg (64) tritt als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier für die SPD an. Der promovierte Jurist ist seit mehr als zwanzig Jahren

Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg. Er meldet sich zwar seit vielen Jahren oft politisch zu Wort, ist in der Parteipolitik jedoch ein Newcomer. Das gilt für seine CDU-Herausforderin Dietlind Tiemann (61) nicht. Die promovierte Betriebswirtin und frühere Unternehmerin führt das Brandenburger Rathaus seit mehr als 13 Jahren als Oberbürgermeisterin. Zudem ist sie Kreisvorsitzende ihrer Partei. Ihre Vorgängerin Andrea Voßhoff hatte den Wahlkreis im Jahr 2013 nur knapp gegen Steinmeier verloren.

Als Unternehmerin arbeitet die Kandidatin der Linken, Anke Domscheit-Berg (49). Die gebürtige Premnitzerin war bis 2012 bei den Bündinsgrünen aktiv, danach bis 2014 Mitglied der „Piraten“ und deren Landesvorsitzende. Sie lebt mit ihrer Familie in Fürstenberg/Havel.

Für die Bündnisgrünen tritt Till Heyer-Stuffer (57). Der Potsdamer Wirtschaftsingenieur ist seit 2008 Geschäftsführer des Netzwerkes Studienqualität Brandenburg an der Universität Potsdam. Zwischen 2001 und 2007 war er Landesvorsitzender der Grünen in Berlin.

Die FDP tritt mit Eric Vohn (29) als Direktkandidat an. Der gebürtige Potsdamer lebt in seinem Heimatort Götz und studiert derzeit Geschichte und Ethik an der Uni Potsdam.

Klaus Riedelsdorf (51) geht für die AfD ins Rennen. Der gebürtige Neustrelitzer lebt in Brandenburg/Havel und vertritt seine Partei in der dortigen Stadtverordnetenversammlung. Als Beruf gibt der AfD-Politiker selbstständiger Logistiker an.

Zum Wahlkreis 60 gehören Brandenburg/Havel, Beelitz, Bad Belzig, Groß Kreutz/Havel, Kloster Lehnin, Seddiner See, Treuenbrietzen, Wiesenburg/Mark, Milower Land, Premnitz und Rathenow sowie die Ämter Beetzsee, Brück, Niemegk, Wusterwitz, Ziesar und Nennhausen. Auch Jüterbog und Niedergörsdorf sind Teil des Wahlkreises 60.

Von Jürgen Lauterbach

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