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Pritzerbe: Die Frau mit den zwei Vereinen

Sylvia Bajerski führt Kulturerben Pritzerbe: Die Frau mit den zwei Vereinen

Führungswechsel bei den Pritzerber Kulturerben: Nach 19 Jahren als Vorsitzender hat Franz Lorenz den Staffelstab an Sylvia Bajerski übergeben. Sie ist auch Chefin der Pritzerber Wasserfreunde und muss jetzt beide Vereinstätigkeiten unter einen Hut bringen.

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Franz Lorenz hat die Leitung der Pritzerber Kulturerben an Sylvia Bajerski übergeben.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Pritzerbe. Auf zwei Hochzeiten kann man nicht tanzen, sagt der Volksmund. Für Sylvia Bajerski (59) kein Grund den Spagat nicht wenigstens zu versuchen. Eigentlich kann die Chefin der Pritzerber Wasserfreunde, die es auf 40 Mitglieder bringen, nicht über Langeweile klagen. Vor wenigen Tagen ließ sich die frühere Pharmareferentin auf ein zweites Ehrenamt ein. Der 1997 gegründete Verein der Pritzerber Kulturerben hat Sylvia Bajerski zu ihrer Vorsitzenden gewählt.

„Ich weiß, was es heißt, einen Verein zu führen. Zum Glück erlaubt es mir der Vorruhestand beide Herausforderungen anzugehen“, sagte die Pritzerberin der MAZ. Unbekannt ist sie bei den Kulturerben ohnehin nicht. Mehrere Jahre fungierte sie bereits als Stellvertreterin von Franz Lorenz (66), der sich als Mitbegründer und bisheriger Vereinsvorsitzender bleibende Verdienste erworben hat.

Für drei Jahre gewählt

Unter dem Dach der Pritzerber Kulturerben sind Vertreter verschiedener Vereine der Stadt vereint. Anlass der Gründung war die Vorbereitung der 1050-Jahr-Feier Pritzerbes 1998. Damals waren die Kulturerben Herausgeber der von Willi Blasek verfassten Stadtchronik.

Der Vorsitz der Kulturerben wird für drei Jahre gewählt. Der jüngste Führungswechsel an der Spitze des Vereins kam auf der Mitgliederversammlung Ende Januar zustande. Auch nach seinem Ausscheiden als Vorsitzender bleibt Franz Lorenz den Kulturerben verbunden.

 

Ein Wechsel an der Spitze war abzusehen. „Ich bleibe den Kulturerben erhalten. Aber Vorsitzender war ich lange genug“, meint Franz Lorenz. Der Designer ist Erfinder der „Flambierten Havel“. Das Familienfest mit Feuerwerk lockt jährlich um die 2000 Besucher auf die Pritzerber Ablage. Den anhaltenden Erfolg erklären sich die Kulturerben so: „Solch eine Veranstaltung gibt es nicht noch einmal entlang der Havel. Der Standort am Wasser ist überschaubar. Und wir knüpfen mit neuen Elementen an die Tradition der alten Dorffeste an.“

In Pritzerbe wird jeden Sommer die Havel flambiert

In Pritzerbe wird jeden Sommer die Havel flambiert.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Auch unter neuer Leitung wird die Havel flambiert. Am 27. August ist es wieder soweit. Der Höhepunkt im Kulturerben-Jahr ist gleichzeitig eine Bewährungsprobe für die über 20 Mitglieder. „Zahlreiche Vorbereitungen für den Aufbau und die Durchführung der Veranstaltung sind zu treffen. Da ist jede helfende Hand willkommen“, weiß Sylvia Bajerski. Im Vorstand kann sie sich auf den Seelensdorfer Wolfgang Wagner stützen, der neu in die Stellvertreterfunktion gewählt wurde. Ebenfalls neu im Vorstand ist Frank Schmidt aus Tieckow. Er hat das Amt des Schriftführers übernommen. Die Aufgaben des Kassenwartes bleiben in den bewährten Händen von Klaus Meyer. Unterstützung als Beisitzer gewähren Günter Noack und Bernd Flierl.

Auch Frank Schmidt neu im Vorstand

An den Schwerpunkten der Vereinsarbeit wird sich mit den Veränderungen an der Vereinsspitze nichts ändern. Neben der „Flambierten Havel“ richten die Kulturerben am Sonnabend den traditionellen Kinderfasching in der Kreuzdamm-Gaststätte aus. Es wird wieder ein Drachenfest geben und auch das Neujahrsfeuer findet weiter unter der Flagge des Vereins statt. Mitglied der Kulturerben kann jeder werden, der im Stadtgebiet von Havelsee lebt und die Ziele des Vereins unterstützen will. „Ohne das Engagement der Kulturerben würde das Veranstaltungsleben in Pritzerbe sehr arm aussehen“, ist Vorsitzende Sylvia Bajerski überzeugt.

Gegründet worden war der Verein im Vorfeld der 1050-Jahr-Feier Pritzerbes, die 1998 begangen wurde. Ziel war die Schaffung einer Art Dachorganisation aller Pritzerber Vereine, um Höhepunkte im Leben der Stadt gemeinsam koordinieren und vorbereiten zu können. So sind die Billardspieler, Wasserfreunde, Angler und der Männerchor bei den Kulturerben vertreten.

Von Frank Bürstenbinder

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