Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Pritzerbe hat sich schön gemacht
Lokales Brandenburg/Havel Pritzerbe hat sich schön gemacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:58 10.07.2016
Die sanierte Kietzstraße in Pritzerbe. Quelle: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Pritzerbe

Sie hat Nerven gekostet, für Zündstoff in der Politik gesorgt und Anwohnern viel Geduld abverlangt. Doch nun ist die Stadtsanierung Geschichte. Über sechs Millionen Euro sind verbaut. Von der Ablage bis zur Mühlenstraße, vom Kietz bis zur Dammstraße: Pritzerbe ist schön geworden. Am 15. September will die Kommune mit einem Festakt einen feierlichen Schlussstrich unter das von Bund und Land geförderte Bauprogramm ziehen.

Nie zuvor in seiner Geschichte hat der Ort in gut 20 Jahren die Erneuerung der kompletten Infrastruktur erlebt. In der Altstadt gibt es keine Straße, die nicht einer umfassenden Erneuerung unterzogen worden ist. Gehwege, Straßenlampen und Fahrbahnen wurden mit großem Aufwand rekonstruiert. Nicht zu vergessen die Buddelei für neue Versorgungsleitungen.

Hauptstraße, Blick in Richtung Kirche. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der mittelalterliche Charakter des Havelstädtchens ging dabei nicht verloren. Dafür sorgte die Betreuung der Kommune durch einen treuhänderischen Sanierungsträger – die BIG Städtebau GmbH. Chefsanierer Friedhelm Wolko blickt zurück: „Wir haben uns vor allem auf öffentliche Wege und Plätze konzentriert. Viele private Hausbesitzer haben mit der Sanierung ihrer Fassaden nachgezogen.“

Eine markante Visitenkarte für die Nachwelt hat die Stadtsanierung hinterlassen. Wie ein gelbes Band ziehen sich die aus gelben Klinkern gepflasterten Regenrinnen durch fast alles Straßen – eine Reminiszenz an die einstige Ziegelindustrie in der Region. Mit moderaten Ausgleichsbeiträgen mussten sich die Grundstückseigentümer an der Verjüngungskur ihrer Stadt beteiligen. Wer außerdem Geld in sein Haus steckte, musste sich auf vom Sanierungsträger gemachte Vorgaben einlassen.

Die Neugestaltung der Ablage war eine der ersten Sanierungsmaßnahmen. Quelle: MAZ

Doch wie geht es jetzt weiter? Die Stadtverordneten von Havelsee haben bei ihrer jüngsten Sitzung das Sanierungsgebiet „Altstadt“ aufgehoben. „Das Sanierungsziel ist erreicht. Dennoch müssen sich Bauherren auch in Zukunft an Regeln halten, um den städtebaulichen Charakter der Altstadt nicht zu verwässern“, kündigte Bürgermeister Günter Noack an. Ein ebenfalls verabschiedetes Instrument dafür ist die so genannte Erhaltungssatzung. Mit dem Papier soll auf dem rund 20 Hektar großen innerstädtischen Areal eine zeitgemäße Entwicklung möglich sein. Doch gleichzeitig gilt es den besonderen städtebaulichen und architektonischen Charme und Charakter Pritzerbes zu erhalten. Neu: Im Geltungsbereich der Satzung befindet sich nun die gesamte Mühlenstraße. Im bisherigen Sanierungsgebiet war nur ein Teil der Straße erfasst worden – eine nicht unumstrittene Entscheidung.

Praktische Anleitung für private Bauherren liefert ab sofort eines Gestaltungsfibel, die das örtliche Baurecht ergänzt. Die Fibel soll in den nächsten Wochen an alle Haushalte verteilt werden. Danach sollten zum Beispiel neue Gebäude maximal zweigeschossig sein und sich in ihrer Trauf- und Firsthöhe an die umliegenden Gebäude anpassen. Geregelt sind auch Dächer, Fassaden, technische Anlagen, Fenster, Türen, Tore, Werbeanlagen und die Farbgestaltung.

Von Frank Bürstenbinder

Sie sind bei Wind und Wetter auf der Havel unterwegs. Vier Männer stehen im Dienst der Stadt Havelsee, um die Pritzerber Fähre an 365 Tagen im Jahr von einem Ufer zum anderen zu fahren. Unter den Passagieren sind immer mehr Radtouristen.

10.07.2016
Brandenburg/Havel Picknick auf dem Packhof - Mit Schnittchen gegen Hotel

Mit Kaffee und Schnittchen gegen ein Hotel: Hunderte Brandenburger haben sich auf dem ehemaligen Buga-Gelände getroffen, um auf heitere Art gegen eine massive Bebauung des Packhofs zu protestieren. Außerdem sammelt eine Bürgerinitiative Unterschriften.

10.07.2016

Nicht nur die Firma IBP, die in Brandenburg/Havel in einer schmucken Villa residiert, ist zahlungsunfähig. Auch Geschäftsführer Günther Krause (62), früher einmal Bundesverkehrsminister, ist als Privatmann pleite. Bei den Forderungen der Gläubiger geht es nicht um Peanuts.

09.07.2016
Anzeige