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Brandenburg/Havel Pritzerber Schulküche eröffnet nach den Ferien
Lokales Brandenburg/Havel Pritzerber Schulküche eröffnet nach den Ferien
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00:18 20.06.2016
Die Sanierung der Pritzerber Schulküche: Hausmeister Hartmut Zoels und Rektorin Michaela Braatz freuen sich über den Baufortschritt. Quelle: Jacqueline Steiner
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Pritzerbe

Die Pritzerber Schulküche soll aufwendig saniert pünktlich zum neuen Schuljahr wieder in Betrieb gehen. Das kündigte am Freitag Amtsdirektor Guido Müller gegenüber der MAZ an. Eine geringe Verzögerung von 14 Tagen sei Terminen der ausstehenden Abnahme vom Gesundheitsamt und durch den TÜV geschuldet, so Müller. Für 500 000 Euro lässt das Amt Beetzsee die Schulküche von Grund auf neu sanieren. Noch gleicht sie einer Großbaustelle. Der Flachbau ist mit Gerüsten umgeben. Doch innen ist dem Haus seine Bestimmung schon deutlich anzusehen.

Es ist noch einiges zu einzubauen in der Schulküche, etwa diese Küchenelemente. Quelle: Jacqueline Steiner

Das Gebäude aus den 80er Jahren wird erstmals in dieser Größenordnung bautechnisch überholt. Die Aufteilung wird neu gestaltet, es entstehen zusätzliche Räume. Zudem erhält die Schulküche moderne Geräte. „Die Arbeitsbedingungen werden sich deutlich verbessern“, sagt Müller.

Drei Mitarbeiter halten die Schulküche in Schwung

Das Amt Beetzsee beschäftigt drei Mitarbeiter in der Schulküche. Außerhalb der Ferienzeiten kochen diese 450 Mahlzeiten pro Tag. In den Ferien liefert die Küche 140 Portionen aus. Die Schulküche versorgt auch andere Kindereinrichtungen im Amt Beetzsee mit warmen Mittagessen, so die Kindergärten in Fohrde, Brielow und Radewege und die Radeweger Grundschule.

Noch ist das Gebäude der Schulküche in Pritzerbe eingerüstet. Quelle: Jacqueline Steiner

Die Pritzerber Schulküche ist eine der wenigen, die nach der Wende überlebt haben. Viele Schulen im Land Brandenburg lassen sich von Caterern mit Essen beliefern. Betrieben wird die Schulküche vom Amt Beetzsee. Sie zu sanieren, ist auch ein Standortvorteil für die Schulen und Kitas, die von dort ihr Essen erhalten. So sieht es Amtsdirektor Müller. „Es ist ganz klar dem Wunsch der Eltern geschuldet, dass das Essen nicht von einem großen Caterer kommt. So haben wir selbst die Qualität des Essens im Blick und in der Hand“, so der Amtsdirektor. Die Schulküche zu erhalten, war stets politisches Ziel der Kommunalpolitiker in den Beetzsee-Gemeinden.

Ein Caterer nur zum Übergang

Derzeit beliefert übergangsweise ein Caterer die Einrichtungen. Die Kosten für den Umbau sind Bestandteil eines Kredites der Verwaltung für die großen Investitionen in diesem Jahr. Baustart der Sanierung war im März. Fünf Monate Bauzeit waren geplant. Ursprünglich gab es Überlegungen, einen Küchencontainer zu nutzen, um die Essensversorgung aufrecht zu erhalten. Dann erhielt der Menü-Service Siebell aus Wusterwitz den Auftrag. Den laufenden Betrieb während des Umbaus aufrecht zu erhalten, erwies sich aus hygienischen Gründen als utopisch.

Von Marion von Imhoff

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