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Pritzerber stoßen mit Glühwein an

Neujahrsfeuer an der Rohrweberei Pritzerber stoßen mit Glühwein an

Dieser Einsatz war für die Pritzerber Feuerwehr harmlos: Unter den wachsamen Augen der Kameraden wurde an der Rohrweberei das traditionelle Neujahrsfeuer entzündet. Zu 19. Mal hatte der Kulturerbenverein eingeladen. Bei Glühwein und Bratwurst drehten sich viele Gespräche der rund 150 Besucher um den Jahreswechsel.

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In Nachbarschaft der Pritzerber Rohrweberei lodert das Neujahrsfeuer.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Pritzerbe. Als mit dem letzten Tageslicht der Nebel über die Havelwiesen kroch, zögerten die Pritzerber Brandschützer nicht lange. Mit brennenden Fackeln setzten sie das aus Stangenholz aufgeschichtete Neujahrsfeuer in Brand. Die schaurig schöne Kulisse der lodernden Flammen lockte am Freitagnachmittag wieder zahlreiche Gäste auf das Gelände der Rohrweberei.

Sie folgten der Einladung des Kulturerbenvereins, der die Tradition des Neujahrsfeuers vor inzwischen 19 Jahren begründete. In der Pritzerber Feuerwehr, die mit ihrem Einsatzfahrzeug angerückt war, haben die Kulturerben einen verlässlichen Partner bei der Absicherung der Veranstaltung. Für die Kameraden war es die erste gemeinsame Aktion im neuen Jahr. „Hinter uns liegt ein ereignisreiches 2015 mit 31 Alarmierungen“, wie Löschgruppenführer Thomas Betz berichtet. Darunter waren etliche Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen auf der B 102, aber auch kuriose Einsätze, wie die vorweihnachtliche Hilfeleistung für die Polizei als bei Pritzerbe ausgebrochene Rinder zurück auf ihre Koppel getrieben werden mussten.

Kulturerben als Veranstalter

Im Verein der „Pritzerber-Kulturerben“ sind Vertreter aller Vereine des Havelstädtchens vertreten. Anlass der Gründung war die Vorbereitung und Durchführung der 1050-Jahr-Feier der Stadt Pritzerbe 1998.

Bekannt sind die Kulturerben als Veranstalter jährlich wiederkehrender Höhepunkte. Neben dem Neujahrsfeuer sind es unter anderem die zusammen mit der Kommune veranstalteten Neujahrsempfänge, die Veranstaltung „Flambierte Havel“ auf der sanierten Ablage und die Drachenfeste.

So wie unter den Feuerwehrleuten, drehten sich bei den Gästen aus Pritzerbe, Marzahne, Hohenferchesar und Fohrde viele Gespräche um den Jahreswechsel. Bei Glühwein und Bratwurst sahen sich so manche Besucher erstmals seit den Feiertagen wieder. Unter ihnen der Vorsitzende des Pritzerber Schifffahrtsvereins, Jürgen Patzlaff. Der pensionierte Binnenschifffahrtskapitän freut sich schon auf das große Vereinsjubiläum am 12. März. „An diesem Tag feiern wir das 240. Vereinsjubiläum mit einem Umzug und einem Schifferball“, so Patzlaff. Der Ausbau des an der Ablage festgemachten Finowmaßkahns Ilse-Lucie zu einem Museum über die Pritzerber Schifffahrt geht im neuen Jahr weiter. Ziel bleibt die Einrichtung von Kajüten, um Besuchern zu zeigen, wie Schiffer einmal gelebt haben.

Feuerwehrleute haben ein wachsames Auge auf die Flammen

Feuerwehrleute haben ein wachsames Auge auf die Flammen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Die Rohrweberei will den Schwung der Bundesgartenschau nutzen, um sich 2016 weiter als Museumsstandort mit pädagogischen Angeboten zu profilieren. „Wir bieten Schulklassen Unterrichtsstunden im Grünen an“, teilte Weberei-Leiter Wolfgang Wagner mit. Als große Bereicherung des Standortes hat sich im letzten Jahr die Inbetriebnahme des Erlebnissteges im Schilfgürtel des nahen Pritzerber Sees erwiesen. Vor allem entdecken immer mehr Radwanderer Pritzerbe und seine Sehenswürdigkeiten. Ab 1. April ist die gesamte Anlage wieder an den Wochenenden geöffnet. Bis dahin können Museum und Erlebnissteg wochentags von 8 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Das Jahr 2016 bringt für die Kulturerben als Veranstalter des Neujahrsfeuers eine maßgebliche Veränderung an der Vereinsspitze. Auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 28. Januar wird sich Franz Lorenz nach langen Jahren endgültig als Vorsitzender zurückziehen. Die Weichen für einen geordneten Übergang sind bereits gestellt. Stellvertreterin Sylvia Bajerski, die im Havelstädtchen auch als Vorsitzende der Pritzerber Wasserfreunde bekannt ist, steht bereit, um den Staffelstab bei den Kulturerben zu übernehmen. „Ich bin jetzt Vorruheständlerin und freue mich auf die neue Aufgabe“, sagte sie der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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