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Brandenburg/Havel Prognos: Brandenburg stürzt hoch riskant ab
Lokales Brandenburg/Havel Prognos: Brandenburg stürzt hoch riskant ab
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11:14 02.06.2016
Auch wenn es nicht immer so voll ist in der Stadt wie beim Havelfest: Die demografische Entwicklung ist relativ günstig. Quelle: MAZ-Archiv
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Brandenburg/H

Die Zukunftsaussichten von Brandenburg/Havel sind in den vergangenen neun Jahren deutlich schlechter geworden. Die Zukunft der kreisfreien Stadt sei mit hohen Risiken behaftet, besagt der aktuelle „Zukunftsatlas Regionen“, den das schweizerische Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos alle drei Jahre herausgibt. Im Jahr 2007 hatte Prognos noch ausgeglichene Chancen und Risiken für Brandenburg gesehen.

In seinem Zukunftsatlas 2016 bewertete das Schweizer Institut alle 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland nach Kriterien wie demografische Entwicklung, Innovationskraft und wirtschaftliche Dynamik bewertet und listet sie nach Rängen, das tut Prognos seit 2004 im Abstand von drei Jahren immer wieder.

Brandenburg/Havel rutscht von dem im Jahr 2013 vergebenen Rang 359 noch weiter nach hinten auf Platz 375 in der Gesamtwertung. Schlechter steht keine der vier kreisfreien Städte im Land Brandenburg da. Kleines Trostpflaster: Die Entwicklung beziehungsweise Dynamik der Stadt wird in der Studie weiterhin positiver beurteilt als deren Ist-Zustand.

Der Abstieg der Stadt Brandenburg ist um so überraschender, als die Arbeitslosenzahlen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sind. Aber die Veränderung der Arbeitslosenquote ist nur eines von 29 Indikatoren, die zur Gesamtwertung beitragen. Und die Bewertung des Arbeitsmarktes insgesamt fällt in Brandenburg im bundesweiten Vergleich nicht sonderlich gut aus.

ihr besten Ergebnis erzielte die Havelstadt vor neun Jahren, als Brandenburg im deutschen Mittelfeld lag, und Rang 247 unter 439 Städten und Kreisen belegte. Ausgeglichene Chancen und Risiken bescheinigten die Schweizer den Brandenburgern seinerzeit.

In den folgenden Studien rutsche Brandenburg/Havel zunächst ab in die Gruppe von Kommunen, die mit „leichten Risiken“ behaftet sind. Aktuell landet die Stadt in die zweitschlechteste Gruppe, in der Städte mit hohen Risiken zu kämpfen haben.

Wohlstand (Rang 380) und Ist-Stärke (Rang 379) sind besonders schwach ausgeprägt. Günstiger schneidet Brandenburg/Havel ab in den Kategorien Demografie (Rang 186) und Dynamik (Rang 268).

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat sich in diesem Jahr leicht verbessert von Rang 247 auf 241, das Havelland kletterte von Position 380 auf 367. Potsdam liegt auf Platz 85, Frankfurt/Oder auf 313, Cottbus auf 350.

In einem separaten „Digitalisierungskompass“ hat Prognos zum ersten Mal auch die Chancen durch Digitalisierung erfasst. Die Skala reicht über sechs Stufen von „hervorragende Chancen“ bis „schlechte Chancen“. Brandenburg/Havel werden „weniger gute Chancen“ attestiert.

Das Prognos-Ergebnis bestätigt das Ergebnis des Regionalranking 2016, welches das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in diesem April veröffentlicht hat. Dort landete Brandenburg/Havel auf Rang 373 und wird zu den 158 Underperformern in Deutschland, die wenig Wirtschaftskraft und Dynamik aufweisen.

Von Jürgen Lauterbach

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