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Projekt Skatehalle kommt wieder ins Rollen

Brandenburg an der Havel Projekt Skatehalle kommt wieder ins Rollen

Elf Jahre wurde gekämpft. Elf Jahre voller Hoffnungen und Enttäuschungen für die skatende Gemeinschaft in der Stadt Brandenburg, die seit 2006 versucht, einen Ort für ihre Lieblingsbeschäftigung zu finden. Jetzt scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Eine große Halle in Nord könnte die Wünsche erfüllen. Schon im Dezember will man Eröffnung feiern.

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So könnte es bald aussehen: Christian Heise (Mitte) erläutert die Pläne für die Hallengestaltung

Quelle: Tobias Wagner

Brandenburg/H. Elf Jahre wurde gekämpft. Elf Jahre voller Hoffnungen und Enttäuschungen für die skatende Gemeinschaft in der Stadt, die seit 2006 versucht, einen Ort für ihre Lieblingsbeschäftigung zu finden. Jetzt scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Eine große Halle in Nord könnte die Wünsche erfüllen. Außerdem sagt die Stadtverwaltung weitreichende Unterstützung zu. Schon im Dezember will man Eröffnung feiern.

„Es ist unsere letzte Chance , eine Halle zu bekommen“, sagt Christian Heise, Vorsitzender des Rollklubs Brandenburg. Skateboarder, BMX-Fahrer, Inliner und Mountainbiker hatten bisher vergeblich eine Fläche gesucht, die auch bei schlechtem Wetter zu befahren ist. Im September konnte der Klub nun ein neues Objekt ausfindig machen. Am Industriegelände 3 in Nord werden ab sofort Hallenabschnitte vermietet. „Die Halle ist ideal“, sagt Heise. „Zwar leider nicht zentral gelegen, aber wir haben jetzt alle Möglichkeiten ausgeschöpft“ Viele Objekte hatte Heise in den vergangenen elf Jahren gesichtet, die meisten jedoch für die Zwecke des Rollklubs , der 2014 gegründet wurde und 30 Mitglieder zählt, nicht nutzbar oder schlichtweg zu teuer.

Die Halle wird eine befahrbare Fläche von etwa 300 Quadratmetern haben. Aufenthaltsräume und eine Toilette sollen entstehen, Rampen verbaut und die Unebenheiten des Bodens werden ausgebessert.

Genutzt werden könne die Halle aufgrund rechtlicher Auflagen nur von Vereinsmitgliedern des Rollklubs. „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied“, sagt Heise. Und das Interesse ist groß. „Viele Jugendliche und Eltern rufen an, sie wollen mehr über das Projekt wissen“. Ein Mietvertrag von mindestens zwei Jahren Dauer strebt der Rollklub an, man setze auf Nachhaltigkeit. Zu diesem Zweck sollen unterschiedlichste Workshops angeboten werden, nicht nur für die skatende Gemeinschaft der Stadt.

Die Miet- und Betriebskosten sollen durch Vereinsbeiträge und Sponsorengelder getragen werden. Eine Kampagne zur Sponsorengewinnung ist derzeit in Planung, denn diese werden dringend benötigt. „Interessenten können sich gerne bei mir im Never-Enough- Streetstore in der Große Münzenstraße 16 melden“, sagt Heise. „Damit dieses leidige Kapitel in der Jugendkultur der Stadt endlich ein gutes Ende finden kann.“

Mittlerweile hatte der Klub das Vertrauen in die Hilfe der Stadtführung fast verloren. Zu oft habe man sich im Stich gelassen gefühlt. Sei es bei den Plänen für die Nutzung der mittlerweile abgerissenen Sprengelhalle, des Packhofs oder zuletzt des Wiesenwegs. Steffen Scheller (CDU), Bürgermeister und Kämmerer, räumt durchaus Fehler in der Kommunikation zwischen der Stadt und dem Rollklub ein. „Ein Ansatz für weitere Zusammenarbeit muss jetzt gefunden werden“, sagt Scheller. Die Bereitschaft, das Projekt einer Skatehalle gemeinsam anzugehen, sei definitiv vorhanden. Und: „Wir von der Stadt wollen ein klares Signal der Bereitschaft zur Hilfe an den Rollklub senden.“

Von Tobias Wagner

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