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Brandenburg/Havel Proteste gegen geplantes Baugebiet in Netzen
Lokales Brandenburg/Havel Proteste gegen geplantes Baugebiet in Netzen
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18:05 19.06.2016
Datschenbesitzer tagen in Netzen.  Quelle: Christine Lummert
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Netzen

Das Siedlungsgebiet am Netzener See soll so erhalten bleiben wie es jetzt ist. Das war die Mehrheitsmeinung unter den etwa 80 Anwesenden bei einer Versammlung der Grundstückseigentümer am Samstag. Viele der Datschenbesitzer wollen in ihren Ferienhäusern entspannt das Wochenende verbringen oder ihren Sommerurlaub genießen. „Der Beschluss, der vor einigen Wochen von der Mehrzahl der Gemeindevertreter gefasst wurde, das Naherholungsgebiet in ein Wohngebiet umzuwandeln, lehnt eine große Mehrheit entschieden ab“, erklärte Volker Lahnstein, der seit 1992 von seinem Wohnort im Rheinland zur Erholung in seinen Bungalow am Netzener See fährt.

Lahnstein hat zusammen mit einigen Mitstreitern Unterschriften gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans gesammelt. „65 bis 80 Prozent der Bewohner der Ferienhaussiedlung sind dagegen.“ Am Samstag lud Lahnstein außerdem zu einer Versammlung in Konni’s Stübchen. Er holte sich dafür neben Andreas Bernig aus der Gemeindevertretungs-Fraktion Die Linke, auch Ingo Rupert, einen Anwalt für Verwaltungsrecht, mit aufs Podium.

Aus vielen Wortmeldungen in der Versammlung wurde vor allem deutlich, dass die Anwohner nicht nur den Gemeinderatsbeschluss kritisierten, sondern auch die Art und Weise, wie dieser zustande gekommen ist. „Anstatt über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden, hätten wir uns vor der Beschlussfassung eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner gewünscht und nicht, dass die meisten aus der Zeitung von vollendeten Tatsachen erfahren“, hieß es einhellig.

Datschenbesitzer tagen in Netzen.  Volker Lahnstein (l.) und Andreas Bernig vor einer Karte des Netzener Naherholungsgebiets. Quelle: Christine Lummert

Bürgermeister Bernd Kreykenbohm, der auch ein Haus im Naherholungsgebiet am Netzener See besitzt, war zusammen mit seinem Nachfolger Uwe Brückner und anderen Mitgliedern der Gemeindevertretung in der Versammlung zugegen, um sich den Fragen der Anwohner zu stellen und Gerüchten entgegen zu treten, er wolle mit der Aufstellung eines Bebauungsplan einen Schwarzbau an seinem Haus legalisieren. „Die Beschlussfassung in der Gemeindevertretung ist ein ganz normaler Vorgang, um das Projekt erst einmal anschieben zu können, denn ob ein B-Plan überhaupt verwirklicht werden kann, steht noch in den Sternen“, erklärte Kreykenbohm.

Andreas Bernig und Rechtsanwalt Ingo Rupert wiesen die Datschenbesitzer darauf hin, dass sie ihre Einspruchsmöglichkeit gegen das Projekt aber keinesfalls verpassen dürfen. „Wenn der Entwurf des Bebauungsplans einmal öffentlich ausliegt, haben sie vier Wochen Zeit, um ihre Einwände vorzubringen.“

Das angedachte Projekt der Umwandlung des Naherholungsgebiets in Bauland für Eigenheime sei auch in einem größeren Rahmen zu betrachten, erklärte Uwe Brückner. „Um die Gemeinde Kloster Lehnin in jetziger Form zu erhalten, müssen wir uns darum kümmern, dass die Einwohnerzahl nicht unter 10 000 fällt und deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie wir jungen Familien bei uns Bauplätze anbieten können.“

Die jetzigen Anwohner fürchten vor allem, dass sie verdrängt werden könnten. Vor allem die eventuellen Erschließungskosten für Wasser, Abwasser und Straßen würden teuer werden und diese Investitionen in ein reines Ferienhaus wären von einigen nicht zu stemmen.

Von Christine Lummert

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