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Brandenburg/Havel Betrüger-Pärchen ergaunerte Türkei-Urlaub
Lokales Brandenburg/Havel Betrüger-Pärchen ergaunerte Türkei-Urlaub
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12:52 19.02.2018
Die Angeklagten haben den Veranstalter Alltours betrogen, als sie eine Türkei-Reise bekamen, aber nicht bezahlten. Quelle: Alltours
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Brandenburg an der Havel

Viermal bietet Eileen K. (28) auf der Internet-Verkaufsplattform eBay einen Mäh-Roboter für teures Geld an, den sie gar nicht besitzt. Drei Kunden fallen auf die Betrügerin rein. Sie zahlen jeweils mehr als 600 Euro für nichts. Das Schöffengericht Brandenburg verurteilt die junge Frau und ihren Lebenspartner wegen dieser und anderer Gaunereien am Dienstag zu Bewährungsstrafen.

Eileen K. und der gleichaltrige Jan E. sind ein Paar, haben zwei gemeinsame kleine Kinder, aber offenkundig wenig Geld. Denn der Tischler und die Friseurin aus dem Hohen Fläming haben im Jahr 2014 einen Offenbarungseid geleistet. Das hindert die Lebenspartner in den vergangenen Jahren nicht, sich auf Kosten anderer zu bereichern und Türkei-Urlaubsreisen zu erschwindeln.

Beide sind angeklagt, im Jahr 2016 bei Alltours einen Türkei-Urlaub für fünf Personen zu buchen, wohl wissend dass sie den Reisepreis in Höhe von etwa 2700 Euro nicht aufbringen können. Was im Jahr zuvor schon bei einem anderen Veranstalter geklappt hat, gelingt erneut. Die Reise wird so kurzfristig angeboten, dass alle schon wieder zurückgekehrt sind, als der Schwindel auffliegt.

Sie betrügt so, er so

Wegen akuter Geldnot beschafft sich die junge Frau im Herbst 2016 auf unlautere Weise eine Finanzspritze. In ihrem Keller entdeckt sie einen leeren Karton, die Verpackung eines Mäh-Roboters von Verwandten. Sie bietet diesen Rasenmäher wiederholt auf eBay an mit dem Bild der Originalverpackung.

Nichtsahnende Kunden bestellen die Ware, bezahlen zwischen 600 und 650 Euro, erhalten das erhoffte Gerät aber nie. Fast 2000 Euro landen auf dem Konto von Eileen K. Ihr Partner wählt den umgekehrten Weg. Er bestellt Waren im Gesamtwert von etwa 4500 Euro, die er nicht bezahlt.

Haus musste renoviert werden

Für rund 1500 Euro bestellt er bei Hornbach Renovierungsartikel, Laminat und Farbe, um die geerbte 52 Quadratmeter kleine Doppelhaushälfte auf Vordermann zu bringen. Das Jugendamt habe der jungen Familie im Nacken gehangen, berichtet der Familienvater im Gerichtssaal. Nach der Versteigerung der anderen Haushälfte habe die eigene Wohnung weder Bad noch Küche gehabt.

Mit den insgesamt drei kleinen Kindern im Haushalt, habe die Jugendbehörde Druck ausgeübt, das eigene Haus aus dem 19. Jahrhundert bewohnbar zu machen. Der Hartz-IV-Empfänger entscheidet sich, die Auflage mit Hilfe von Hornbach, aber ohne Bezahlung zu erfüllen.

Wofür er dann noch die Regenwasseranlage für 2400 Euro bestellt habe?, will Amtsrichterin Susanne Götsche wissen. „Um Energiekosten zu sparen“, antwortet der Angeklagte. Wie seine Partnerin ist er mehrfach wegen Betruges vorbestraft. Beide angeklagte sind voll geständig, was ihnen zu einer Bewährungsstrafe verhilft.

Weil Eileen K. noch unter Bewährung stand, als sie erneut straffällig wurde, erhält sie die höhere Strafe: Zwei Jahre auf Bewährung. Jan E. kommt mit einem Jahr auf Bewährung davon. Beide müssen Auflagen des Gerichts erfüllen.

Von Jürgen Lauterbach

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