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Brandenburg/Havel Prügelpolizist fährt Rentner ins Koma
Lokales Brandenburg/Havel Prügelpolizist fährt Rentner ins Koma
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09:54 22.10.2013
Ein 25-jähriger Polizist aus Brandenburg an der Havel soll im April 2013 einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben. Quelle: dpa-Symbolbild
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Brandenburg an der Havel

Gegen den Brandenburger Polizisten, der angeklagt ist, einen fahrerflüchtigen Mann am 3. Dezember 2011 in Wusterwitz grün und blau geschlagen zu haben, läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren. Am 14. April 2013 soll er auf der B1 bei Jeserig so rücksichtslos gerast sein und überholt haben, dass er einen schweren Verkehrsunfall verursachte. Dabei wurden vier Menschen schwer verletzt – ein Rentner so schwer, dass er zehn Tage lang im künstlichen Koma lag.

Vorgesetzte bescheinigen Johann A. (25) zwar ein einsatzfreudiger und erfolgreicher Polizist zu sein. Doch in zwei Fällen scheinen bei ihm alle Sicherungen durchgebrannt zu sein. Nach der Verfolgungsjagd am 3. Dezember hat er nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Potsdam einen fahrerflüchtigen angetrunkenen Autofahrer vermöbelt und schwer verletzt, als er ihn gestellt hatte.

Nun wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Potsdam wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen den selben Polizisten ermittelt. Sein Fehlverhalten war offenbar so krass, dass das Amtsgericht und das Landgericht Potsdam es ablehnen, ihm den eingezogenen Führerschein bis zum Gerichtsprozess zurückzugeben.

Nach Darstellung der beiden Gerichte war Johann A. an jenem Sonntag zur Mittagszeit von Werder aus auf der B1 in Richtung Brandenburg unterwegs. Er soll es eilig gehabt haben, weil er seine Freundin ins Krankenhaus fahren wollte. Nach Zeugenberichten raste er mit seinem VW die Bundesstraße entlang und überholte ein Auto nach dem anderen. Kurz hinter Jeserig geschah es dann. Dort überholte er ein Motorrad und konnte nicht mehr rechtzeitig rechts einscheren. So prallte sein Auto gegen den Citroën im Gegenverkehr. Dieses Auto war mit vier Rentnern besetzt, alle Insassen wurden in Folge des Zusammenstoßes schwer verletzt.

Am schlimmsten erwischte es den 78 Jahre alten Fahrer, den ein Rettungshubschrauber nach Potsdam in die Klinik brachte. Auf der dortigen Intensivstation wurde er aufgrund seiner schweren Verletzungen zehn Tage lang in ein künstliches Koma versetzt.

Der Unglücksfahrer blieb unverletzt. Nach Einschätzung der Richter war seine Fahrweise „grob verkehrswidrig und rücksichtslos“, gefährdete Leib und Leben der Unfallgegner. Das Strafgesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Eine ähnliche Strafe droht dem Polizisten wegen der mutmaßlichen Prügelattacke.

Von Jürgen Lauterbach

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