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Psychisch kranker Gewalttäter auf der Flucht

Brandenburg an der Havel Psychisch kranker Gewalttäter auf der Flucht

Die Polizei sucht nach einem 26 Jahre alten Mann, der wegen Mordversuchs seit 2015 im Maßregelvollzug in Brandenburg/Havel untergebracht ist. Am Vormittag hatte er sich während seines Ausgangs auf dem benachbarten Psychiatriegelände von seinem Begleiter gelöst und war in den Gördenwald geflüchtet. Der Mann ist nach MAZ-Informationen kein Triebtäter.

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Die Polizei versucht, den flüchtigen Gewalttäter im Gördenwald zu finden.

Quelle: Meetingpoint Brandenburg

Brandenburg/H. Die Polizei nach einem 26 Jahre alten Mann, der wegen Mordversuchs seit 2015 im Maßregelvollzug in Brandenburg an der Havel untergebracht ist. Am Vormittag hatte er sich während seines Ausgangs auf dem offenen Gelände der benachbarten Psychiatrie von seinem Begleiter gelöst, war über einen Zaun gesprungen und in den Gördenwald geflüchtet. Der Mann ist nach MAZ-Informationen kein Triebtäter.

Hinweis der Redaktion vom 19. Juli 2017: Der Mann ist inzwischen gefasst!

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, bei der Suche nach dem Ausbrecher, der noch Kontakte in den Raum Cottbus hat, wo er zuletzt wohnte. Er ist unter anderem wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.

Der junge Mann wird wie folgt beschrieben: Er wirkt wie 25 Jahre, also etwas jünger als seine tatsächliches Alter. Er ist 1,87 Meter groß, hat grün-braune Augen, dunkelblonde Haare. Obwohl er 90 bis 94 Kilogramm wiegt, ist er von schlanker Gestalt. Bekleidet war er mit einem dunkelroten Hemd, darunter trug er ein graues T-Shirt. Er hatte eine graue Jogginghose an und trug schwarze Schuhe

Die Polizei fragt, wer hat den Mann gesehen, wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Brandenburg unter 0 33 81 / 56 00 oder jede andere Dienststelle entgegen. Wer den Gesuchten sieht, sollte ihn nicht selbst ansprechen, sondern sofort die Polizei informieren, betont Polizeisprecherin Juliane Mutschischk.

Nach Darstellung von Gabriel Hesse, Sprecher im Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg, wurde der 26-Jährige im Jahr 2015 in das Krankenhaus für seelisch gestörte Straftäter auf dem Görden eingewiesen, weil er versucht hatte, einen Menschen zu ermorden.

Der Mann, der aus dem Raum Cottbus stammt, wurde anschließend nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil das Gericht ihn als schuldunfähig einstufte. Er hatte die eigene Freundin angegriffen und verletzt. Das Gericht wertete diesen Angriff, der im Raum Cottbus geschah, als versuchten Mord.

Weil es sich damals um eine Beziehungstat handelte, geht die Polizei nicht davon aus, dass er ein Triebtäter ist, er gilt somit nicht als „tickende Zeitbombe“.

Der Gesuchte hatte 2015 versucht, seine Partnerin umzubringen

Kranke schuldunfähige Straftäter müssen in der Regel im Maßregelvollzug leben, das ist ein psychiatrisches Krankenhaus mit Gittern vor den Fenstern, das mit hohen Mauern und Stacheldraht besonders gesichert ist.

Die Ärzte und Juristen schätzten den Zustand des jungen Mannes zuletzt so ein, dass er sich in Begleitung eines Pflegers eine begrenzte Zeit lang in Freiheit bewegen durfte, im vorliegenden Fall auf dem benachbarten, weitgehend öffentlichen Klinikpark auf dem Görden, der nicht besonders gesichert ist.

Von einer Aufsichtsperson wurde der Gewalttäter am Montagvormittag begleitet, als er sich aus dem Staub machte. Unklar ist derzeit, um welche Uhrzeit dies geschah. Gegen 10.35 Uhr wurde die Polizei informiert, die mit Unterstützung auswärtiger Kräfte sogleich die Fahndung nach dem Flüchtigen aufnahm.

Der Flüchtige war am Montag in Begleitung

Bis zum Nachmittag konzentrierte sich die Suche auf die Umgebung des Fluchtortes. Vom Hubschrauber aus versuchen Beamte, den Mann ausfindig zu machen. Einen schnellen Fahndungserfolg gab es jedoch nicht, obwohl die Polizei ein ausgebildeten Fährtenhund auf die Spur des 26-Jährigen setzte.

Hinweis der Redaktion vom 19. Juli 2017: Der Mann ist inzwischen gefasst!

Von Jürgen Lauterbach

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