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Radweg-Lücke nach Mötzow wird geschlossen

Touristische Verbindungen Radweg-Lücke nach Mötzow wird geschlossen

Seit mindestens fünf Jahren schon ist der fehlende Radweg nach Mötzow mit dem bei Spargelfreunden beliebten Domstiftsgut Diskussionsthema in der Stadt. Immer wieder entstehen heikle Situationen, wenn sich Autos auf der L 911 begegnen und gleichzeitig Radler unterwegs sind. Jetzt kommt Abhilfe.

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Noch ein Weg ins Nirgendwo: Am Ortsausgang von Brandenburg müssen Radler auf die Landesstraße:

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Eine gute Nachricht – allerdings mit drei Jahren Verspätung: „Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg beabsichtigt den Bau eines Radweges entlang der Landesstraße 911 fortzusetzen“, sagt Jürgen Franke Dezernatsleiter Bau West in der Landesbehörde. Die Bauarbeiten beginnen im Juni und werden Ende September 2016 abgeschlossen sein.

Der straßenbegleitende Radweg verläuft auf einer Länge von etwa 2400 Metern östlich der L 911 zwischen der Stadtgrenze Brandenburgs und der Kreisgrenze Potsdam-Mittelmark in Richtung Mötzow. Der Radweg wird in einer Breite von 2,50 Metern mit Asphalt befestigt. „Die alten Planungen von vor drei Jahren sahen nur zwei Meter Breite vor, allerdings gelten nun neue Richtlinien, an die wir uns zu halten haben“, sagt der für Planung zuständige Dezernatsleiter Frank Schmidt.

Der Radweg und diene einer höheren Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in diesem Straßenabschnitt. Bereits zur Spargelsaison 2012 war der geringfügig längere Radweg-Abschnitt auf der Mittelmark-Seite zwischen Katharinenbrücke und dem Domstiftsgut in Betrieb genommen worden.

Bestandteil der Baumaßnahme wird auch der Neubau von drei Rohrdurchlässen, von denen zwei unter der Fahrbahn der L 911 ersetzt werden müssen. In diesen Abschnitten wird der Verkehr mit Ampeln geregelt an der Baustelle vorbei geführt. „Der Radwegbau findet ohne wesentliche Beeinträchtigungen des Verkehrs statt“, verspricht Baudezernent Franke. Um die Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren, erfolgen nach Fertigstellung des Radweges umfangreiche Bepflanzungen, die allerdings zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Die so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kommen recht teuer und werden die Gesamtkosten auf deutlich über eine Million Euro schrauben. Der Lückenschluss ist Bestandteil des 100-Millionen-Euro-Programms der Landesregierung zur Verbesserung der Infrastruktur.

Langes Verhandeln

Am 15. Juli 2011 war Baustart für den 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Katharinenbrücke und Mötzow im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Eine Million Euro kostete das Projekt, weil unter anderem zwölf Regenwasserauslässe gebaut werden mussten, damit der Weg auch bei Regen pfützenfrei absolviert werden kann.

Spätestens seit diesem Zeitpunkt war auch der Druck auf die Stadt groß, in ihrer Gemarkung ebenfalls den Bau voranzutreiben.

Doch ist die Kommune weder Bauherrin noch Finanzierein des Vorhabens, die so genannte Baulast an der Landesstraße liegt allein beim Landesbetrieb Straßenwesen.

Dennoch übernahm die Stadtverwaltung die schwierigen Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümern, die alle einen Streifen Land abgeben sollten. Da ging es unter anderem um Preise, aber auch um den Tausch von Flächen, die wiederum aber ähnliche Bodenwerte und Erträge aufweisen mussten.

„Wir sind sehr froh darüber, dass nun definitiv die Entscheidung für den Bau gefallen ist“, sagt der Brandenburger Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt, „wir haben jahrelang dafür hart gearbeitet. Tiefbauchef Peter Reck und ich haben unzählige Gespräche mit dem Landesamt, mit dem Domstiftsgut und den anderen Flächeneigentümern geführt. Das hat sich nun ausgezahlt.“

„Wir haben eine Menge Vorleistungen für den Landesbetrieb erbracht, weil dort einfach die personellen Kapazitäten fehlten. Dieser hat nun alle Aktivitäten wieder an sich gezogen. Die Landesstraße gehört in seine Baulast, deshalb müssen wir als Kommune uns nicht an den Kosten beteiligen“, ergänzt Reck.

Von André Wirsing

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