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Brandenburg/Havel Radweg nach Plaue soll 2019 kommen
Lokales Brandenburg/Havel Radweg nach Plaue soll 2019 kommen
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16:12 09.10.2018
Im kommenden Jahr soll der Radweg zwischen Plaue und Neubensdorf gebaut werden. Quelle: Frank Bürstenbinder
Bensdorf

 Geplant ist er schon lange. Jetzt wirft der künftige Radweg zwischen Plaue und Neubensdorf doch seinen Schatten voraus. Die Bauarbeiten sollen nun im kommenden Jahr erfolgen. Am Montag haben die Bensdorfer Gemeindevertreter beschlossen die kommunale Eigenbeteiligung in den Haushalt für 2019 einzuplanen. Dabei geht es um rund 155 000 Euro. So muss Bensdorf die Kosten für behindertengerechte Bushaltestellen, Überwege und Straßenlampen übernehmen. Anteilig ist Geld für die Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung fällig.

Drei Vertragspartner

Die Stadt Brandenburg trägt die Kosten für den Neubau des Geh- und Radweges in der Ortsdurchfahrt Plaue zur Hälfte, die Zufahrten in der OD Plaue im Bereich des Oberstreifens zwischen Weg und Grundstücksgrenze sowie den Neubau einer Bushaltestelle in Plaue

Die Gemeinde Bensdorf trägt die Kosten für drei Fahrgastwarteflächen am Abzweig Herrenhölzer, in der Ortsdurchfahrt Neubensdorf sowie am Abzweig Woltersdorf.

Die Baumaßnahme wird in mehrere Abschnitte untergliedert. Begonnen wird mit der Straßensanierung. Es folgt der Geh- und Radweg ab Plaue in Richtung Neubensdorf mit Durchlass. Mit dem Aufbau der Beleuchtung endet die Gemeinschaftsmaßnahme.

Die einstimmig gefasste Entscheidung in Bensdorf ist eine Voraussetzung für den Abschluss eines Vertrages, der die Kostenaufteilung zwischen dem Landesbetrieb Straßenwesen, der Stadt Brandenburg und der Gemeinde Bensdorf regelt. „Nach langem Warten sind wir froh, dass es endlich so weit sein soll“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Eckhard Wolter vor der Abstimmung. Immer wieder war aus der Bevölkerung der Ruf nach mehr Sicherheit für Radfahrer entlang der Bundesstraße 1 gekommen.

Fahrbahn wird saniert

Aus diesem Grund nimmt die Straßenbauverwaltung endlich den Bau eines kombinierten Geh-Radweges zwischen Plaue und Neubensdorf in Angriff. Außerdem wird zeitgleich mit der Instandsetzung der B 1 auf einer Länge von 5,1 Kilometer begonnen, samt Fahrbahnsanierung im Bereich des Knotenpunktes zur Landesstraße 96. In diesem Zusammenhang wird die Bundesstraße mit Fahrbahnteiler, Querungshilfen und Bushaltestellen ausgestattet. Die Erneuerung eines Grabendurchlasses und die Instandsetzung von zwei historischen Meilensteinen sind weiterhin Bestandteil der Baumaßnahme.

Was ist konkret vorgesehen? Zwischen den Ortslagen Plaue und Neubensdorf erfolgt der Neubau des Geh- und Radweges nördlich der Fahrbahn. Vom Abzweig zur Dorfstraße in Höhe Norma-Markt zum Neubensdorfer Ortseingang wird südlich der B 1 zusätzlich ein Geh- und Radweg zur Erschließung anliegender Grundstücke und der Gewährleistung der Fußgänger- und Radfahrerbeziehung ergänzt. Innerhalb der Ortsdurchfahrt Neubensdorf wird der Radverkehr bis zum Abzweig Herrenhölzer beidseitig auf Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt.

Brandenburg muss mitziehen

Die reinen Baukosten dieser Gemeinschaftsaufgabe betragen für die Straßenbauverwaltung rund 4,4 Millionen Euro. Für diesen Zweck muss die Stadt Brandenburg 140 000 Euro aufbringen, die Gemeinde Bensdorf etwa 72 000 Euro. Dazu kommen allerdings noch die Kosten für die Beleuchtung, Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung. „Die Stadt Brandenburg hat ihren Anteil im Entwurf des Doppelhaushaltes 2019/20 eingearbeitet. Damit ist unser Beitrag auf einem guten Weg. Allerdings muss noch die Anliegerbeteiligung erfolgen, da sich die Grundstückseigentümer nach dem Kommunalabgabegesetz an den Kosten beteiligen müssen“, sagte Tiefbau-Chef Peter Reck der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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