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Radweg von Plaue nach Bensdorf wird erneuert

Brandenburg an der Havel Radweg von Plaue nach Bensdorf wird erneuert

Ein lang ersehntes Projekt wird nun umgesetzt: Zwischen der Plauer Tankstelle und Neubensdorf wird der Radweg auf 5150 Metern Länge komplett erneuert. Das geschieht, weil der Landesbetrieb Straßenwesen im Jahr 2018 ohnehin den Straßenbelag auf der B 1 saniert. Die Strecke für Velos wird in dem Zuge einfach mit erneuert.

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Statt der wilden Holperpiste soll ab dem kommenden Jahr ein richtiger Radweg von Plaue nach Neubensdorf führen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Der Stadt kann es nur recht sein: Weil der Landesbetrieb Straßenwesen ohnehin im kommenden Jahr den Straßenbelag auf der Bundesstraße 1 zwischen der Plauer Tankstelle und Neubensdorf auf 5150 Metern Länge komplett erneuert, hat die Behörde das Berliner Büro Schüßler-Plan gleich mit dem Projektieren des Radweges beauftragt.

„Weil es ein kombinierter Geh- und Radweg ist, hätte es normalerweise die Stadt beziehungsweise der Landkreis übernommen, aber so ist es in einer Hand, wenn der Landesbetrieb uns die Planungshoheit in diesem Falle abnimmt“, sagt der kommunale Straßenexperte Peter Reck.

„Der Landesbetrieb hat uns frühzeitig an der Entwurfsplanung beteiligt, wir haben zahlreiche Zuarbeiten leisten können“, sagt Verkehrsplanerin Angela Herzberg. Die Trasse, die seit Jahren von den Anwohnern eingefordert wird, hat es auch in sich. Sie beginnt auf Höhe der Tankstelle auf der gegenüberliegenden – der südlichen – Fahrbahnseite. Dort gibt es bereits einen schmalen wilden Radweg. Der neue ist dann 2,50 bis 3,00 Meter breit und hat beiderseits noch jeweils 50 Zentimeter breite Seitenstreifen.

6400 Autos am Tag

6400 Fahrzeuge in 24 Stunden sind auf der Bundesstraße 1 im Abschnitt von Plaue nach Neubensdorf durchschnittlich unterwegs.

Im Abschnitt davor sind es auf der B 1 von Brandenburg bis zum Abzweig Kirchmöser in Plaue rund 11.700 Fahrzeuge jeden Tag.

Der Landesbetrieb Straßenwesen baut und unterhält im Auftrag des Bundes die Fahrbahnen und Nebenanlagen der Bundesstraßen.

Die Mittelinsel am Ortsausgang wird hinter das Schild verschoben. Der Radweg dann über die Querungshilfe hinweg auf die nördliche Seite verschoben. „Bei landwirtschaftlichen Flächen ist der Grunderwerb einfacher zu realisieren“, sagt die Verkehrsplanerin. Kurz vor dem Abzweig in Richtung Woltersdorf beschreibt der Radweg einen Bogen um das Wohngrundstück direkt an der Ecke. In Höhe des Norma-Marktes in Bensdorf teilt sich die Trasse, sie wird beidseitig als Einrichtungs-Radweg weitergeführt.

In Neubensdorf wiederum werden die Radler auf die Straße geleitet – bis zur ehemaligen Kneipe ist beidseitig ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Hinter dem Ortsausgangsschild gibt es wieder einen „richtigen“ Radweg südlich neben der Fahrbahn bis zum Abzweig zum Gut Herrenhölzer.

„Ab Herrenhölzer geht es dann erst weiter in Richtung Genthin, wenn es auch vom Land Sachsen-Anhalt Signale gibt, aus Richtung Genthin mit dem Radwegbau anzufangen“, sagt Reck. Die Landesgrenze verläuft nahe der „Stummelautobahn“ oder „L 96 neu“, die nur unzureichend vollendete Querverbindung nach Rathenow.

Zudem wird im Zuge des Radwegebaus die Bushaltestelle in Plaue, die bislang nur mit einem Schild kenntlich gemacht ist, befestigt und barrierefrei nach aktuellem Standard ausgebaut.

Bereits im Jahr 2005 hatte es ernsthafte Planungen für einen straßenbegleitenden Radweg gegeben, ursprünglich sollte die Trasse auch schon seit zehn Jahren fertig sein. Doch es scheiterte immer an den fehlenden Finanzen. Ähnlich war es 2011, da hing es zudem an dem fehlenden Planungsrecht. Nun ist beim Bund so viel Geld da, dass beispielsweise der Landesbetrieb Straßenwesen es kaum schafft, alle Projekte gleichzeitig umzusetzen.

Aber die Entwurfsplanung ist bereits abgeschlossen, bis zum Jahresende dürfte nach Angaben von Angela Herzberg auch die Ausführungsplanung vorliegen, so dass im kommenden Frühjahr mit einem Baubeginn zu rechnen ist.

Von André Wirsing

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