Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Rädel ist seit fast 50 Jahren ein Keglerdorf
Lokales Brandenburg/Havel Rädel ist seit fast 50 Jahren ein Keglerdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 08.06.2016
An Trainingstagen herrscht auf allen Kegelbahnen Hochbetrieb im Rädeler Sportzentrum. Quelle: Christine Lummert
Anzeige
Rädel

Beim letzten Saisonturnier auf einer Bahn in der Berliner Wuhlheide war es denkbar knapp. Die Kegler der ersten Männermannschaft von Blau-Weiß Rädel fürchteten lange um den Klassenerhalt, doch in letzter Minute haben sie einen positiven Saisonabschluss für sich verbuchen können. Der Abstieg aus der 2. Landesklasse hinunter in die Kreisliga wurde verhindert und im Herbst kann das Team neu angreifen.

Roland Jeske, der seit 30 Jahren die Geschicke der Rädeler Kegelabteilung lenkt, kann mit seiner 2. Mannschaft hingegen auch einen Erfolg verbuchen. „Dort ist uns der Aufstieg aus der zweiten in die 1. Kreisklasse gelungen.“

Über 40 Mitglieder kegeln aktuell im Verein Blau-Weiß Rädel. „Zusätzlich zu den beiden Männerteams trainiert bei uns eine Jugendmannschaft, die im Spielbetrieb der Kreisliga aktiv ist“, erläutert Jeske. Hier sorgt besonders der zwölfjährige Moritz Hermann für Aufsehen. „Moritz hat bei uns in Rädel vor zwei Jahren mit 819 Holz den Bahnrekord in seiner Altersklasse aufgestellt und sich im Laufe der Zeit immer mehr verbessert“, erklärt Jeske stolz. Inzwischen erregt der Zwölfjährige sogar über das Land Brandenburg hinaus Aufmerksamkeit und soll in den Beobachtungskader der Jugendnationalmannschaft aufgenommen werden.

Die Tafel zeigt die Rekordhalter auf der Bahn an. Quelle: Christine Lummert

Im Männerbereich ist seit Jahren Bodo Juchert der erfolgreichste Sportler. Im letzten Jahr gelang ihm nach mehreren Qualifikationsrunden sogar die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft, die in Cuxhaven ausgetragen wurde. Am Ende sprang dort mit dem 13. Platz bei 24 Teilnehmern ein guter Rang im Mittelfeld heraus. Zusammen mit Jürgen Peter engagiert sich Juchert auch als Trainer für das Team aus Spielern mit Handicap, die regelmäßig in Rädel trainieren.

Der erfolgreiche Fortgang der Kegeltradition in Rädel, die im nächsten Jahr 50. Jubiläum feiert, hing vor 15 Jahren noch in der Schwebe. „Gegründet wurde unser Verein als Betriebssportgruppe unter dem Namen Traktor Rädel“, erinnert sich Jeske. Gespielt wurde Jahrzehnte auf einer Zwei-Bahnanlage auf dem Gelände in dem heute die Jugendeinrichtung „Par-ce-val“ zu Hause ist. „Ende der 1990er-Jahre mussten wir dort raus, aber im Rückblick war das ein gute Entwicklung“, sind sich die Kegelsportfreunde einig. Die alte Anlage ließ sich nur mit einem kleinen Ofen beheizen und so blühten im Winter die Eisblumen an den Fenstern.

„Um weiterspielen zu können, sind wir für drei Jahre auf die Kegelbahn in der Lehniner Sportlerklause ausgewichen, bis wir 2001 unsere neu gebaute zwei-Bahnen-Anlage im Rädeler Sport- und Gemeindezentrum bespielen konnten“, sagte Jeske. Vor sechs Jahren gab es noch einmal zwei Bahnen hinzu.

Von Christine Lummert

Brandenburg/Havel Hoffen an Brandenburger Oberstufenzentren - Nach Protest: Schulsozialarbeit soll kommen

Der Jugendhilfeausschuss in Brandenburg an der Havel hat eine Rolle rückwärts gemacht. Er möchte nun doch nicht nur an Gymnasien Schulsozialarbeit installieren. Stattdessen sollen Kriterien gefunden werden, wie Schulsozialarbeit auf die beiden städtischen Gymnasien und die beiden Oberstufenzentren zu verteilen ist.

08.06.2016

Im Extremfall kann die Verwaltung der Stadt Brandenburg Baugenehmigungen erteilen und vollendete Tatsachen schaffen, bevor sie die Stadtverordneten fragen muss. Zumindest bei kleineren Bauvorhaben. Nun soll das theoretisch auch bei größeren Vorhaben möglich sein, für die eigentlich ein Bebauungsplan benötigt wird – an den Volksvertretern vorbei.

08.06.2016

Im Whats-App-Chat, dessen Bekanntwerden zur Spaltung der Brandenburger SPD-Fraktion führte, gehörte Sebastian Möckel zu den giftigsten Kommentatoren. Und er ist neben Norbert Langerwisch bisher auch der einzige, der sich für sein Tun öffentlich schämte. Nun hat er die SPD „für die Entgleisungen um Entschuldigung“ gebeten und seinen Austritt erklärt.

08.06.2016
Anzeige