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Rathenower ruft Ticket-Tauschbörse ins Leben

Buga-Tickets: Wolfgang Klaus gründet Internet-Plattform Rathenower ruft Ticket-Tauschbörse ins Leben

Der Frust über die Gestaltung der Eintrittspreise für die Bundesgartenschau nimmt kein Ende. Nun hat Wolfgang Klaus aus Rathenow - er ist einer von ihnen - am 2. Mai die Facebook-Gruppe Buga2015-Ticket-Tausch-Börse gegründet. Noch am selben Abend hatten sich bereits 120 Mitglieder angemeldet.

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Wer nur einen Standort besuchen kann oder will, sollte dies tun dürfen, findet Wolfgang Klaus.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Der Frust über die Gestaltung der Eintrittspreise für die Bundesgartenschau nimmt kein Ende. Nachdem in der hiesigen Bevölkerung immer wieder die Forderung nach verbilligten Eintrittskarten für nur einen Standort laut wurden, hatte sich der Zweckverband vergangene Woche zu diesem Thema noch einmal beraten.

Das Ergebnis: Es wird keine verbilligten Karten für Besucher, die nur einen der fünf Standorte besichtigen wollen, geben. „Es ist vorgesehen, dass sich die interessierten lokal ansässigen Bürger nicht nur ihren Heimat-Standort anschauen, sondern zugleich auch die anderen Standorte“, hatte Buga-Pressesprecherin Amanda Hasenfusz erklärt.

Ticket-Tauschbörse im Netz

Damit wollen sich einige aber nicht zufrieden geben. Wolfgang Klaus aus Rathenow ist einer von ihnen. Der 55-Jährige gründete am 2. Mai die Facebook-Gruppe Buga2015-Ticket-Tausch-Börse. Noch am selben Abend hatten sich bereits 120 Mitglieder angemeldet. In persönlichen Gesprächen sei ihm immer wieder Frust und Enttäuschung entgegengeschlagen. Darauf hat er nun mit einer einfachen Idee reagiert.

„Zweck dieser Buga2015-Ticket-Tausch-Börse soll es sein, nicht vollständig genutzte Tages-Tickets nicht verfallen zu lassen, sondern weiteren interessierten Bürgern den Eintritt für die jeweils restlichen Buga-Standorte zugänglich zu machen“, erklärt Klaus auf der Internetseite. Tauschen könne man gegen andere gültige Buga-Tickets oder Wertausgleich für den restlichen Gültigkeitsbereich. Auch Verschenken sei möglich. Damit hat Wolfgang Klaus etwas losgetreten.

141 Mitglieder hat die Gruppe bereits, die meisten kommen aus Rathenow und Brandenburg. Klaus rechnet damit, das bald auch aus den anderen Buga-Standorten Bürger dazu kommen. „Es wird etwas dauern, bis sich das Karussell dreht – doch ich bin zuversichtlich, dass es funktioniert.“ Beim Tausch selbst hält sich Wolfgang Klaus raus. Er möchte lediglich eine Plattform zur Verfügung stellen, auf der sich Menschen finden, die ihre Buga-Karte tauschen wollen.

Kein Schwarzmarkt

„Mir ist es wichtig klarzustellen, dass ich nur den Anstoß geben und keinesfalls einen Schwarzmarkt für Buga-Tickets schaffen wollte. Also Hilfe zur Selbsthilfe“, betont der Gründer der Tauschbörse. Er hege keinerlei kommerzielle Absichten und will dem Zweckverband auch keine Konkurrenz machen. „Im Gegenteil, ich möchte eigentlich nur helfen, dass die Buga ein voller Erfolg wird.“ Da die Tickets bereits bezahlt sind und verfallen würden, wenn sie nicht an allen fünf Standorten genutzt werden, sieht er als einzige Lösung die Weitergabe der Karten.

Wenig begeistert von der Idee ist der Buga-Zweckverband. Dessen Pressesprecherin hatte am Montag, kurz nachdem sie von der Online-Tauschbörse erfuhr, Kontakt zum Initiator aufgenommen. Es kam nicht gut an, dass er das O.K. des Zweckverbandes nicht eingeholt hatte, berichtet Klaus. Der Zweckverband selbst möchte sich vorerst nicht zum Thema äußern.

Der Karten-Streit

Für die Buga gibt es neben der Dauerkarte auch die Eintrittskarte für 20Euro. Dafür bekommt der Besucher Zutritt zu allen fünf Buga-Standorten. Die Karte ist 177 Tage lang gültig.
Die Festsetzung der Ticketpreise wurde vor rund zwei Jahren in der Zweckverbandsversammlung ausführlich und kontrovers diskutiert.
Die Mitglieder hatten sich einstimmig entschieden, eine Karte für alle fünf Standorte und keine separaten Eintrittskarten zu verkaufen. Entsprechend wurde das Ticketsystem aufgelegt.
An dieser Entscheidung hält der Zweckverband fest. Die Buga 2015 sei das gemeinsame Produkt der beteiligten Kommunen. Dies werde durch ein Ticket, das für alle Standorte gültig sei, unterstrichen.

Amanda Hasenfusz erklärte lediglich, dass man die private Ticketbörse im Moment juristisch prüft. Dem sieht Wolfgang Klaus relativ gelassen entgegen. Er beruft sich auf ein Statement der Buga-Pressesprecherin. Die hatte ihm auf die Frage zur Weitergabe der Ticktes geantwortet, dass die Tagestickets, nicht wie die Dauerkarten, personalisiert sind.

Demzufolge könnten sie an Familienangehörige, Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen ohne Einschränkung weitergegeben werden. Außerdem habe das Ganze inzwischen eine Eigendynamik bekommen. Wenn er es nicht mache, mache es ein anderer.

Von Christin Schmidt

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