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Brandenburg/Havel Einfühlsame Porträts starker Frauen
Lokales Brandenburg/Havel Einfühlsame Porträts starker Frauen
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18:22 12.08.2018
Annelie Knobloch in ihrem Atelier am Körgraben. Die Rathenowerin beteiligst sich an der „Art:Ich II“-Ausstellung in der Kunsthalle Brennabor aus. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Die Kunsthalle Brennabor in Brandenburg/Havel gehört ohne Frage zu den wichtigsten Ausstellungsorten der Region. Wer seine Werke hier zeigen darf, kann stolz sein. Das gilt auch für die sieben Künstler, die ab 17. August in der Ausstellung „Art:Ich II – Die nächste Generation“ einen Ausschnitt ihres Schaffens in den historischen Räumen der Brennaborwerke präsentieren. Dazu gehört unter anderem die Rathenowerin Annelie Knobloch.

Als Künstlerin, Lehrerin, Sängerin, Mitbegründerin des offenen Ateliers im Kulturzentrum Rathenow und Leiterin des Ateliers an der Freien Schule für Musik und Kunst Tonart am Körgraben bereichert Annelie Knobloch seit Jahren die hiesige Kulturszene und nun auch die nächste Ausstellung in der Havelstadt.

Es ist bereits ihr zweiter Auftritt in der renommierten Galerie. 2012 beteiligte sie sich an der Gemeinschaftsausstellung „Xirc le cinX“ mit abstrakten Werken und einer Installation. Dieses Mal zeigt sie sich von einer neuen Seite. „Annelie Knobloch als einfühlsame Porträtistin starker Frauen“, so formuliert es Kurator Christian Kneisel.

Der frühere Intendant des Brandenburger Theaters weiß das Werk der Havelländerin zu schätzen. Schon lange stand für ihn fest, wenn er in der „Art:Ich II“-Schau jungen Künstlern aus der Region ein Forum bietet, darf Annelie Knobloch nicht fehlen.

„Sorge“ hat Annelie Knobloch dieses Bild für die „Art:Ich II“ Ausstellung in der Brennabor Kunsthalle genannt. Quelle: Annelie Knobloch

„Er hat mich immer wieder vorgewarnt und gesagt: Annelie, Du musst arbeiten, ich will deine Arbeiten zeigen“, verrät die Rathenowerin mit einem schüchternen Lächeln.

Diese Aufforderung hat sie ernst genommen und bereichert die Ausstellung nun mit zehn aktuellen Werke. Den Schwerpunkt legt sie dabei auf Porträts von Menschen aus der Region.

„2016 begann für mich eine neue künstlerische Phase, ich habe mich intensiv mit Porträtmalerei befasst, habe viel ausprobiert – erst mit Kohle, Bleistift und Acryl auf kleineren Formaten. In diesem Jahr habe ich mich dann ausgiebig mit der Aquarelltechnik auf großen Formaten auseinandergesetzt“, erzählt die 36-Jährige.

Vernissage am 17. August in Brandenburg/Havel

Christian Kneisle scheint vom Ergebnis begeistert zu sein: „Annelie zeigt Frauen, die sowohl in größter Wut wie in tiefster Entspannung eine ungeheure Kraft ausstrahlen. Mit zarten wie kräftigen Farben, mit wohl gesetzten - feinen wie heftigen - Strichen kommt sie ihren Modellen ganz nah, deckt deren Seelenzustände vorsichtig auf und schützt sie gleichzeitig umfassend vor Übergriffigem.“

Natürlich ist Annelie Knobloch stolz, bei der „Art:Ich II“ dabei zu sein. Aber das an die große Glocke zu hängen, ist nicht ihre Art. Stattdessen freut sich sich einfach auf den Austausch mit anderen Künstlern ihrer Generation, die sich genau wie sie ganz bewusst dazu entschieden haben, in der Region zu leben und hier zu arbeiten.

Dazu gehören Jana Wilsky, Tobias Wagner, Jan Spiess, Franka Schwarz, Smajil Besic und Katharina Forster. Sie alle beteiligen sich an der Gemeinschaftsausstellung mit aktuellen Arbeiten – darunter Malerei, Skulpturen, Installationen und Fotografie.

Die Ausstellung „Art:Ich II“ wird am Freitag, dem 17. August um 18 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Anschließend sind die Werke bis 28. September in der Kunsthalle Brennabor zu sehen.

Von Christin Schmidt

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