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Brandenburg/Havel Rautenberg: Chemotherapie statt Wahlkampf
Lokales Brandenburg/Havel Rautenberg: Chemotherapie statt Wahlkampf
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16:02 30.03.2018
Aktiv greift Erardo Rautenberg in den Wahlkampf nicht ein. Quelle: J.Steiner
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Brandenburg an der Havel

Drei Wochen nach seiner schweren Operation hat sich jetzt Erardo Rautenberg, der Brandenburger Generalstaatsanwalt und SPD-Direktkandidat für die Bundestagswahl im September im Wahlkreis 60 auf seiner Facebook-Seite an seine Unterstützer gewandt.

Kein Wahlkampf möglich

Wie er schreibt, habe sich der am 16. Juni 2017 überraschend entdeckte Tumor als „bösartig“ erwiesen, er konnte aber in einer mehrstündigen Operation im Berliner Charité Virchow Klinikum entfernt werden.

„Nachdem ich mich von diesem schweren Eingriff erholt haben werde, wird eine Chemotherapie erforderlich sein. Auf ärztlichen Rat werde ich mich nun auf meine Genesung konzentrieren und daher an dem laufenden Wahlkampf nicht mehr aktiv beteiligen können“, so Rautenberg weiter, der inzwischen das Krankenhaus verlassen konnte.

Im Wissen um seine Einschränkung „habe ich auch meinen Antrag auf zweimonatigen Wahlvorbereitungsurlaub nach dem Landesbeamtengesetz wieder zurückgenommen.“ Rautenberg wird also nicht auf Wahlkampftour gehen können.

Tiemann jetzt im Wahlkreis vorn

Das dürfte die Chancen seiner Konkurrentin Dietlind Tiemann (CDU) erheblich steigern. Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann hatte sofort nach Bekanntwerden der Erkrankung im Juni Rautenberg Mut gemacht und Unterstützung angeboten. Seit der Wende war der Wahlkreis zwischen Jüterbog, Brandenburg an der Havel und Premnitz stets an die SPD gegangen. Vor vier Jahren holte Steinmeier dort den einzigen Wahlkreis für die Sozialdemokraten im Osten. Das Umfrageportal Election.de, das in den Bereichen politische Analyse, Beratung und Wahlberichterstattung tätig ist, sieht inzwischen Tiemann im Wahlkreis vorn. Die Wahlkreisprognose berücksichtigt die langfristigen Wählerpotenziale in den Wahlkreisen, aktuelle Umfragedaten, sowie das voraussichtliche Stimmen-Splitting und liefert so eine Vorhersage der Erststimmen-Anteile für alle 299 Bundestagswahlkreise.

Rautenberg gibt nicht auf

Aufgegeben hat Erardo Rautenberg den Kampf um die Nachfolge für das Mandat von Frank-Walter Steinmeier aber trotz seiner schweren Krankheit nicht: „Falls ich gleichwohl das Direktmandat erringen sollte, möchte ich auch im Interesse meiner Wählerinnen und Wähler alles dafür getan haben, gesundheitlich in der Lage zu sein, es auch ausüben zu können.“

Sein Team im Wahlkreis „wird mich und die Sache für die ich eintrete weiterhin aktiv vertreten. Jede Unterstützung ist herzlich willkommen“, so Rautenberg abschließend. Wie die MAZ berichtete, war Rautenberg erst im letzten Moment als Direktkandidat von der SPD nominiert worden, nachdem der Kandidat und Außenminister Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt worden war. Rautenberg (64), der der dienstälteste Generalstaatsanwalt der Bundesrepublik ist, konnte insbesondere mit sicherheitsrelevanten Themen punkten und sah sich Gegenspieler der AfD. Seine Stellungnahme wurde von Dutzenden Facebook-Mitgliedern kommentiert und geteilt. Verfassungsgerichtspräsident Jes Möller wünschte Rautenberg ebenso alles Gute und schnelle Genesung wie IHK-Präsidentin Beate Fernengel, der Potsdamer Beigeordnete Mike Schubert und die SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz.

Von Benno Rougk

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