Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Reise-Cello und Blas-Geige an neuem Platz
Lokales Brandenburg/Havel Reise-Cello und Blas-Geige an neuem Platz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 19.09.2015
Von wegen tot: Das Gerippe ist ein Xylophon, die Beine sind die Schlägel. Quelle: H. Hesse
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Viele solcher skurrilen Instrumenten haben Paul und sein 1929 geborener Sohn Berol geschaffen. Einen Teil dieser Sammlung kann man nun in der Freien Musikschule in der Kurstraße bewundern – zum Beispiel am Samstag beim Tag der offenen Tür.  

Den ersten Teil der Sammlung hatte Berol Kaiser-Reka vor Jahren an das Stadtmuseum veräußert, darunter die Crazy-Jazz-Band, die Reka senior in britischer Internierung vor 100 Jahren baute. Als Reka junior der Freien Musikschule unlängst ein Dutzend Orchesterinstrumente spendete, damit auch Kinder aus ärmeren Familien Geige oder Posaune spielen lernen können, berichtete er Schulinhaber Markus Angelstein von den verbliebenen Spaß-Instrumenten.

Markus Angelstein mit Reise-Cello. An der Wand lacht Paul Kaiser-Reka. Quelle: H. Hesse

Von der Geige, die zerfällt, aber spielbar bleibt. Von dem Horn, das man verkehrt herum spielen muss. Von all den anderen schrägen Instrumenten. Und davon, dass er sich von ihnen trennen wolle. Angelstein erkannte die Chance und erwarb die Sammlung.

„Es ist faszinierend zu sehen, worauf man musizieren kann“, sagt Angelstein. Reka  senior baute die Instrumente für das Varieté, er tingelte durch Europa, spielte mit Claire Waldoff in Berlin. Angelstein möchte die Blas-, Zupf und Streichgeräte in den Unterricht integrieren und Lehrer gewinnen, sich damit zu beschäftigen. Darüber freut sich Berol Kaiser-Reka ungemein. „Die Instrumente müssen weiter leben und nicht in einem Depot versauern“, sagt er.

In dieses Horn bläst man einfach verkehrt herum hinein.

In einem Sketch stellt Loriot klar: „Liebling, kein Trompeter wird je in eine Geige blasen.“ Hätte er die Rekas gekannt, wäre dieser Satz nie gefallen. Sie haben sehr wohl eine Geige zum Blasen gebaut. Die liegt jetzt in einer Vitrine in der Kurstraße 2 und wartet darauf, an den Mund genommen zu werden.

Von Heiko Hesse

Brandenburg/Havel Nachts brauchen Retter länger - Die Kützkower leben gefährlich

Am Tage kommt Hilfe aus der Luft. Doch was passiert in der Nacht mit einem kranken Kützkower auf der anderen Seite der Havel? Die Autofähre hat dann Betriebsruhe. Rettungswagen müssen Umwege fahren. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Die Stadt Havelsee wird für ihre Fährleute jedenfalls keinen nächtlichen Bereitschaftsdienst einführen.

19.09.2015

Jahresendprämie gegen Bekenntnis zur Kreisfreiheit. So liest sich die jüngste Zielvereinbarung der städtischen Personalchefin Viola Cohnen, die möglichst alle kommunalen Bediensteten unterschreiben sollen. Im Innenministerium schüttelt man ratlos die Köpfe.

15.09.2015
Brandenburg/Havel Wie man verblichene Kunst sichtbar macht - Und plötzlich galoppieren wieder Reiter

Mit Hilfe einer Hyperspektralkamera, die auch Wellenlängen im Infrarotbereich aufnimmt und über 51 Farbkanäle verfügt, sowie einer am Fraunhofer-Institut in Magdeburg exklusiv entwickelten Software können verblichene Kunstwerke wieder sichtbar gemacht werden. Der Testlauf im oberen Kreuzgang des Brandenburger Doms war vielversprechend.

18.09.2015
Anzeige