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Remine baut ab Sommer

Recyclingpark Remine baut ab Sommer

Die auf Kunststoff- und Metallrückgewinnung spezialisiert Remine GmbH will nun im Sommer mit dem Umbau des Recyclingparks auf dem alten SWB-Gelände beginnen. Sieben bis acht Monate später als geplant. Das Landesumweltamt hat die Genehmigung signalisiert, wartet aber erst auf den Bescheid der Unteren Bauaufsicht.

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Die Mebra-Chefs Holger Ulbricht (v.l.), René Liese und Thomas Schiefelbein.

Quelle: A. Wirsing

Brandenburg/H. Die Geschäftsführer von Mebra und Recyclingpark gehen in diesen Tagen ungeduldig zum Briefkasten. Sie erwarten wichtige Post aus dem Rathaus. Es geht um den Umbau des Recyclingparks auf dem alten SWB-Gelände und damit indirekt auch um das teilweise umstrittene Remine-Vorhaben, bei dem geschreddert und getrennt wird, was beim TSR-Großschredder hinter dem Elektrostahlwerk übrig bleibt – Kunststoffe und Edelmetalle beispielsweise. Zwischen 29 und 40 Arbeitsplätze sollen so entstehen.

Mebra-Chefs haben Wirtschaftsplan verteidigt

Dafür soll die 80 mal 300 Meter große Industriehalle genutzt werden, welche noch von der Mebra-Tochter Recyclingpark belegt ist. Die Mebra-Chefs Holger Ulbricht und Thomas Schiefelbein haben den Wirtschaftsplan 2016 gerade erfolgreich im Wirtschaftsausschuss der Stadt verteidigt. Das Papier sieht unter anderem vor, dass eine knappe halbe Million in den Umbau des Recyclingparks gesteckt wird, wenn das Unternehmen Lager- und Umschlagplätze in einer kleineren Nebenhalle zusammenfasst.

„Wir werden das mit Boxen realisieren, wie sie schon von unserem Wertstoffhof bekannt sind, für deren Wände benutzen wir die festen Legioblock-Betonsteine. Das lässt sich in drei Monaten realisieren“, sagt Ulbricht. In Hindernis gab es jetzt bei der städtischen Bauaufsicht. Deren Chef René Schütze hatte bemängelt, dass der neue Lageplan nicht mit dem im Brandschutzkonzept deckungsgleich ist. Jetzt fehlt nur noch eine gutachterliche Bescheinigung darüber, dass das Brandschutzkonzept dennoch tragfähig und funktionierend ist.

Remine GmbH

Die Remine GmbH in Brandenburg ist spezialisiert auf die Kunststoff- und Metallrückgewinnung.

Das Vorhaben in der ehemaligen Stahlwerkshalle sieht eine Verarbeitungskapazität von 123 600 Tonnen pro Jahr vor. In der TSR-Großschredderanlage liegt die Durchsatzmenge bei 640 000 Tonnen pro Jahr.

Die Abfälle werden als nicht gefährlich eingestuft, es handelt sich um eine Schredderleichtfraktion.

12 Millionen Euro investiert Remine in das Vorhaben. 1,85 Millionen Euro Fördermittel hat das Land Brandenburg dafür bewilligt.

Der Containerabstellplatz außerhalb der Halle wird mit einem Lärmschutzwall in Richtung Magdeburger Landstraße ausgestattet.

Zu den Lärm- und Staubschutzvorkehrungen gehört Folgendes: Lose Schüttgüter werden in der geschlossenen Halle verladen und Abfälle nur dort verarbeitet. Draußen stehen nur geschlossene Container und „Bigbags“. Lärmintensive Maschinen werden eingehaust. Staubbeladene Luft wird abgesaugt und mit Filtern behandelt. Alles wird regelmäßig gereinigt

Die Maschinentechnik besteht aus Zerkleinerungsmaschinen, Sieben, Windsichtern, Magnetscheidern, Wirbelstromabscheidern, Sortiereinheiten und Lufttrennherden.

„Wir sind auf der Zielgeraden, das Landesamt für Umwelt hat eine Genehmigung signalisiert, wartet zuvor erst auf den Bescheid der Unteren Bauaufsicht, weil beide Genehmigungen irgendwie zusammenhängen“, sagt Ulbricht. Wenn die Recyclingparkhalle frei ist, könne Remine im Sommer loslegen mit seinem Umbau. Das wären sieben bis acht Monate später als geplant, ursprünglich sollte im vergangenen November begonnen werden.

Bekenntnis zum Standort

Es gibt weiterhin ein Bekenntnis von Remine und dessen Müttern TSR und Remondis zum Standort, dafür spreche auch, dass zu Jahresbeginn ein neuer Mietvertrag abgeschlossen wurde. Der alte war hinfällig, weil das Projekt noch nicht begonnen wurde. Etwa zwölf Monate sollen Umbau, Aufstellen von Anlagen, Probe- und Teillastbetrieb in Anspruch nehmen. So werden beispielsweise aus Lärmschutzgründen die vorhandenen Wandöffnungen der Riesenhall nach Norden zum Silokanal hin komplett geschlossen, dafür müssen neue Entrauchungsklappen im Dach eingebaut werden. Dazu gehört auch eine Umfahrung der Halle – ebenfalls wegen des Lärmschutzes erfolgt die Zufahrt zur Halle über die Südseite. In Richtung Carl-Reichstein-Straße wird es auch die neue Mebra-Zufahrt geben mit separaten Ein- und Ausfahrtswaagen.

Von André Wirsing

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