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Renate Fuchs erinnert an Stellmacher

Museumstag in Damsdorf Renate Fuchs erinnert an Stellmacher

Es ist ein fast vergessener Beruf – Stellmacher. Renate Fuchs in Damsdorf hält die Erinnerung an das alte Handwerk hoch. Sie betreibt ein privates Museum, das aus der familieneigenen Werkstatt hervorgegangen ist. Unter den Besuchern sind Schulklasen und ehemalige Stellmacher.

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Renate Schmidt und Cathrin Rafalski (l.) im Damsdorfer Stellmachermuseum.

Quelle: Christine Lummert

Damsdorf. Zum kreisweiten Museumstag „Feuer und Flamme“ begrüßte Renate Fuchs in ihrem Stellmacher-Museum wieder zahlreiche Gäste. Vor acht Jahren entstand die Idee, ein kleines Fenster in die Geschichte eines Handwerks zu öffnen, das heute so nicht mehr existiert. Früher gab es in fast jedem Dorf einen Stellmacher, der Räder, Wagen und landwirtschaftliche Geräte fertigte und damit sicherstellte, dass alle Dorfbewohner ihr Handwerkszeug für die Arbeit auf Feld und Wiese parat hatten. Vater und Großvater von Renate Fuchs kümmerten sich um die Ackergeräte der Damsdorfer. „Ich bin quasi in der Werkstatt aufgewachsen und als wir in der Familie vor der Frage standen, was soll mit all den alten Werkzeugen und Maschinen geschehen, war für mich schnell klar: ich eröffne ein Museum“, sagte Fuchs.

Abgestaubt und beschriftet hat jetzt vieles wieder einen Platz gefunden, dass lange Jahre auf dem Dachboden im Dunkeln lag. „Es kommen nicht nur Schulklassen und andere Interessierte, die sich die alten Werkzeuge und ihre Funktionen erklären lassen wollen“, erklärte Fuchs. Manchmal schauen ältere Herren vorbei, die selber als Stellmacher gearbeitet haben und noch einmal ein bisschen Werkstattluft schnuppern wollen.

Arbeiten der Golzower Holzschnitzerin Ines Altenkrich

Arbeiten der Golzower Holzschnitzerin Ines Altenkrich.

Quelle: Christine Lummert

Das Damsdorfer Stellmachermuseum hat aber noch eine zweite Seite. Neben den alten Werkzeugen findet sich auch eine Dauerausstellung über holzschädigende Pilze und Insekten. Hier erklärt die Damsdorferin Cathrin Rafalski den Besuchern, was Hausschwamm und Holzwurm anrichten können und wie man diesen unliebsamen Hausgästen zu Leibe rücken kann. „Ich bin selbst ausgebildete Sachverständige für Holzschutz und damit beruflich in die Fußstapfen meines Vaters getreten“, erklärte Rafalski. Anlässlich des Museumstages stellt Renate Fuchs immer ein kleines Zusatzprogramm zusammen. Kaffee und Kuchen aus dem eigenen Backofen luden zum Verweilen ein. Zudem war die Holzbildhauerin Ines Altenkirch aus Golzow zu Gast. Sie präsentierte eine Auswahl ihrer gelungenen Werke und ließ sich beim Schnitzen über die Schulter schauen.

Von Christine Lummert

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