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Rentner lässt Drohne über Trechwitz fliegen

Kamera macht Fotos aus der Vogelperspektive Rentner lässt Drohne über Trechwitz fliegen

Hochzeiten, Jubiläen, Natur- und Dorfbilder: Johannes Richter lässt seine Kamera in die Lüfte steigen, um Fotos von Trechwitz aus der Vogelperspektive zu machen. Auch wenn das Fluggerät technisch mit einer Drohne vergleichbar ist: Der Rentner spricht lieber vom "Mikrokopter".

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Johannes Richter und seine fliegende Kamera. Bis zu 30 bis 100 Meter hoch lässt der Trechwitzer sie für die Luftaufnahmen steigen.

Quelle: Jacqueline Steiner

Trechwitz. Johannes Richter (65) fotografiert aus der Luft, ohne auch nur einen Fuß vom Erdboden zu heben. Der Rentner aus Trechwitz hat lange experimentiert mit seinem fliegenden Kameraauge. Inzwischen ist die von ihm selbst entwickelte Technik so weit ausgereift, dass er die Heli-Richter-Luftbilder zum Selbstkostenpreis anbietet: hochauflösende Fotos aus 30 bis 100 Metern Höhe im Format von bis zu 30 mal 40 Zentimeter.

Bei Johannes Richter ist alles Marke Eigenbau. Ein halbes Jahr hat er an seiner fliegenden Kamera gearbeitet und die Technik danach immer wieder verfeinert. Das Wort "Drohne" vermeidet er ‒ zu militärisch. Der Elektromechanikermeister spricht lieber vom "Mikrokopter". Dieses 1,2 Kilogramm leichte Fluggerät mit seinen vier Propellern wird von einem batteriebetriebenen Elektromotor angetrieben und kann bis zu 130 Meter hoch fliegen.

Den Hubschrauber in groß ist die Schweizer Bergrettung geflogen.

Quelle: Jaqueline Steiner

Sieben Minuten bleibt der Mikrokopter in der Luft und kann dabei beliebig viele Fotos einfangen. 200 Gramm kann das Flugmodell tragen. Das reicht, um die 180 Gramm leichte Kleinbildkamera waagerecht durch die Lüfte zu leiten. Johannes Richter hat einen Schwenkarm an den Mikrokopter installiert, so dass er den Fotoapparat in beliebige Winkelstellungen neigen kann. Richters verlängertes Auge fliegt satellitengestützt, also mit GPS. Von seiner Bodenstation aus kann er die Flugrichtung steuern und am Bildschirm verfolgen. Von dort bedient er auch den Infrarotfernauslöser, damit die Kamera hoch droben Klick macht. "Am Anfang waren von 30 Bildern zwei zu gebrauchen,", erzählt der Techniker, der seine Hobbys Fotografieren und Fliegen perfekt miteinander verbunden hat.

Hochzeit im Schloss Reckahn. Johannes Richter war von oben dabei.

Quelle: Johannes Richter

Inzwischen ist die Technik aus den Kinderschuhen geschlüpft. Teure Abstürze gibt es nicht mehr. Der Meister ist vom Himmel gefallen, aber das Fluggerät hält sich oben. Der Trechwitzer bleibt bescheiden: "Ich bin kein Profifotograf, mir macht es einfach Spaß, etwas auszudenken, auszuprobieren und weiter zu entwickeln."

Keineswegs möchte Johannes Richter ein professionelles Geschäft aufbauen. Er denkt eher an Privatleute, die jemandem aus besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstagen ein Überraschungsgeschenk machen möchten. "Ich bin schon angesprochen worden von Leuten, die gesagt haben: Hätte ich das doch vorher gewusst."

Wenn er nicht auf dem heimischen Grundstück oder direkt über Trechwitz fliegt und fotografiert, wird Johannes Richter nur für Aufträge tätig. "Ich mache keine Spionagefotos", versichert er lächelnd. Seine Begeisterung fürs Fliegen und für Technik wurde früh geweckt. "Mit 14 Jahren habe ich Segelflugzeuge gebaut", erzählt Johannes Richter, der beim Katastrophenschutz für die Feuerwehrtechnik verantwortlich war. Lange bevor die Kamera fliegen lernte, hat der Techniker einen Hubschrauber der Schweizer Bergrettung nachgebaut, bis ins letzte Detail. Im Cockpit sitzen die Piloten: zwei Puppen.

Weitere Prachtstücke unter seinen Flugmodellen ist ein Segelflieger, der 200 Meter hoch steigen kann und zwanzig Minuten in der Luft bleibt, sowie ein Wasserflieger aus sehr leichtem, aber festen Styropor.

Alle Infos unter www.heli-richter.de

Von Jürgen Lauterbach

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