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Brandenburg/Havel Repo-Markt in Hohenstücken macht nach 23 Jahren zu
Lokales Brandenburg/Havel Repo-Markt in Hohenstücken macht nach 23 Jahren zu
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17:24 13.02.2019
Der Repo-Markt in Hohenstücken hat mit dem Räumungsverkauf begonnen. Quelle: Marion von Imhoff
Brandenburg/H

Der Repo-Markt in Hohenstücken auf der Automeile steht vor dem Aus. Am Samstag öffnet er zum letzten Mal.

Der Räumungsverkauf mit Rabatten auf die bereits deklarierten Preisnachlässe läuft auf vollen Touren. Schon seit Tagen leeren sich die Regale, in denen mittlerweile große Lücken klaffen.

„Wir bedauern sehr, den Markt schließen zu müssen“, sagt Geschäftsführer Christoph Possler. „Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir uns von einem Großteil der langjährig treu für uns tätigen Mitarbeitern trennen und durch die Schließung auch vielen Stammkunden den Rücken kehren müssen.“

Firmensitz ist in Niedersachsen

Die Repo-Markt Rest- und Sonderposten GmbH hat ihren Sitz in Ilsede bei Hannover. Den acht Angestellten wurde betriebsbedingt gekündigt. „Lediglich ein Mitarbeiter konnte in einen umliegenden Markt übernommen werden“, so Possler. Für einen zweiten Kollegen sei das ebenfalls geplant. Eine Beschäftigte sei bereits gegangen.

Den übrigen droht die Arbeitslosigkeit. Als Grund für die Schließung nannte der Geschäftsführer eine seit Jahren zurückgehende Zahl von Kunden und den damit verbundenen Umsatzrückgang.

Possler sieht die Verkaufsräume selbst als einen der Gründe dafür: „Die Fläche ist mit den Jahren wahrscheinlich (...) zu unattraktiv und für unsere Zwecke auch zu klein geworden.“

Geschäftsleitung: Räume zu unattraktiv

Um dem entgegenzusteuern hat die Firma eigenen Angaben nach vor zwei Jahren versucht, mit dem Vermieter über eine Renovierung und grundlegende Revitalisierung des Standortes zu verhandeln. „Leider konnten wir diesbezüglich keine Einigung herbeiführen“, so Possler.

Den Markt in Hohenstücken gibt es seit dem 21. März 1996. In Spitzenzeiten waren zehn Männer und Frauen dort beschäftigt. Mit dem Standort Brandenburg inbegriffen betreibt die Firma 59 Filialen auf gut 180.000 Quadratmetern Fläche. 2018 lag die Zahl der Mitarbeiter bei rund 950 Männern und Frauen.

Standorte gibt es in Niedersachsen und allen ostdeutschen Ländern mit Ausnahme von Berlin. Im Land Brandenburg betreibt der Sonderposten-Anbieter derzeit 15 Märkte. In der Region sind das Geschäfte in Nauen und Bad Belzig.

Kunden reagieren bestürzt

Das Angebot ist seit Tagen bereits reduziert. „Es ist immer traurig, wenn ein Geschäft schließt und ich habe das Gefühl, das sind in den vergangenen zwei Jahre doch recht viele“, sagt die 40 Jahre alte Erzieherin Berit Regenberg.

„Es ist schade, dass der Markt schließt“, sagt eine 64-jährige frühere Verwaltungsangestellte. „Ich muss noch mal schauen, ob ich etwas finde“, fügt die Brandenburgerin und schiebt den Einkaufswagen in den Markt. Dort herrscht reger Andrang. Ein Mitarbeiter möchte sich zur Schließung nicht äußern, verweist auf die Geschäftsführung.

„Ich bin überrascht, dass Repo schließt“, sagt der Kunde Dirk Zöllner. „Ich habe hier oft Gartenzubehör gekauft. Ich finde, es ist ein Verlust, ich habe hier etliche Male eingekauft. Es ist schade.“ Im Sortiment hat Repo Hauswarenartikel, Pflanzen und Gartengeräte, Kleinmöbel und einige Lebensmittel.

Von Marion von Imhoff

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