Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Rettungsdienste wollen wieder in den Ring
Lokales Brandenburg/Havel Rettungsdienste wollen wieder in den Ring
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:52 23.11.2017
Rettungsfahrzeuge aus Potsdam-Mittelmark im Einsatz bei einem Unfall auf der B102-Umgehungsstraße bei Dahnsdorf     Quelle: Thomas Wachs
Mittelmark

Die mehrheitlich vom Kreistag abgelehnte Kommunalisierung des Rettungsdienstes ist von den derzeitigen Leistungserbringern mit Erleichterung aufgenommen worden. „Wir sind froh, dass es wieder eine Ausschreibung geben wird. Selbstverständlich werden wir uns dem Verfahren stellen“, sagte Rald Boost vom Regionalverband der Johanniter in Potsdam-Mittelmark-Fläming in dieser Woche vor dem Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Verkeh

r des Kreistages.

Auch das Deutsche Rote Kreuz will über das Jahr 2018 hinaus zu den Dienstleistern in Potsdam-Mittelmark gehören. Wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Potsdam/Zauch-Belzig, Wolfgang Klamt, bekräftigte, wolle seine Hilfsorganisation die Zusammenarbeit mit dem Landkreis gerne fortführen. Klamt empfahl den Ausschussmitgliedern in der Ausschreibung bei den Bewerbern auf ein Qualitätsmanagement zu drängen, um das hohe fachliche Niveau des Rettungsdienstes auch in Zukunft zu gewährleisten.

Keine Bange vor Ausschreibung

Alle drei derzeit in Potsdam-Mittelmark tätigen Dienstleister bedienen sich zertifizierter Gesellschaften, die seit Jahren in ein innerbetriebliches Qualitätsmanagement investieren. Dazu gehört auch die Firma Promedica, deren Geschäftsführer Siefke Tammen erklärte, dass ihm vor einer Neuausschreibung nicht bange sei. Diese könne der gemeinsamen Arbeit sogar einen neuen Schub verleihen, so Tammen. Bis Ende 2018 ist der Rettungsdienst vertraglich auf die jetzigen Leistungserbringer aufgeteilt. Im Rahmen einer Neuausschreibung könnten die Karten ab 2019 neu gemischt werden.

Ralf Boost, Regionalvorstand Johanniter Potsdam-Mittelmark-Fläming Quelle: Victoria Barnack

Im Vorfeld waren Stimmen im Kreistag laut geworden, die eine Kommunalisierung des Rettungsdienstes ins Spiel brachten. Eine Alternative, die die Bildung einer kreiseigenen Gesellschaft zur Folge hätte. Mit dieser von den Linken und den Bündnisgrünen eingebrachten Vorstellung mochte sich allerdings eine Mehrheit der Abgeordneten insbesondere von SPD, CDU, Freie Bürger und Bauern sowie FDP/BiK-BiT nicht anfreunden (MAZ berichtete).

Aus fachlicher Sicht bescheinigte der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Matthias Klebe, dem Personal und der Technik aller Dienstleister einen hohen Standard. „Wünsche gibt es immer. Aber wir wissen, dass sich nicht alles von heute auf morgen anschaffen und umsetzen lässt“, so Klebe, der eine halbe Stelle für die fachliche Betreuung des Rettungsdienstes zur Verfügung hat. Die andere Hälfte seiner Arbeitszeit ist er Oberarzt an der Klinik für Chirurgie am Potsdamer St.-Josefs-Krankenhaus.

Personalgewinnung ist ständige Aufgabe

Zu den wichtigsten Errungenschaften 2017 zählt Klebe die identische Ausstattung aller Rettungsfahrzeuge. Unabhängig vom Wachenstandort und Betreiber kann sich das Personal darauf verlassen, dass sich alle Instrumente und Materialien im Auto am selben Platz befinden. Weitere Schwerpunkte waren die Einführung einer einheitlichen Medikamentenliste und die Entwicklung eines neuen computergestützten Stichwortkataloges, der bei Anrufen in der Leitstelle die Art und Menge der nötigen Rettungsmittel aufzeigt.

Wolfgang Klamt, Geschäftsführer DRK-Kreisverband Potsdam/ Zauch-Belzig. Quelle: MAZ

In 2018 soll mit der Anschaffung von Systemen zur mechanischen Thoraxkompression für Patienten mit Herzstillstand begonnen werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Temperaturmanagement für Medikamente auf den Fahrzeugen. Als ständige Aufgabe mahnte der ärztliche Leiter die Personalgewinnung an. Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Notärzte sind knapp. In diesem Jahr sind an den Standorten Bad Belzig, Lehnin und Treuenbrietzen neue Standortleiter, die den Rettungsdienst vor Ort koordinieren, zu berufen.

In Potsdam-Mittelmark verteilen sich auf die Johanniter, das DRK und Promedica 14 Rettungswachen. Von dort sollen Notfallpatienten in spätestens 15 Minuten erreicht werden.

Von Frank Bürstenbinder

An diesem Donnerstag eröffnen Marcus Schmidt und Lebenspartnerin Elke Hildebrandt das Cafe und Bistro „Elmar“ in der Schlossstraße 37 in Ziesar. Fast zwei Jahre war das Lokal zuletzt nicht mehr genutzt worden. Gäste werden nun wieder mit Eis, Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und einem kleinen Imbissangebot verköstigt.

23.11.2017

Obwohl das Mädchen erst zwölf Jahre alt ist, als Daniel B. (27) mit ihr zweimal Sex hat, erkennt ein Gericht in Brandenburg/Havel viele Milderungsgründe und schickt den Täter nicht ins Gefängnis. Einer der Gründe: Das Kind wollte, soweit sich das überhaupt sagen lässt, den Sex auch.

26.11.2017

Mit der Alten Brennerei fährt Golzow nur Miese ein. Deshalb haben die Gemeindevertreter den Verkauf des historischen Gebäudekomplexes an der Plane beschlossen. Neues gesellschaftliches Zentrum soll ein Bürgerhaus auf dem Schulgelände werden. Der Umbau des früheren DDR-Hortgebäudes ist jetzt ausgemachte Sache.

22.11.2017