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Brandenburg/Havel Rewe-Vermieter will sich gegen Edeka wehren
Lokales Brandenburg/Havel Rewe-Vermieter will sich gegen Edeka wehren
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00:17 20.07.2017
Das Saller-Grundstück mit dem Rewe-Markt liegt nur wenige hundert Meter vom geplanten neuen Einkaufszentrum entfernt. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/Havel

Ungemach droht, weil die Stadt Brandenburg/Havel das Projekt Edeka-Markt auf dem Gelände der früheren Stärkefabrik in der Neuendorfer Straße vorantreibt. Die Saller-Gruppe, die vor einigen Jahren in der früheren Kammgarnspinnerei-Fabrikgalle nur wenige hundert Meter entfernt den Einkaufmarkt gebaut und an Rewe, DM und anderen Händler verpachtet hat, will sich das Edeka-Vorhaben nicht gefallen lassen.

Das Thema ist aktuell, weil die Stadtverordneten vor wenigen Wochen den Weg frei gemacht haben für ein (Edeka-) Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von etwa 3200 Quadratmetern. Der nur etwas mehr als einen Steinwurf entfernten Rewe-Markt hatte im Mai 2011 auf dem Grundstück der ehemaligen Kammgarnspinnerei. Dieser Einkaufsmarkt hat 1550 Quadratmetern Verkaufs- und 500 Quadratmeter Nebenfläche.

Zwei Märkte auf engem Raum – das geht nicht

„An unserer Haltung hat sich nichts geändert“, teilt Andreas Barth mit, der bei der Saller Gewerbebau in Weimar für Projektentwicklung und Expansion verantwortlich ist. Noch ehe Rewe realisiert wurde hatte Investor Josef Saller im Jahr 2010 deutlich betont, dass es nur einen Supermarkt in der Neuendorfer Straße geben könne.

Zwei Vollsortiment-Märkte auf so engem Raum könnten nicht überleben, sagte er und kündigte an, gegen die Konkurrenz juristisch zu Felde zu ziehen. Die Edeka-Ansiedlung am Zentrumsring war damals bereits längst in der Diskussion, auch wenn sie viele Jahre lang im Rathaus eher blockiert als forciert wurde. Saller empfahl dem Edeka-Projektentwickler Isarkies frühzeitig, er solle sich um alternative Nutzungen bemühen. Schließlich sei der Wettbewerb sonst für beide Seiten ruinös.

„Wir werden uns mit allen Mitteln wehren!“

Da es sich um sein Investment handele, werde er nichts unversucht lassen, den Ausbau der Stärkefabrik zu verhindern, sagte Josef Saller unmissverständlich. Seine damalige Ankündigung: „Wir werden uns mit allen Mittel wehren!”, gilt noch immer. Im nun auf den Weg gebrachten Beteiligungsverfahren wird das thüringische Unternehmen Stellung zu den Plänen für die Bebauung mit einem Einkaufsmarkt nehmen, kündigt Andreas Barth an. Denn im Unterschied zur Stadt vertritt er die Auffassung, dass der Bebauungsplan für die Stärkefabrik den grundsätzlichen Festlegungen des Landesentwicklungsplanes zuwider läuft.

Im Vertrauen auf das geschützte Gebiet habe die Saller-Gruppe seinerzeit einen Haufen Geld in die Bebauung des Kammgarnspinnerei-Geländes investiert. Und sie halte an dieser Investition auch fest.

Ob die Eigentümer des Rewe-Grundstücks im Zweifel den Klageweg beschreiten werden, hängt vom weiteren Gang der Dinge ab. „Inzwischen läuft in solchen Verfahren tatsächlich mehr über die Gerichte als über Genehmigungsverfahren“, weiß der Projektentwickler der Saller-Gruppe aus Erfahrung.

Von Jürgen Lauterbach

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