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Richtkrone über dem Marienkrankenhaus

Brandenburg an der Havel Richtkrone über dem Marienkrankenhaus

Das Brandenburger Marienkrankenhaus erhält einen Anbau. An der Klinik entstehen zwei neue Stationen für demente Patienten und für die Palliativmedizin. Die Bauleute haben den Rohbau fertiggestellt. Am Freitag zogen sie die Richtkrone über das Gebäude. Bis Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Krankenhaus ist dann eineinhalb Mal so groß wie heute.

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Richtspruch und Segen für den Neubau des Marienkrankenhauses.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg/H. Der Bau geht voran, der Fertigstellungstermin zum Jahresende wird gehalten. Dann werden im Marienkrankenhaus zwei neue Stationen eröffnet – für demente Patienten und für die Palliativmedizin. 7,15 Millionen Euro investiert die Caritas-Krankenhilfe Berlin e.V. in das neue Gebäude. Zu den 90 vorhandenen Betten und den 15 Kurzzeitpflegeplätzen kommen 48 Betten hinzu – das auf geriatrische Erkrankungen spezialisierte Krankenhaus ist dann eineinhalb mal so groß wie heute. „52 Betten sind uns per Krankenhausplan zugesprochen worden, wir richten vorerst zwei mal 24 Plätze ein“, sagt Verwaltungsleiterin Beate Olschak. Zimmermann René Kämpfe von O & F Bau hat am Freitagmittag den Richtspruch gehalten, Pfarrer Matthias Patzelt segnete den Bau, die Beteiligten, Mitarbeiter und Patienten, die Diskussionen bei der anschließenden kleinen Feier gingen schon wieder in die Zukunft.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann sprach intensiv mit Chefärztin Katrin Schumann, schließlich werden 40 bis 50 neue Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger gebraucht. „Wir werden uns demnächst treffen und darüber diskutieren, wie wir über die einzelnen Einrichtungen hinweg gemeinsam Personal ausbilden können.“ Dietlind Tiemann ist zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates im Städtischen Klinikum. Seit mehreren Jahren gibt es eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Häusern. Die Klinik Service Center GmbH KSC erledigt im Marienkrankenhaus die Reinigungsarbeiten und versorgt Patienten wie Mitarbeiter mit Essen. Technikchef Georg Riethmüller mit seinem Bauteam koordiniert und überwacht nicht nur alle Bauarbeiten am Klinikum, sondern auch am Marienkrankenhaus.

„Ähnliche Modelle können auch bei der Ausbildung gelingen, ähnlich dem Vorbild der Firma Spema, die junge Menschen in metallverarbeitenden Berufen ausbildet“, sagt die Oberbürgermeisterin. Es gebe immer fragende Mienen, wenn es um die Kooperation zwischen einer städtischen und einer katholischen Einrichtung gehe, doch könne man immer einen Weg finden. „Wir haben seit zwei Jahren auch erfolgreich den Ausbildungszweig Altenpflege an der Medizinischen Schule etabliert, bei unseren Gesprächen wollen wir ausloten, wie weit wir uns gegenseitig unterstützen können. Es soll mit den beiden Häusern begonnen werden, wird es erfolgreich, bieten wir Kooperationen auch den anderen Kliniken an.“

Sie habe in den 13 Jahren ihrer Amtszeit viele Bauten am Klinikum und am Marienkrankenhaus wachsen sehen, die Kooperation sei relativ schnell entstanden, als das Land in seinen Krankenhausplänen die Bettenzahl reduzieren wollte, habe man gemeinsam entschieden, dass sich das Marienkrankenhaus auf Geriatrie spezialisiere und es sei dann „ordentlich und überlegt gewachsen“.

Dass kann man auch für den Neubau sagen, der vom Berliner Büro Nickl & Partner entworfen wurde. Er schließt sich nahtlos an den vorhandenen Gebäudetrakt an, hat einen begrünten Lichthof, so dass alle Zimmer Tageslicht haben. Nach außen sind in jeder Etage zwölf Patientenzimmer angeordnet, die Dienstzimmer sind zum Inmnenhof ausgerichtet. In beiden Stationen gibt es einen hellen Tagesraum mit bodentiefen Fenstern. Von dem frei stehenden kubischen Bau führt ein gläserner Gang ins Haupthaus.

Von André Wirsing

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