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Riesen-Run auf „Hier in Branne“-Kalender

Brandenburg an der Havel Riesen-Run auf „Hier in Branne“-Kalender

Nach einem Jahr Pause bringt der Brandenburger Hobby-Künstler Robert Heimann wieder einen Kalender mit seinen beliebten gezeichneten Stadtansichten heraus. Für sein neuestes Werk hat sich der 31-Jährige diesmal besonders viel Zeit genommen. Die Brandenburger danken es ihm – es wird nicht mehr lange dauern, bis „Hier in Branne 2017“ ausverkauft ist.

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Die Liebe zur Heimat hat Robert Heimann einst dazu inspiriert, sie in Bildern festzuhalten.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Nach einem Jahr Pause bringt der Brandenburger Hobby-Künstler Robert Heimann wieder einen Kalender mit seinen beliebten gezeichneten Stadtansichten heraus. Für sein neuestes Werk hat sich der 31-Jährige diesmal besonders viel Zeit genommen. Mehrere Monate lang ist Heimann auf Streifzug durch seine Heimatstadt gegangen, hat sich Tipps eingeholt, Gebäude fotografiert und sich zu Hause an den Zeichentisch gesetzt.

20 Arbeitsstunden stecken insgesamt hinter jedem neuen Werk, schätzt Heimann. Ein Kraftakt selbst für einen jungen und dynamischen Mann, der beruflich als Architekt täglich nach Berlin pendelt und von dieser Aufgabe sehr gefordert wird. „Zeit fürs Zeichnen bleibt da meist nur in der Nacht oder an den Wochenenden“, sagt der Künstler.

Das Motiv „Domlinden“ hat Eingang in den 2017er Kalender gefunden

Das Motiv „Domlinden“ hat Eingang in den 2017er Kalender gefunden.

Quelle: privat

Seine Bilder entstehen im heimischen Büro seit jeher auf gestärktem Kartonpapier – mit schwarzen Tintenstiften für die Umrisse und Pigmentbuntstiften für die kolorierten Flächen. Angefangen herumzuprobieren hat er mit dieser Art des Zeichnens schon während seines Architekturstudiums in Potsdam vor acht Jahren.

Der Heimat immer treu geblieben

Seit 2012 lässt er auch die Brandenburger an den bunten Bildern von ihrer Stadt teilhaben. Ein Freund sah die Zeichnungen in den Skizzenbüchern und ermutigte Robert Heimann zur Veröffentlichung. Es entstand ein Kontakt zum Café Coffee Corner, dort hängen die Werke nun bereits seit vier Jahren. In diesen Tagen kommen neue und bisher noch nicht gezeigte dazu.

Im Laufe der Jahre hat sich der Stil des Künstlers weiterentwickelt. Das wird deutlich beim Vergleich der älteren mit den neueren Werken. Aus den skizzenhaften Bildern der Anfangstage sind heute detaillierte und feiner gezeichnete Werke geworden. „Irgendwann habe ich für mich festgestellt, dass ich die Dinge auf meinen Bildern klarer darstellen möchte“, sagt Heimann dazu und verknüpft den bewussten Wandel mit einem hohen Anspruch an sich selbst. „Ich möchte meinen Stil perfektionieren.“

Der Stil hat sich im Laufe der Zeit entwickelt

Die Motive gehen ihm dabei auch künftig nicht aus, ist er überzeugt. Anfragen für ähnliche Projekte in Potsdam oder Berlin seien in den Jahren immer mal wieder herein geflogen. Heimann hat sie alle abgelehnt, denn: „Ich bin mit Brandenburg noch nicht fertig“, sagt der heimatverbundene 31-Jährige und meint das genau so, wie er es sagt. „Ich habe mich bewusst für die Stadt entschieden, weil ich die Entwicklung in Brandenburg sehe und sie darstellen möchte.“

Vieles habe sich baulich in der Stadt zum Guten gewendet, die Entwicklung mancher Straßenzüge sei erstaunlich. „Da ich nun schon so lange zeichne, könnte ich mittlerweile von vielen Gebäuden Vorher-Nacher-Bilder anfertigen“, sagt er.

Neuer Kalender wird bald ausverkauft sein

Robert Heimann ist ein Brandenburger Jung und will, dass das für immer so bleibt. Er ist es auch in der Zeit stets geblieben, in der er seinen Lebensmittelpunkt zunächst nach Potsdam und später nach Berlin verlegte. Mit seinen Zeichnungen trifft er einen Nerv – gerade bei den jungen Menschen in der Stadt. Seine Werke haben auch einen nicht zu unterschätzenden Wert in der Identitätsbildung junger Leute und dem vielen vertrauten Gefühl von Heimweh. Ein Blick auf seine Facebook-Seite beweist das. Viele Menschen, die Brandenburg verlassen haben, haben heute „einen echten Heimann“ über ihrer Wohnzimmer-Couch hängen – und holen sich, ob in Hamburg, Dortmund, Paris oder Mailand, so ein bisschen „Branne“ ins Heim. Umso enttäuschter waren die Reaktionen, als er im Vorjahr keinen Kalender veröffentlichte.

Auf die vielen positiven Reaktionen ist der Künstler auch ein kleines bisschen stolz. Deshalb hat sich Heimann diesmal auch wieder breit schlagen lassen. Als neue Motive haben die Johanniskirche und die Werft Eingang in den Kalender gefunden. 500 Kalender für 2017 sind gedruckt und bereits im Verkauf, nur noch wenige Dutzend sind erhältlich. Auch die Brandenburger sind scheinbar noch nicht fertig mit ihrer Stadt.

Zu kaufen gibt es den Kalender „Hier in Branne 2017“ für 19,50 Euro u.a. in der MAZ-Ticketeria in der Sankt-Annen-Galerie und auf Roberts Heimseite im Netz – hier gibt es auch die Möglichkeit, sich das gute Teil zusenden zu lassen.

Von Annika Jensen und Philip Rißling

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