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Robert Langer ist einer der besten Pauker im Land

Brandenburg an der Havel Robert Langer ist einer der besten Pauker im Land

Als einer von 19 Lehrern im Land Brandenburg wurde Robert Langer vom von Saldern-Gymnasium mit dem diesjährigen Brandenburgischen Lehrerpreis ausgezeichnet. Besonders seine Arbeit mit der Computertechnik macht ihn so bekannt wie einen bunten Hund an seiner Schule. Doch das ist längst nicht alles.

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Robert Langer ist Lehrer am von Saldern-Gymnasium.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Er steht nicht gern im Mittelpunkt, sagt er. Und das glaubt man ihm sofort. Entspannt sitzt Robert Langer im Coffee Corner und erzählt zurückhaltend von den vergangenen Tagen. Denn da entkam er dem Mittelpunkt nur schwer.

Der 30-jährige Physik- und Informatiklehrer am von Saldern-Gymnasium wurde in dieser Woche nämlich mit dem Brandenburgischem Lehrerinnen- und Lehrerpreis ausgezeichnet. Den Preis erhalten Lehrer, die sich in ihrer Schule weit über den normalen Unterricht hinaus engagieren. Zwei Pädagogen waren in Brandenburg an der Havel nominiert. Sei beide traten auf die Bühne in der Staatskanzlei. Am Ende nahm er den Preis von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bildungsminister Günter Baaske entgegen. „Schon die Nominierung war für mich eine Ehre bei den Hunderten von Kollegen in der Stadt“, sagt Langer. „Ich habe aber schon Bedenken, weil ich weiß, dass es Kollegen gibt, die seit mehr als 30 Jahren mehr tun als zum Job gehört und ich werde nach gerade mal zwei Jahren Berufserfahrung ausgezeichnet.“

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) überreicht den Preis an Robert Langer

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) überreicht den Preis an Robert Langer.

Quelle: Julian Stähle

Am von Saldern-Gymnasium ist er allerdings schon etwas länger in den Klassenzimmern unterwegs. Denn dort hat er auch sein Referendariat absolviert. Und so kommt er auf drei einhalb Jahre, in denen er die Schüler von sich überzeugen konnte. Die waren nämlich auch an der Entscheidung beteiligt, ihn für den Preis vorzuschlagen. Auch wenn Langer nicht weiß, wie die Teilnehmer der Schulkonferenz ihre Wahl begründeten, vermutet er, dass es an seiner Verantwortung für die gesamte Schul-IT lag. „Ich komme quasi mit allen in Kontakt, nicht nur mit meinen eigenen Schülern“, erzählt er. „Ich bin automatisch immer der Retter, auch wenn ich nichts überragendes getan habe. Aber man fühlt sich einfach wohl, wenn einem geholfen wurde.“ Er springt bei kleinen Computer-Problemen ein und betreut jede Veranstaltung technisch, auch an seinen freien Tagen. Dafür hat er zwar weniger Unterrichtsstunden, aber die Arbeit ist dadurch nicht weniger - im Gegenteil. „Wenn meine Kollegen meinen Stundenplan sehen, wünschen sie sich auch so wenige Stunden, wirklich tauschen möchte aber niemand“, sagt er und lacht.

Er vermutet, dass es im Umkehrschluss diese Arbeit mit der Schul-IT war, die eben keinen anderen Lehrer auf die Nominiertenliste brachte. „Es gibt sicher Kollegen, die mehr geleistet haben als ich, aber wenn sie ausschließlich unterrichten und nicht mit so vielen Schülern wie ich in Kontakt kommen, gibt es grundsätzlich auch weniger Schüler, die zu schätzen wissen, was diese Kollegen leisten.“

Die große Verantwortung für die IT in seiner Schule war nicht wirklich geplant. Der Brandenburger wollte zwar immer Physik studieren. „Informatik habe ich aber dazu gewählt, weil ich ein zweites Fach brauchte.“ Und auch der Lehrerberuf war nicht immer sein erster Wunsch. Direkt nach dem Studium an der Potsdamer Universität arbeitet erst einmal ein Jahr als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Physik. „Ich wollte in der Wissenschaft bleiben und promovieren, aber mit den Forschungsgeldern ist das immer so eine Glücksache.“ Die Entscheidung für den Pädagogenjob scheint er nicht zu bereuen. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir großen Spaß. Und dass sie am Endes des Tages aus der Schule gehen und etwas gelernt haben, ist mein großer Antrieb.“

Seine Freude für den Beruf spüren offenbar auch die Schüler. Eine von ihnen kellnert an diesem Vormittag zufällig im Coffee Corner, Franziska Seide (18) macht diesen Sommer ihr Abitur und hatte ihn als Vertretungslehrer. „Er ist schon ein cooler Lehrer. Sein Unterricht ist entspannt und er hat immer was witziges zu sagen.“

Für Robert Langer ist die Auszeichnung ein weiteres Highlight der vergangenen 12 Monate. Er hat seine Jugendfreundin geheiratet und ist seit sieben einhalb Monaten Vater. „Ich habe schon zu meiner Frau gesagt: ’Hoffentlich kommen mal wieder ruhigere Zeiten’.“

Von Annika Jensen

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