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Rogäsen: Erst Molkerei, dann Waffelfabrik

Produktion auf dem Land Rogäsen: Erst Molkerei, dann Waffelfabrik

Wer in Rogäsen (Potsdam-Mittelmark) zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann des Öfteren einen süßlichen Duft wahrnehmen, der ab und an in der Luft liegt. Liebhaber von frischen Waffeln erahnen, dass hier Backwerk im großen Stil produziert wird. Und wenn der Wind günstig steht, reicht dieser verlockende Duft sogar bis Zitz.

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Die Rogäsener Waffelproduktion.

Quelle: Foto: S. Zimmermann

Rogäsen. Wer in Rogäsen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann des öfteren einen süßlichen Duft wahrnehmen, der ab und an in der Luft liegt. Liebhaber von frischen Waffeln erahnen, dass hier Backwerk im großen Stil produziert wird. Und wenn der Wind günstig steht, reicht dieser verlockende Duft sogar bis Zitz. Seit 1991 produziert die Firma Stenger Waffeln in Rogäsen im alten Gebäude der ehemaligen Molkerei verschiedene Eiswaffeln und anderes Gebäck.

Am 1. November 1902 wurde die Dampfmolkerei Zitz-Rogäsen in Betrieb genommen und mit der Verarbeitung der im Fiener Bruch erzeugten Milch begonnen. Gutsbesitzer, Groß- und Kleinbauern aus den Dörfern Viesen, Rogäsen und Zitz gründeten diese Dampfmolkerei als eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung. Produziert wurde bis 1960 und der Standort danach als Milchsammel- und Kühlstelle für die VdgB-Molkereigenossenschaft Brandenburg (Havel) genutzt. Am 31. Mai 1971 stellte die Molkerei endgültig ihren Betrieb ein. Ein Jahr später ist nach erfolgten Umbau ein Zweigbetrieb des Konsum-Waffelspezialbetriebes Brandenburg eröffnet worden. Das Aus für die Konsü-Waffel kam mit im Wendeherbst 1989 und dieser Betrieb wurde geschlossen.

Stenger übernahm im Jahr 1991

Einen langen Leerstand gab es in dem damals mehr als 80 Jahre alten Gebäude allerdings nicht, denn die Firma Stenger übernahm 1991 diese Produktionsstätte und investierte. So ist zum Beispiel die Produktionshalle mit den beiden markanten Silos gebaut worden. Inzwischen hat die von Jörg Stenger geleitete Waffelfabrik auch Standorte im ehemaligen Quelle-Lager in Bücknitz und in der alten Steinberger Molkerei. Von den etwa 100 Mitarbeitern werden im Zweischichtsystem Eiswaffeln und anderes Gebäck hergestellt.

Viele Männer und Frauen aus den umliegenden Orten haben dort Arbeit gefunden. Dazu gehört Produktionsleiter Silvio Mehlhaase aus Zitz. „Stenger Waffeln gehört mit zu den größten Arbeitgebern in unserer ländlichen Region. Wir können nach 25 Jahren sagen, dass unser Betrieb ein sicherer Wirtschaftsstandort ist.“ Mehlhaase hatte als technischer Angestellter begonnen und sich weiterqualifiziert. „Wenn es nötig ist, packe ich in der Produktion auch mit an“, so der 42-Jährige. Das umfangreiche Sortiment, das zum Teil auch im Werkstattverkauf angeboten wird, reicht vom Hörnchen bis zum Waffelbecher, sogar glutenfreie Waffeln kommen aus Rogäsen.

Von Sivlia Zimmermann

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