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Brandenburg/Havel Rogäsener Kirche bald wieder mit Dach
Lokales Brandenburg/Havel Rogäsener Kirche bald wieder mit Dach
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00:44 25.07.2015
Die Arbeiten an der Rogäsener Kirche ohne Dach sind angelaufen. Sie erhält wieder eins. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Rogäsen

Das Gerüst steht. Timpe-Zimmerer aus Lütte sind angerückt und bereiten die Dachkonstruktion vor. Handwerker der Brandenburger Sanierungsfirma Altenkirch und Tomaschewski haben mit dem Sichern der Mauerkrone begonnen. Die Rogäsener Kirche bekommt wieder ein Dach. 1978 war es nach Aufforderung der staatlichen Bauaufsicht abgetragen worden, weil sich der echte Hausschwamm ausgebreitet hatte. Zum Schutz der Mauerkrone war damals eine Betonschicht aufgebracht worden. Seitdem ist die im Kern mittelalterliche Feldsteinkirche eine Ruine.

Gesamtkosten: 160.000 Euro

Nach der Turmsanierung vor zwölf Jahren, geht es jetzt mit dem Dach weiter. Möglich wird dies, weil das denkmalgeschützte Rogäsener Bauwerk 96.000 Euro Fördermittel aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundesministeriums für Kultur und Medien erhalten hat. Die damalige CDU-Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff hatte sich dafür stark gemacht. Die Gesamtkosten für Dachkonstruktion und Eindeckung mit naturroten Biberschwanzziegeln liegen bei rund 160.000 Euro. Im Innern wird keine Decke eingezogen, sondern der Dachraum bleibt offen. Die Differenz wird aus Mitteln des Staat-Kirche-Vertrages, des Kirchenkreises Elbe-Fläming, der Unteren Denkmalschutzbehörde, der Kirchengemeinde und aus Spenden getragen. „Wenn das Dach drauf ist, können wir zufrieden sein, dass das Kulturgut nicht weiter verfällt“, sagt die Brandenburger Architektin Heidrun Fleege. Ihr liegt diese Kirche als gebürtige Rogäsenerin besonders am Herzen, denn sie wurde hier getauft und konfirmiert.

„ Mörtelfugen sind stark ausgewaschen. Sie müssen erneuert und teilweise im Mauerwerk neu verpresst werden“, erklärt Fleege. Dafür dass Langhaus und Chor fast 40 Jahre kein Dach hatten, sei der Zustand aber erstaunlich gut. An Innenwänden seien sogar noch Reste der mittelalterlichen Farbfassung erhalten. Grundlage für die jetzt anlaufenden Maßnahmen, die das Architekturbüro Fleege und Oeser betreut, sind neben Bestandsaufnahmen von 2003, eine bauhistorische Untersuchung und ein restauratorisches Gutachten. Im Zuge der Arbeiten wird zwischenzeitlich das Dach von der Apsis genommen, um zu gucken wie die Beschaffenheit der Konstruktion darunter ist. Die Fensteröffnungen im Schiff erhalten Notverschlüsse, doch Fleege würde sich zeitnah neue Fenster und ein Sichern der mittelalterliche Befunde im Innern wünschen.

Rund 800 Jahre alt

Das Rogäsener Gotteshaus ist im 13. Jahrhundert in zwei Bauphasen als Feldsteinkirche errichtet worden. Um 1680 wurden die vorher kleinen romanischen Fenster vergrößert und der Chor verlängert. 1897 sind die Apsis angebaut und der Fachwerkturm mit Mauerwerk verkleidet worden.

„Es geht darum, die Bausubstanz vor dem weiteren Verfall zu retten und für spätere Generationen zu sichern“, betonen die Architektin und Pfarrer Holger Zschömitzsch. Im Innern werde die Kirche, die „kulturell-religiös“ genutzt werden soll, einen maroden Charme haben und ihre unterschiedlichen Bauphasen ablesbar sein. „Wir sind froh, dass sie wieder ein Dach erhält, denn es war eine lange Vorarbeit nötig“, so Kirchenälteste Christina Wartenberg , die auch im Rosenauer Gemeinderat sitzt. Über eine detaillierte Nutzung werde noch entschieden.

Von Claudia Nack

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