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Rolle rückwärts: Erstaufnahme kommt nicht

Flüchtlinge in Brandenburg Rolle rückwärts: Erstaufnahme kommt nicht

Für das Unterbringen von Flüchtlingen und Asylbewerbern muss die Stadt Brandenburg keine Notunterkünfte mehr herrichten, wahrscheinlich gibt es auch keine Erstaufnahmestelle am Wiesenweg. Das sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) am Mittwochabend überraschend vor den Stadtverordneten.

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Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU).

Quelle: dpa-Zentralbild

Brandenburg/H. Für das Unterbringen von Flüchtlingen und Asylbewerbern muss die Stadt Brandenburg an der Havel keine Notunterkünfte mehr herrichten. Wahrscheinlich gibt es auch keine Erstaufnahmestelle am Wiesenweg. Das sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) am Mittwochabend vor den Stadtverordneten.

„Im ersten Quartal haben wir 103 Personen zugewiesen bekommen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es insgesamt 758.“ Auch wenn der Jahresbeginn 2016 ein Reduzieren der Zuweisungszahlen erkennen lasse, Pläne die Verwaltung vorsichtig auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Unterbringungssituation habe sich entscheidend entspannt durch die Inbetriebnahme der ehemaligen Rolandkaserne zum 1. März. Dort sind im ersten von drei Wohnblocks 280 Menschen untergebracht, für 320 Menschen wäre Platz. Zum 1. April wird das zweite Wohnhaus mit ebenfalls 320 Plätzen betriebsbereit übergeben, „so dass wir die in den nächsten Monaten uns zugewiesenen Menschen geordnet unterbringen können“.

Voll belegt ist derzeit die Gemeinschaftsunterkunft in der Flämingstraße mit 276 Plätzen, in der Fohrder Landstraße sind 100 von 125 Plätzen belegt. Unter den Flüchtlingen und Asylbewerbern sind derzeit insgesamt 195 Kinder und Jugendliche, die meisten im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Für sie gibt es Vorbereitungsklassen in der Gebrüder-Grimm-Schule, in der Konrad-Sprengel-Schule, in der Nicolaischule und im Oberstufenzentrum Gebrüder Reichstein mit jeweils 14 bis 17 Schülern. In der Otto-Tschirch-Schule werde bei Bedarf ebenfalls eine Vorbereitungsklasse eingerichtet.

Die auf dem ehemaligen Buga-Parkplatz am Wiesenweg geplante Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Leichtbauhallen mit etwa 700 Plätzen Kapazität wird voraussichtlich nicht kommen. Andreas Keinath, Referatsleiter im Innenministerium, hat diesbezüglich an den Beigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke) geschrieben: Man führe das Planungsverfahren zwar fort und sichere den Standort baurechtlich. Doch plane das Land mit einem anderen Außenstandort für eine Erstaufnahmeeinrichtung - nämlich die ehemalige Barnimkaserne in Straußberg.

Von André Wirsing

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