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Brandenburg/Havel Rotkäppchen-Sekte im Nahmitzer Wald
Lokales Brandenburg/Havel Rotkäppchen-Sekte im Nahmitzer Wald
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17:12 06.02.2018
Julius und Kathrin Rudolph mit ihrem Handwagen voll mit leeren Sektflaschen, die Unbekannte im Nahmitzer Wald entsorgt hatten. Quelle: Bodo Rudolph
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Nahmitz

Unbekannte Umweltsünder haben über 100 leere Sektflaschen im Wald zwischen Nahmitz und Lehnin entsorgt.

Nabu-Regionalvorsitzender Bodo Rudolph machte das jetzt öffentlich und spricht von einer „Sekt-Sekte“. Er und seine Familie mit Sohn Julius und Ehefrau Kathrin sind am Wochenende mit einem großen Handwagen in den Wald gezogen und haben bereits die Hälfte der Flaschen eingesammelt. „Ehrenamtlich und ohne Sektgenuss, dafür aber mit einem großen Wagen“ haben sie am Samstag den Wald von dem Unrat befreit, wie Rudolph der MAZ berichtet.

Der Glasmüll füllte nach einer Stunde schon den gesamten Handwagen und einen großen Eimer. Für seinen Sohn hat er den „Ferienjob Sektflaschen einsammeln“ ausgerufen. „Eine weitere Aktion wird folgen“, kündigt Bodo Rudolph an.

„Nun muss der Sekt-Sekte nur noch klar gemacht werden, dass der Wald kein Flaschencontainer ist. Den gibt’s auch in Nahmitz und da müssen die Flaschen hin.“ Der Nabu-Chef ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf: „Wer ein Sekt(en)mitglied kennt, möge ihm berichten, wo die Nahmitzer Flaschencontainer stehen!“ Weil fast alle Sektflaschen von der Marke Rotkäppchen sind, nennt Rudolph die Umweltsünder scherzhaft die „Rotkäppchen-Sekte“ und wendet sich mit einem Appell direkt an die offenbar zahlreichen Sekttrinker des Gelages.

Tatsächlich sind die Wälder auch im Umfeld der Autobahnabfahrt Netzen häufig mit Müll, Unrat und Fäkalien beschmutzt. Es ist ein lange bekanntes Problem. Immer wieder fahren Verkehrsteilnehmer von der Autobahn ab und erleichtern sich an den Waldwegen und entsorgen zugleich auch ihren Müll.

Woher die Flaschen in dieser großen Zahl stammen, ist völlig offen. Möglicherweise hat der Gastgeber einer Party schicht seinen Müll im Wald abgekippt. Rudolph vermutet sogar, dass die Flaschen vor Ort im Wald getrunken worden sind. „Es lagen ja auch überall noch die Plastikkorken herum.“ Auch die kleinen Drahtkörbe für die Korken waren im Wald verstreut. Eine Gefahr für Wild, das sich darin verfangen kann. Im Sommer könnten das Glas nach intensiver Sonneneinstrahlung Waldbrände verursachen, warnt Rudolph. Aufgefallen war der Unrat der Familie bei Spaziergängen. „Auch meinen Sohn hat es motiviert, durch das Sammeln die Umwelt wieder etwas schöner zu machen“, sagt Rudolph, der hauptamtlich Leiter des Jugendamtes Potsdam-Mittelmark ist.

Von Marion von Imhoff

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