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Brandenburg/Havel Rotscherlinde: Park and Ride vs. Wildparkerei
Lokales Brandenburg/Havel Rotscherlinde: Park and Ride vs. Wildparkerei
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02:15 28.02.2016
Bäume an der B 102 machen Platz für Mitfahrerparkplatz. Quelle: Claudia Nack
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Krahne

Im kleinen Rotscherlinde herrschte in dieser Woche reichlich Betriebsamkeit. Gemeint ist nicht der Verkehr auf der B 102, denn der rollt immer lang hin. Männer der Baum & Park Landschaftsbau GmbH Potsdam haben im Auftrag des Kreisstraßenbetriebes rund 190 Robinien und Ahorne mit einem Stammumfang bis zu 50 Zentimetern gefällt, um Baufreiheit für den schon länger geplanten Mitfahrerparkplatz (Park and Ride) zu schaffen. Solche Fällungen müssen aus artenschutzrechtlichen Gründen in der vegetationslosen Zeit bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Eigentlicher Bauherr ist der Landesbetrieb Straßenwesen (LSB) mit Sitz in Potsdam, der mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark eine Vereinbarung zur Umsetzung dieser Maßnahme abgeschlossen hat. „Die Entwurfsplanung soll bis Mitte März fertig sein“, sagt Jörg Schadow vom Kreisstraßenbetrieb der MAZ. „Daran schließt sich die Ausführungsplanung an.“ Beauftragt sei das Ingenieurbüro Provia aus Beelitz. Der genaue Baubeginn stehe noch nicht fest. „Es soll aber in diesem Jahr passieren.“

LSB ist der Bauherr

Auf dem 1550 Quadratmeter großen Areal sind 45 Autostellplätze in Asphalt vorgesehen, davon zwei behindertengerechte. In Absprache mit der Gemeinde Kloster Lehnin sollen außerdem Radfahrerbügel für vorerst zehn Velos aufgestellt werden. „Bei Bedarf können sie aber jederzeit nachgerüstet werden“, sagt LSB-Mitarbeiterin Beate Schelosky. Wegen der Versiegelung wird es Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen geben. Sie geht davon aus, dass die Arbeiten im Sommer starten.

Die Kostenschätzung für den aus Bundesmitteln finanzierten Mitfahrerparkplatz liegt bei etwa 160 000 Euro. Damit will man den Umstieg der Pendler von Auto zu Auto oder in den Bus in geordnete Bahnen lenken und der seit Jahren praktizierten Wildparkerei ein Ende setzen. Mit dem ortsansässigen Transportunternehmer, dem diese Fläche gehört sei ein Bauerlaubnisvertrag abgeschlossen worden, um beginnen zu können. Nach Abschluss der Maßnahme werde sie in Bundeseigentum überführt.

160.000 Euro Kosten

„Wir sind froh, dass der P+P -Parkplatz als einer der ersten in der Region in Angriff genommen wird, denn er trägt zur Verbesserung der Infrastruktur und des Ortsbildes bei“, freut sich Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm. Außerdem hätten auch radelnde Touristen und Schüler, die mit dem Drahtesel zum Bus müssen, eine vernünftige Abstellmöglichkeit. Kreykenbohm bezeichnet dieses Vorhaben als „Gemeinschaftsprojekt von Land, Kreis und Gemeinde.“

Auf das Bundesförderprogramm aufmerksam geworden, hatte Kloster Lehnin vor zwei Jahren beim Land den Vorstoß unternommen und so einen Platz angeregt. „Während die einen das Geld geben, die anderen bauen, werden wir ihn als Gemeinde über den Bauhof unterhalten“, so Kreykenbohm.

Von Claudia Nack

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