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Ruhe für Großstadtgeplagte

Spätsommerfest in Götz Ruhe für Großstadtgeplagte

Jazzmusik untermalte das entspannte Zusammenkommen der Gäste beim Spätsommerfest in Götzer Berge. Zum achten Mal wurde das weitläufige Gelände an der Bergstraße vom Landwerk Götzer Berge am Wochenende mit kleinen Programmpunkten belebt, die für Besucher jeden Alters die Chance zum Mitmachen, Zuhören und Lernen boten.

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Jean-Marie Duhr las in toller Atmosphäre vor dem alten Wasserturm.

Quelle: Christine Lummert

Götz. Jazzmusik untermalte das entspannte Zusammenkommen der Gäste beim Spätsommerfest in Götzer Berge. Zum achten Mal wurde das weitläufige Gelände an der Bergstraße vom Landwerk Götzer Berge mit kleinen Programmpunkten belebt, die für Besucher jeden Alters die Chance zum Mitmachen, Zuhören und Lernen boten. Zum ersten Mal war auch ein Abendprogramm mit der Musik der Band „Die Mädchen“ und von DJ Fog Puma geboten.

Die kleinsten Gäste konnten ihre artistische Begabung beim Balancieren auf der Slackline ausprobieren oder beim Hulahoop die Hüften schwingen. Praktische Fertigkeiten waren beim Bau von Nistkästen gefragt und kreativ austoben konnten sich die Kinder unter Anleitung beim Flechten und Weben mit Naturmaterialien oder beim Gießen und Bemalen von Gipsfiguren.

Wasserturm steht noch

Besucher, die noch nie auf dem Gelände in Götzer Berge waren, nutzen die Gelegenheit und ließen sich von Thomas Hentschel, dem Geschäftsführer der Landwerk GmbH bei einem Streifzug durch die Geschichte auf dem Gelände herumführen. „Angefangen hat das alles mal als repräsentatives Privatgrundstück eines Ziegeleibesitzers“, erklärte Hentschel. Um 1880 wurde mit dem Bau der repräsentativen Villa begonnen und danach wurde auch der weitläufige Garten in ein privates Paradies verwandelt. „Heute steht noch der Wasserturm, der in Anklängen an eine mittelalterliche Burg erinnert“, sagte Hentschel. Zu Spätsommerfest wurde diese eindrucksvolle Kulisse für eine Lesung im Grünen genutzt. Jean-Marie Duhr las aus Texten, die sich mit dem Erfolgsweg des Apfels von seinen Ursprüngen in Zentralasien bis nach Europa befassten.

„Der Wasserturm ist heute leider nur noch schöne Kulisse, genau wie die aus Kalkstein gestalteten dekorativen Wasserbecken und Wasserläufe auf dem Gelände,“ erklärte Hentschel. Die Wasserspiele lassen sich auch nicht wiederherstellen, weil das ausgeklügelte Leitungssystem zu DDR-Zeiten beim Bau eines großen Bettenhauses gekappt wurde.

Morbider Charme aus DDR-Zeiten

„Nach dem Krieg wurde die Villa als Lazarett für sowjetische Offiziere genutzt und danach zogen ein Ferienlager und die Bezirksgewerkschaftsschule Potsdam ein“, sagte Henkel. Der morbide Charme der DDR-Überbauung auf dem Gelände ist noch deutlich in der alten Gründerzeit-Villa und in den später im funktionalen DDR-Stil gebauten Häusern zu sehen. Seit vier Monaten versucht das Coconat-Team aus Berlin die Villa und die übrigen Häuser neu zu beleben. Großstadtgeplagte sollen hier die Ruhe finden, um gemeinsam oder allein an ihren Projekten zu arbeiten.

Ein Projekt von Landwerk konnten die Besucher schon bestaunen. Mit Fördergeldern wurde ein Schaugarten errichtet, in dem alte Obst- und Gemüsesorten einen Platz gefunden haben. Für die Kübelpflanzen, die jetzt noch draußen die Sonne genießen, ist ein modernes Gewächshaus entstanden, das mit einem System aus Sonnenkollektoren und Fußbodenheizung, das frostfreie Überwintern sicherstellen soll.

Von Christine Lummert

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