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Brandenburg/Havel SPD: Kornmesser gegen Holzschuher?
Lokales Brandenburg/Havel SPD: Kornmesser gegen Holzschuher?
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17:24 31.08.2018
Der SPD-Unterbezirksvorstand: Werner Jumpertz (mi) mit seinen beiden neuen Stellvertretern Britta Kornmesser (re.) und Guido Arndt (li.). Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Seit fast 15 Jahren zeigt für die Sozialdemokraten der Havelstadt die Erfolgskurve nur in eine Richtung: Nach unten. Alle wichtigen Posten und Ämter gingen verloren. Vom Oberbürgermeister über den SVV-Vorsteher, vom Hauptausschusschef bis zum Bundestagsmandat: Alles haben die SPD-Genossen verloren. Einzige Ausnahme: Das direkte Landtagsmandat.

Bereits drei Mal ist es dem Ex-SPD-Unterbezirkschef Ralf Holzschuher gelungen, seinen Wahlkreis in Brandenburg direkt bei der Landtagswahl zu holen. Seine Gegenkandidaten wie beispielsweise Walter Paaschen, Rene Kretzschmar und Jean Schaffer ließ er immer weit hinter sich.

Innerparteilicher Widerstand

Ralf Holzschuher (SPD) Quelle: Rüdiger Böhme

Und dies, obwohl es interessierte Kreise gab und gibt, die ihm das Leben zur Hölle machen. Sei es in den eigenen Reihen, die sich früher als linker SPD-Freundeskreis und heutige Freie Wähler gegen ihn verschworen hatten und ihn verunglimpften oder unter den politischen Gegnern in der CDU, die – verstärkt durch die von ihnen kontrollierten mediale Lautsprecher – Holzschuher ständig als Umfaller und Versager im Landtag darzustellen versuchten.

Das konnte dem Juristen bisher erstaunlich wenig anhaben. Obschon der parteipolitische Aderlass seit mehr als einem Jahrzehnt durchaus mit seinem Namen als Vorsitzender verbunden ist, gelang und gelingt es Ralf Holzschuher immer wieder, dass die Unbill des lokalpolitischen Niedergangs vor Ort und im Land nicht in Verbindung mit ihm stehe. Doch nun rührt augenscheinlich Widerstand in den eigenen Reihen.

Kampfkandidatur ausgeschlossen?

Die Fraktionsvorsitzende SPD in der SVV Britta Kornmesser hat hinter den Kulissen in den zurückliegenden Wochen Gespräche geführt um auszuloten, welche Chancen sie hätte, wenn sie selbst kandidiert.

Im Oktober muss sich innerparteilich entscheiden, wer von beiden in den Landtagswahlkampf zieht. Entschieden ist nichts. Doch das grundsätzliche Interesse an dem Job eines Landtagsabgeordneten bestätigen beide gegenüber der MAZ. Und beide halten sich auch für bestens dafür geeignet. Allerdings sagen auch beide, man wolle nicht gegeneinander kandidieren.

Unbekannte Dritte

Die Situation ist nicht ungefährlich für Holzschuher. Er war als Fraktionschef und Innenminister ein Star der SPD und sitzt heute auf der Hinterbank im Landtag. Verliert er das Mandat, müsste er wohl nach einem Dutzend Jahren zurück in den Anwaltsberuf. Kornmesser dagegen ist Beamte auf Lebenszeit.

Wenn zwei sich streiten könnte sich am Ende eine Dritte freuen. Innerhalb des SPD-Unterbezirks wird seit geraumer Zeit der in der Öffentlichkeit eher unbekannten Sonja Eichwede nachgesagt, sie wolle über den Brandenburger Wahlkreis in die Landes- oder Bundespolitik. Die junge Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD) hatte einige Zeit das Büro der Brandenburger SPD geführt und sich dann überraschend für einen Posten im Unterbezirksvorstand stark gemacht, den sie über die Quote auch bekam.

Da Eichwede nicht in Brandenburg wohnt, gab es beim Parteitag deshalb hitzige Diskussionen. Auf eine Anfrage der MAZ zum Thema Landtagswahl hat sich Sonja Eichwede bisher nicht geäußert.

Von Benno Rougk

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