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SPD: Möckel entschuldigt sich und tritt aus

Bitte um Verzeihung SPD: Möckel entschuldigt sich und tritt aus

Im Whats-App-Chat, dessen Bekanntwerden zur Spaltung der Brandenburger SPD-Fraktion führte, gehörte Sebastian Möckel zu den giftigsten Kommentatoren. Und er ist neben Norbert Langerwisch bisher auch der einzige, der sich für sein Tun öffentlich schämte. Nun hat er die SPD „für die Entgleisungen um Entschuldigung“ gebeten und seinen Austritt erklärt.

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Entschuldigt sich bei der SPD für seine Entgleisungen und tritt dann aus: Sebastian Möckel.

Quelle: Jast

Brandenburg/H. Im Whats-App-Chat, dessen Bekanntwerden zur Spaltung der SPD-Fraktion führte, gehörte Sebastian Möckel zu den giftigsten und scharfsinnigsten Kommentatoren. Und er ist neben Norbert Langerwisch bisher auch der einzige, der sich für sein Tun öffentlich schämte. Nun hat er die SPD „für die Entgleisungen um Entschuldigung“ gebeten und seinen Austritt erklärt.

„Verlust des Respekts und des Anstands“

„Die Art und Weise (des Chats) war unterirdisch und ist uns entglitten. Vieles kann ich mir selbst kaum erklären“, schreibt Möckel. Seine Verbitterung nach den Kommunalwahlen rechtfertige nicht den „Verlust des Respekts und des Anstands.“ Es sei nicht so, dass er die Kritik im Chat für ungerechtfertigt halte, aber er habe sich „mit diesem Verhalten selbst ins Abseits gestellt und bin kein Opfer.“

Und weiter: „Ich hoffe sehr, dass die Verletzungen irgendwann heilen und man sich wieder in die Augen schauen kann.“ Er habe nie die Absicht gehabt, der SPD zu schaden. „Also der Partei, in der mein Urgroßvater hier aus Brandenburg/H. schon Mitglied war, weshalb er von den Faschisten im Schutzhaftlager Sachsenhausen interniert wurde und zerstört wurde (die Russen ließen ihn nach dem Krieg gleich da).“

„Hätte den Arschtritt verdient“

Zur Sitzung am Montag, als eine Reihe der Fraktionsmitglieder ihren Hut nahmen und ihr Parteibuch abgaben, hatte Parteichef Ralf Holzschuher erklärt, dass für Möckel und Judith Moderegger „die Tür noch offen stehe“ und er hoffe, man werde sich zusammenraufen“. Auch Werner Jumpertz, der bei der jungsten Wahl erfolglos gegen Holzschuher antrat, äußerte sich ähnlich. „Ich bin dankbar dafür, nicht mit dem verdienten Arschtritt behandelt worden zu sein“, meint Möckel nun.

Allerdings habe er nicht das Gefühl, dass es in naher Zukunft etwas an der Situation verfeindeter Lager ändern werde. „Es wird mit zweierlei Maß gemessen“, klagt Möckel. Hubert Borns und Werner Jumpertz sowie eine Reihe andere hätten es auf den Punkt gebracht: Die kritisierten Chatmitglieder legen ihre Sachkundigen-Einwohner-Mandate nieder, Dirk Steiger und Norbert Langerwisch treten aus. Unbeteiligte schließen sich den beiden an und andere würden folgen. Und gleichzeitig bleibe eine Chatteilnehmerin, also Andrea-Carola Güntsch, unbehelligt Mitglied des Unterbezirksvorstandes, führe einen Ortsverein und werde „als Erlöserin gefeiert.“

Chatterin als „Erlöserin gefeiert“

Eine derartige „Ungleichbehandlung macht es mir im Moment nicht möglich, in der Partei zu bleiben und mit dieser Person weiterzuarbeiten.“ Er werde weiter aktiv bleiben und „unsere Werte nicht aufgeben“. Auch die Rückkehr in die SPD „schließe ich für mich nicht aus, eigentlich hoffe ich darauf.“

In der Tat scheiden sich an Güntsch derzeit die in der SPD verbliebenen Geister. Sie hatte den Chat, aus dem sie herausgeworfen wurde, dem Unterbezirksvorstand übergeben. Güntsch gehörte nicht zu den Vielschreibern oder fiel durch verbale Ausfälle auf. Allerdings ließ sie im Chat keinen Zweifel, dass sie von Ralf Holzschuher und Britta Kornmesser nichts hält. Gleichwohl scheint sie, inzwischen Ortsvereinsvorsitzende in Nord, die Affäre weitgehend unbeschadet zu überstehen.

Von Benno Rougk

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