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SPD und Bauern: Brückner soll es machen

Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin SPD und Bauern: Brückner soll es machen

In Kloster Lehnin beginnt der Wahlkampf: Uwe Brückner will Nachfolger von Bernd Kreykenbohm werden, der am 20. März nicht wieder antritt. Brückner ist Ortsvorsteher in Damsdorf. Der SPD-Ortsverein Kloster Lehnin und die Freien Bürger und Bauern haben ihn zum gemeinsamen Kandidaten gekürt. Doch auch die Linke hat einen Bewerber.

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Nach der Nominierung: SPD-Vereinschef Berthold Satzky, Uwe Brückner und Reinhard Siegel v.l.) von den Freien Bürgern und Bauern im Hotel Markgraf.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Kloster Lehnin. Der Bürgermeisterwahlkampf in Kloster Lehnin nimmt Fahrt auf. So sind der SPD-Ortsverein sowie die Wählergruppe der Freien Bürger und Bauern eine Listenvereinigung eingegangen. Ihr gemeinsamer Kandidat ist der Damsdorfer Ortsvorsteher Uwe Brückner, der am kommenden Montag seinen 54. Geburtstag begeht. „Die Entscheidung für den Wahlvorschlag fiel einstimmig. Der Kandidat kann auf eine langjährige Erfahrung als Kommunalpolitiker zurückblicken. Er hat unser vollstes Vertrauen“, sagte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Berthold Satzky am Mittwochabend im Hotel Markgraf.

Brückner erklärte vor Vertretern der Listenvereinigung die Annahme der Kandidatur, vor der er großen Respekt habe. Er wolle einen engagierten Wahlkampf machen, bei dem es auch darum gehe, möglichst viele Einwohner zu den Wahlurnen zu bewegen. Am 20. März entscheiden die 9800 Wahlberechtigten von 14 Ortsteilen, wer die Nachfolge von Bernd Kreykenbohm antritt. Dieser hatte angekündigt, sich nicht erneut um den hauptamtlichen Posten bewerben zu wollen.

Der parteilose Uwe Brückner ist in Kloster Lehnin nicht unbekannt. Aus der „Bürgerinitiative für sozialverträgliche Abwassergebühren“ kommend, trat der Familienvater und Polizeibeamte erstmals 1998 zur Kommunalwahl an. Prompt wurde er von den damals noch eigenständigen Damsdorfern zum Bürgermeister gewählt. Seither ist er Ortsvorsteher und Mitglied der Gemeindevertretung von Kloster Lehnin. Dort leitet er den Schulausschuss und hat den Vorsitz der SPD-Fraktion inne. Brückner ist seit 2008 Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses.

Gemeinde zukunftssicher machen

„Ja, ich möchte Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin werden. In der Vergangenheit wurde gut Arbeit geleistet. Ich möchte die Gemeinde noch zukunftssicherer machen“, erklärte Brückner. Zum Thema Flüchtlinge sagte er: „Ich habe etwas gegen eine bloße Unterbringung. Integration kriegen wir mit riesigen Sammelstellen nicht hin.“ Brückner unterstützt deshalb die Bemühungen der Kommune für eine Rundum-Betreuung von Ankömmlingen durch den Verein Kubus, sollte es zu einer Unterbringung von Flüchtlingen durch den Landkreis in der Kaserne Damsdorf kommen.

Für Reinhard Siegel von den Freien Bürgern und Bauern ist der Damsdorfer Ortsvorsteher im Rennen um den Bürgermeisterposten erste Wahl: „Bernd Kreykenbohm hinterlässt ein großes Paar Schuhe. Da muss erst mal jemand reinpassen. Uwe Brückner kann es packen.“

CDU bleibt Listenvereinigung fern

Anders als bei Noch-Amtsinhaber Kreykenbohm vor acht Jahren, mochte sich der CDU-Gemeindeverbund Kloster Lehnin/Groß Kreutz (Havel) diesmal nicht dem Bündnis von SPD sowie Freie Bürger und Bauern anschließen. „Wir wollten nicht im Vorfeld der Wahl Koalitionen schmieden“, sagte Vorsitzender Franz-Herbert Schäfer der MAZ. Einen eigenen Kandidaten stellt die CDU nicht auf. Dies sei bedauerlich, aber es sei niemand in Frage gekommen, so Schäfer. Wie durchsickerte, soll es jedoch eine Parteifreundin gegeben haben, die einer Kandidatur nicht abgeneigt gewesen wäre – Petra Tersch aus Netzen. Ein Ansinnen, das jedoch am Widerstand der Kloster Lehniner CDU-Fraktion im Gemeinderat gescheitert sein soll.

Dennoch muss sich Brückner auf Konkurrenz einstellen. Die Linke in Kloster Lehnin will am kommenden Montag in Göhlsdorf den Damsdorfer Unternehmer Joachim Sroka (52) als eigenen Kandidaten nominieren. Von weiteren Bewerbungen ist derzeit nichts bekannt. Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen endet am 14. Januar.

Von Frank Bürstenbinder

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