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Saldria und Havelschule arbeiten zusammen

Brandenburg an der Havel Saldria und Havelschule arbeiten zusammen

Schüler der Klasse 9c des Von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg haben sich bei ihrer Bastelstation dafür entschieden, bunten Schilder mit den Mädchen und Jungen der Havelschule anzufertigen. Mit Erfolg, wie man sieht: Die jüngeren Schüler sind mit Eifer und Freude dabei. Seit sieben Jahren arbeiten die Saldria und die Havelschule für geistig Behinderte zusammen.

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Ballwurf in der kleinen Turnhalle des Saldern-Gymnasiums: Die kleinen und großen Schüler hatten ihren Spaß.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Kinder lieben Türschilder, damit jeder weiß, wer dahinter wohnt. Schüler der Klasse 9c des Von-Saldern-Gymnasiums haben sich deshalb bei ihrer Bastelstation dafür entschieden, solche bunten Schilder mit den Mädchen und Jungen der Havelschule anzufertigen. Mit Erfolg, wie man sieht: Die jüngeren Schüler sind mit Eifer und Freude dabei.

Seit sieben Jahren arbeiten die Saldria und die Havelschule, Förderschule für geistig Behinderte, zusammen. Am Dienstag hatten die Gymnasiasten zu einem Projekttag in ihre Schule eingeladen. Die Schulleiter Christina Behrendt (Havelschule) und Thomas Roiß (Saldria) nutzten die Gelegenheit, die Beziehung beider Häuser förmlicher zu gestalten: Sie unterzeichneten einen Kooperationsvertrag.

Im Grunde ändert sich dadurch nichts. Denn beide Seiten sind zufrieden mit der Kooperation. „Bei uns gehört das Projekt zum Schulprogramm“, sagt Roiß. Die Arbeit mit den behinderten Kindern „formt die Jugendlichen“. Für die Havelschule bedeute die Kooperation, dass „immer wieder neue Impulse in unsere Arbeit gebracht werden“, lobt Behrendt. Die Arbeit mit den Jugendlichen bereichere eben nicht nur die Kinder selbst.

Die Idee mit den Türschildern sei ihnen gekommen, „weil wir sie selbst schön finden“, sagt Caroline Musculus aus der 9c. Auch wenn sie beruflich einmal eine andere Richtung einschlagen möchte, „macht mir das Projekt viel Freude – ich kann helfen“.

Verschiedene Stationen haben die Neuntklässler für die Havelschüler im Alter von 6 bis 11 Jahren aufgebaut. In einem Raum gilt es, Tierstimmen zu erkennen. Auf dem Tisch liegen Tierbilder. Die Großen lassen per Handy einen Frosch quaken, einen Vogel zwitschern, und die Kleinen müssen auf die richtige Karte zeigen. Die kleine Turnhalle ist mal Tanzsaal, dann Raum für das Bällewerfen. Und so verbringen die Mädchen und Jungen einen spannenden Vormittag im Gymnasium.

Seit sieben Jahren arbeiten die beiden städtischen Schulen zusammen, was bereits zweimal mit einem Landespreis ausgezeichnet worden ist. „Hier lerne ich, wie ich mit Behinderten im Alltag umgehen kann“, sagt Arne Schirmer. „Bei uns steht in der 9. Klasse ohnehin ein soziales Projekt an“, berichtet Jolanthe Wisch, „wir haben es von einer früheren 9. Klasse übernommen“. Christina Behrendt schwärmt immer noch von der Faschingsfeier, die die Saldrianer in der Havelschule über die Bühne gebracht haben. „Eine tolle Leistung.“

Von Heiko Hesse

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