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Sanieren spart drei Millionen Euro für Neubau

Raumnot an Brandenburger Grundschulen Sanieren spart drei Millionen Euro für Neubau

Eine neue Grundschule in Brandenburg an der Havel wird dringend gebraucht, sonst stehen ab dem kommenden Schuljahr jeweils 50 Schulanfänger auf der Straße. Das könnte Elternklagen auslösen. Die Stadt richtet nun eine alte Schule neu her.

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Die Hortkinder in der Kleinen Gartenstraße 42 freuen sich auf neue Mitschüler.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Jetzt wird es ernst mit der neuen Grundschule: Das Umbauen und Herrichten der ehemaligen Schule in der Kleinen Gartenstraße 42 sollen die Stadtverordneten am 25. November beschließen. Das Grundsatzvotum dazu haben die Stadtverordneten bereits mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes am 30. September abgegeben. Obwohl die neue Schule erst mit dem Schuljahr 2016/17 in Betrieb geht, drängt die Zeit, begründet die Leiterin des Amtes für Schule und Sport Viola Cohnen in ihrer Beschlussvorlage: Bereits im Januar 2016 führen die Schulen Tage der offenen Tür durch. Zudem informieren die Grundschulen dann per Aushang darüber, für welche Wohnorte sie das Schulanmeldeverfahren durchführen. Im Februar sind die schulpflichtigen Kinder durch ihre Eltern zunächst an der für den Wohnort zuständigen Grundschule für das Schulanmeldeverfahren zu melden. „Das bedeutet, dass die Genehmigung zur Errichtung der Grundschule in der Kleinen Gartenstraße zwingend im Dezember 2015 vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport vorliegen muss.“ Dazu braucht Cohnen schnell den Beschluss. „Nur so können die laut Prognose in den kommenden fünf Schuljahren ansteigenden Schülerzahlen von etwa 400 Grundschülern auch tatsächlich in den Schulen unserer Stadt beschult werden.“ Die Klassenkapazitäten in den Grundschulen der Innenstadt seien bereits jetzt voll ausgeschöpft.

Im Laufe dieses Jahres wurde nach möglichen Standorten für eine Grundschule gesucht. Ergebnis: Nur die frühere Rochow- beziehungsweise Förderschule eignet sich zum Schulbetrieb innerhalb kurzer Zeit. Derzeit wird das Gebäude als Hortstandort genutzt. Die Kosten fürs Instandsetzen betragen etwa 1,7 Millionen Euro, davon entfallen auf das Schulgebäude etwa 1,1 Millionen Euro. In der Sporthalle sind Sofortmaßnahmen über rund 100 000 Euro zu erledigen.

Dafür werden über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Fördermittel beantragt. Weil die Stadt offiziell in einer Haushaltsnotlage steckt, können 90 Prozent der Summe gefördert werden. Die übrigen zehn Prozent sind in der Haushaltsplanung eingestellt. Auch fürs Beantragen der Fördermittel ist der Beschluss der Stadtverordneten erforderlich.

Demgegenüber würde ein Schulneubau etwa 4,7 Millionen Euro kosten.

Macht die Stadt gar nichts, müssten in den kommenden beiden Jahren etwa 100 Schulanfänger aus der Stadt abgewiesen werden. Zudem riskiert die Verwaltung Klagen von Eltern wegen der Nichteinhaltung der gesetzlichen Verpflichtung der Kommune zur

Errichtung der Schule. Oder es würde noch enger an der Curie-Schule, Horträume würden dann fehlen.

 

Von André Wirsing

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