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Brandenburg/Havel Alte Brücke in Plaue wird 800.000 Euro teurer
Lokales Brandenburg/Havel Alte Brücke in Plaue wird 800.000 Euro teurer
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14:40 26.08.2018
Ein voller Erfolg: Plauer Bürger und Gäste bilden auf der Alten Plauer Brücke die längste Kaffeetafel der Stadt. Quelle: Tobias Wagner
Plaue

Kaffee, Kuchen und Quatschen lautete das Motto am Samstag auf der Alten Brücke in Plaue. Beim diesjährigen Brückenpicknick nahmen rund 300 Bürger an 43 gedeckten Tischen Platz und bildeten auf dem 130 Meter langen Bauwerk die längste Kaffeetafel der Stadt.

Initiator der Aktion war die Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“, die eine lockere Zusammenkunft organisierte, bei der Bürger und Urlauber aus Plaue, Brandenburg, Kirchmöser, Wusterwitz und der gesamten Region ins Gespräch kommen sollten.

Beim Brückenpicknick auf der Alten Plauer Brücke gab es Kaffee und Kuchen bei einer 130 Meter langen Kaffeetafel mit 43 Tischen. Auch die Hiobsbotschaft von der viel teureren Brückensanierung trübte die Stimmung nicht.

Zudem erhielten die Gäste Informationen über die Brückensanierung, deren Baubeginn für den März 2019 vorgesehen ist. Dazu gehörte eine Hiobsbotschaft, welche die im nächsten Jahr geplante Sanierung der Alten Plauer Brücke betrifft, also den Ort des gemütlichen Zusammenseins.

Die Sanierung wird deutlich teurer als gedacht. 800.000 Euro mehr sind demnach für die Bauarbeiten aufzubringen, bestätigte Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) am Samstag der MAZ. Die bisher veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Scheller zufolge sind die gestiegenen Kosten für Bauleistungen der entscheidende Grund der Verteuerung. Das Sanierungsprojekt stellt er gleichwohl nicht infrage. Gemeinsam mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung will der Rathauschef einen Weg finden, die Finanzierung sicherzustellen. Er betont, dass ihm die Sanierung am Herzen liege.

130 Meter lange Stahlfachwerkbrücke

Die Sanierung der im Jahr 2002 zur Radfahrer- und Fußgängerbrücke umfunktionierten Überführung über die Havel war jahrelang umstritten.

Während etwa Dirk Stieger (Freie Wähler) im Gegensatz zu anderen Gegner offen für den Abriss plädierte, formierte sich die Plauer Bürgerschaft, um sich für den Erhalt und die Sanierung der 1904 erbauten, rund 130 Meter langen Stahlfachwerkbrücke stark zu machen.

Die Stadt hatte am Ende Erfolg mit ihren Bemühungen im Fördermittel des Landes für das vom Rost zerfressene Denkmal des Fischerstädtchens Plaue. Der Fördermittelbescheid von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) erreichte die Verwaltung im März 2017.

Die darin zugesicherten 1,8 Millionen Euro reichen nicht mehr aus. Das Bauprojekt wird nach neuem Stand 2,6 Millionen Euro verschlingen.

Wegen des zweiten Großbrandes bei Beelitz war Steffen Scheller am Samstag daran gehindert, wie geplant am Brückenpicknick auf der sanierungsbedürftigen Brücke teilzunehmen. Vize-Landrat Stein hatte ihn gebeten, ins gemeinsame Lagezentrum zu kommen.

Nachdem Peter Reck aus der Bauverwaltung die Plauer über den Stand des Sanierungsprojektes und die erhöhten Baukosten informiert hatte, wurde es wieder gemütlich beim Brückenpicknick.

„Die Kaffeetafel war eigentlich eine Schnapsidee“, sagt Udo Geiseler, stellvertretender Sprecher der Bürgerinitiative. „Wir waren anfangs skeptisch, aber auf die Plauer und ihre Gäste ist Verlass“. Anfang August traf sich das Organisationsteam der Veranstaltung das erste Mal, um die Planung vorzubereiten – „ganz spontan“, wie Geiseler versichert.

Für die Bürgerinitiative war das Brückenpicknick ein voller Erfolg. Die Gäste brachten Kuchen, Kaffee und gute Laune. Diese wurde durch ein Rahmenprogramm noch weiter gesteigert.

So zeigte die Kindergruppe der Kindertagesstätte Plauer Spatzen nicht nur einen eigens choreografierten Tanz, die Kinder hatten zusätzlich kurzfristig ein Lied einstudiert, in dem sie die Brücke besingen. Des Weiteren sorgte Musik vom Band für beste Stimmung.

Von Tobias Wagner

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