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Kirchmöser ist schöner geworden

Sanierungsprogramm Kirchmöser ist schöner geworden

Nach der Sanierung ihrer Häuser in Kirchmöser will die Behörde Bundeseisenbahnvermögen (BEV) im Laufe des Jahres mehr als 60 sanierte Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt anbieten, teilt Referatsleiter Andreas Marciniak für die Behörde mit. Aufträge in Höhe von etwa zehn Millionen Euro habe das BEV seit 2013 für Bauprojekte in Kirchmöser vergeben.

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Der neue Blick vom Marktplatz in den Ebereschenweg.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H, .
Helga Fanslau wohnt seit 47 Jahren in der Wusterwitzer Straße in Kirchmöser. Vor einem Jahr lebte die Rentnerin noch hinter grauen Fassaden in einem Straßenzug, dessen dominierende Farbe insgesamt tristes Alltagsgrau war. Nach der Frischekur des vergangenen Jahres ist die Mieterin zufrieden, auch wenn sie der Spaß 54 Euro mehr Miete kostet. Wie versprochen und angekündigt bringt das Bundeseisenbahnvermögen als Eigentümer seit 2013 ein Haus nach dem anderen in Schuss.

Die Wusterwitzer Straße ist zumindest auf einem Teilstück kaum wiederzuerkennen. Das Sanierungs- und Modernisierungsprogramm soll auch in diesem Jahr weitergehen. „Wir gehen davon aus, dass wir neben den bereits sanierten 18 Wohnungen in diesem Jahr weitere 44 sanierte Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt anbieten können“, teilt Andreas Marciniak mit. Er ist Referatsleiter in der Bonner Hauptverwaltung des Bundeseisenbahnvermögens.

So sah es früher aus

So sah es früher aus...

Quelle: Jürgen Lauterbach

Rückblende: Im Juni 2013 überrascht der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete und aktuelle Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Mieter in Kirchmöser mit der Nachricht, dass das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) bis 2016 einen Betrag von rund 16,5 Millionen Euro investieren werde, um seine Wohnhäuser im Brandenburger Ortsteil instandzusetzen und zu modernisieren. Die Häuser waren jahrzehntelang dem schleichenden Verfall preisgegeben und standen daher zu großen Anteilen leer stehen.

16,5 Millionen investiert

Das damals gegebene Versprechen löst die Bundesbehörde nach und nach ein, zunächst im Ebereschenweg und in der Gartenstraße. Das heruntergekommene Haus, das sich die Macher des oscarnominierte Films „Barbara“ 2011 als Drehort ausgesucht hatten, war eines der ersten Wohnhäuser, die im Rahmen des Sanierungsprogramms aus ihrem Aschenputteldasein erlöst wurden.

und so heute

...und so heute.

Quelle: Jacqueline Steiner

Die einst relativ schäbige Wusterwitzer Straße ist zwischen den Hausnummern 39 und 49 nicht mehr wiederzuerkennen, wie ein Vergleich der Fotos beweist, die in einem Abstand von zwei Jahren gemacht wurden. Gleiches gilt für die Häuser des BEV am Marktplatz, die äußerlich deutlich hübscher geworden sind, auch wenn die Geschäftsräume im Erdgeschoss nach wie vor ungenutzt sind.

Dokument des DDR-typischen Verfalls

Das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) ist eine Bundesbehörde, die im August 1996 einen Teil der Liegenschaften der ehemaligen Deutschen Bundesbahn, Deutschen Reichsbahn und des ehemaligen Reichsbahnvermögens übernommen hat.

Von den einst rund 650 Häusern des BEV in Kirchmöser sind nach der Vermarktung rund 160 Häuser mit etwa 450 Wohnungen übrig geblieben.

85 Mehrfamilienhäuser gehören zum Bestand in Kirchmöser.

Das „Barbara“-Filmteam wählten bei den Dreharbeiten im Jahr 2011 den Ebereschenweg 9 als Wohnort der Hauptfigur, weil dieses Gebäude den DDR-typischen Verfallszustand von Häusern im Jahr 1980 widerspiegelte, in dem der Film spielte.

Carsten Eichmüller, SPD-Kommunalpolitiker aus Kirchmöser, spricht von einer „absoluten Erfolgsgeschichte“, die er auf das Engagement von Heike Kirchner und anderen Mietern zurückführt. Er freut sich, dass in seinem Ortsteil Wohnraum geschaffen wird. Mit einem Schmunzeln erinnert er daran, dass der Film „Barbara“ insofern sehr hilfreich war.

Früher

Früher...

Quelle: Jürgen Lauterbach

Tatsächlich wurden seit 2013 nach Marciniaks Angaben in Kirchmöser 57 Mehrfamilienhäusern der Bundesbehörde saniert – an Dächern, Fenstern und Fassaden. Das Gros der Mehrfamilienhäuser sei inzwischen saniert, teilt die Behörde mit. Unter anderem im Südring soll es in diesem Jahr weitergehen.

Filmkulisse für „Barbara“

Im Jahr 2015 hatte die Behörde sich auf die Sanierung leer stehender Wohnungen in den sanierten Häusern konzentriert. Darauf soll auch der Fokus 2016 liegen, so dass mehr als 60 sanierte Wohnungen in Kirchmöser darauf warten, gemietet zu werden. Die Höhe der Miete richtet sich laut Marciniak nach der jeweiligen Ausstattung der Wohnung und werde sich an dem Mietpreisspiegel orientieren.

und heute

...und heute.

Quelle: Jacqueline Steiner

Den Angaben zufolge hat das Bundeseisenbahnvermögen für Bauprojekte in Kirchmöser seit 2013 Aufträge in Höhe von etwa zehn Millionen Euro vergeben. Marciniak: „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der geplanten Maßnahmen im kommenden Jahr abgeschlossen sein wird.“ Investitionen würden aber auch in den Folgejahren notwendig sein, da nach und nach weitere Wohnungen ausgebaut werden.

Von Jürgen Lauterbach

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