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Brandenburg/Havel Schauspiel für Kinder kommt
Lokales Brandenburg/Havel Schauspiel für Kinder kommt
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09:47 08.07.2015
Luisa Öchsle (18, links) und Carolin Bartels (17) in der Wredow'schen Zeichenschule. Quelle: P. Rißling
Brandenburg an der Havel

Ein Theater für jeden und ohne Selektion schwebt dabei Tobias Öchsle vor: „Wir erheben bewusst keine Zugangsschranken, es wird keine Aufnahmeprüfung oder ein anderweitiges Testen einer Eignung geben“, sagt der 27-jährige künstlerische Leiter der Zeichenschule.

Einmal in der Woche will die Zeichenschule künftig jeweils in zwei Altersgruppen das Schauspiel proben, die Sprecherziehung vermitteln sowie in den Bereichen Maske und Bühne schulen. „Der Ansatz ist ganz klar ein pädagogischer“, sagt Öchsle. Man sehe sich deshalb auch in keinster Weise als Konkurrenz zum Jugendtheater am BT: „Um Himmels Willen, das ist überhaupt nicht unser Ziel“, sagt Öchsle, der eventuelle Bedenken dahingehend aber auch nachvollziehen kann.

Keine Konkurrenz zum Jugendtheater

Theater-Chef Jörg Heyne sieht das ähnlich. Viel eher noch sei die Gründung einer Jugendtheaterschule als Unterstützung für Christiane Ziehl und ihr äußerst erfolgreiches Jugendensemble zu sehen. "Frau Ziehl müsste doch in die Hände klatschen", sagte Heyne am Dienstag der MAZ. In den Kursen der Zeichenschule würden die jungen Menschen das theoretische Rüstzeug erlernen, das sie bei einer eventuell späteren Arbeit im Theaterbereich gut gebrauchen können.

"Im besten Fall ziehen wir uns so eigenen Theaternachwuchs heran", blickte Heyne schon in die Zukunft. Ihm schwebt vor, dass die jungen Menschen, die einige Semester an der Zeichenschule das darstellende Spiel erlernen, später auch in der Vermittlung von Kenntnissen eingesetzt werden können. "Warum sollen die Absolventen dieser Kurse nach mehreren Semestern Unterricht nicht selbst Wissen weitergeben oder Theaterkurse leiten?", sagt er.

Info

Den Flyer zur Jugendtheaterschule finden Sie hier.

Immerhin könne man bei allen Erfolgen des Jugendtheaters nicht davon ausgehen, dass Christiane Ziehl die Gruppe noch ewig weiter führe. Heyne findet es logisch und wichtig, nicht nur junge Darsteller für das Schauspiel zu gewinnen. "Wir müssen junge Menschen, die doch eine ganz andere Sprache sprechen, in die Lehre und Leitung viel mehr mit einbeziehen."

Erst vor wenigen Wochen hatte Heyne Ziehl die Kündigung für Mitte 2016 übermittelt. Wie es dann mit dem Jugendtheater weitergeht, ist aktuell unklar. Die nun getätigten Worte Heynes dürfen daher als Fingerzeig in eine Zukunft des Jugendtheaters ohne Christiane Ziehl gewertet werden.

Ausbildungsbeginn im September

Die Basisausbildung im Theaterbereich an der Zeichenschule soll indes im September beginnen. Sie entsteht infolge eines Gesetzes, das Kunst- und Musikschulen dazu verpflichtet, auch die darstellende Kunst in ihr Programm aufzunehmen. Mitmachen können Kinder bereits ab sechs Jahren in der Kindertheatergruppe, Ältere in der Jugendtheaterschule.

Das BT wird für einen geringen Preis Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die die Kunstschule nicht bieten kann. Zudem hat Heyne selbst gemeinsam mit der Leitung der Universität der Künste (UdK) in Berlin das Konzept geschrieben. Dozenten erhält Öchsle ebenso von der UdK, die traditionell eng mit der Wredow-Stiftung verwoben ist und bereits zu Beginn des Jahres 2014 Unterstützung für das Projekt signalisierte.

Von Philip Rißling

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