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Brandenburg/Havel Scheller: Sanierung der Plauer Brücke realistisch
Lokales Brandenburg/Havel Scheller: Sanierung der Plauer Brücke realistisch
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06:05 31.01.2017
Eine Bootsfahrt, die ist lustig: Kahnpartie vor der alten Plauer Brücke während einer Aktion zu deren Erhalt. Quelle: Foto: André Wirsing
Brandenburg/H

An der alten, unter Denkmalschutz stehenden Plauer Brücke nagt unaufhaltsam der Zahn der Zeit. Mancher Zeitgenosse glaubt nicht mehr daran, dass das Denkmal zu retten ist – andere politische Kräfte in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) wollen es gar abreißen lassen.

Dabei kämpft die Stadtverwaltung nunmehr seit Jahren darum, dem Land 1,8 Millionen Euro aus den Rippen zu schneiden, um das Denkmal zu retten. Das belegt ein langer Briefwechsel mit dem Innenministerium, den Bürgermeister Steffen Scheller jetzt den Stadtverordneten übergab um zu dokumentieren, wie wichtig ihm und Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (beide CDU) das Thema sei.

Erst in der Vorwoche hatten sich Tiemann, Scheller, die Denkmalamtschefin Katrin Witt und der Bauchef Peter Reck mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI) Plauer Brücke zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Das Gespräch diente dem Austausch über die Bemühungen der Verwaltung und der Bürgerinitiative zum Erhalt und zur Sanierung der Brücke. Außerdem wurde die BI über die von der Verwaltung vorgesehene Sanierungsvariante informiert.

Wiederholt hat Scheller die Referatsleiterin im Ministerium, Larissa Penzenstadler-Hennig, auf die Bedeutung der vom Rost zerfressenen Plauer Brücke als überregional bekanntes und bedeutendes Baudenkmal hingewiesen. Die bereits vor Jahren für den Fahrzeugverkehr gesperrte Brücke müsse zum Erhalt der Nutzbarkeit für den Fuß- und Radwegverkehr umfassend saniert werden, forderte er. Das Tragwerk, der Widerlager, der Brückenpfeiler und der Überbau seien massiv beschädigt.

Rost nagt an der alten Plauer Brücke. Quelle: Reinhard Sitza

Daneben habe die Sanierung dieses Denkmals für die Gewährleistung der Sicherheit des Schiffverkehrs auf der Bundeswasserstraße eine wesentliche Bedeutung. Eine Finanzierung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen über 1,8 Millionen Euro aus städtischen Mitteln sei mit Blick auf die Haushaltslage nicht denkbar, sagt Scheller. „Die Unterstützung aus dem Ausgleichsfonds mit einer investiven Bedarfszuweisung wäre daher die einzig erkennbare Möglichkeit“ zur Rettung der Brücke, so Scheller weiter. Wie er der MAZ sagte, habe das Innenministerium signalisiert, dass es sich diese Form der Förderung durchaus vorstellen könnte. In den zurückliegenden zehn Monaten hat die Stadt Brandenburg eine ganze Reihe von Hausaufgaben in dieser Frage erledigt und in großem Stil Zuarbeiten geleistet. Scheller: „Ich bleibe bei meiner Aussage, dass von höchster Priorität für die Stadt derzeit eine Finanzierung der Sanierung der Plauer Brücke ist.“

Bereits seit 2004 wurde in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege der Förderbedarf für die dringende Sanierung der Plauer Brücke deutlich gemacht, in dem die Brücke auf die Prioritätenliste kam. Obwohl die Plauer Brücke auf Grund ihrer akuten Bestandsgefährdung und im Ergebnis einer Vorortbesichtigung durch den damaligen Landeskonservator Detlev Karg, schon seit 2010 auf Rang 1 dieser Prioritätenliste geführt wird, konnte keine Lösung gefunden werden. Gleichzeitig schreibt das Landesdenkmalamt: „Am Erhalt besteht wegen der technik- und baugeschichtlichen, der verkehrsgeschichtlichen und baukünstlerischen Bedeutung sowie ihrer städtebaulichen Bedeutung ein signifikantes öffentliches Interesse.“

Wie viel Zeit der Stadt noch für die Rettung bleibt, ist offen. So schreibt der unlängst beauftragte Brückenprüfer: „Im Ergebnis der Prüfung wurde ein weiterer Schadensfortschritt an der Brückenunterseite festgestellt. Alle losen Stahlteile wurden entfernt. Ein Herunterfallen von Rostteilen kann aber bei weiterem Schadensfortschritt nicht ausgeschlossen werden!“

Steffen Scheller hat nun erneut die in der SVV vertretenen Parteien aufgerufen, sich für den Erhalt der alten Stahlbrücke einzusetzen. Die Arbeit der Bürgerinitiative lobte Scheller ausdrücklich. Doch auch für das Innenministerium, dass sich in dieser Frage erheblich auf die Stadt zubewegt habe, fand Scheller warme Worte. Noch hat die Stadt die 1,8 Millionen Euro nicht, die für die Sanierung gebracht werden. Doch Scheller gibt sich optimistisch: „Ich glaube fest daran, dass wir die Brücke sanieren werden.“

Von Benno Rougk

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