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Scheuer Waldmops – die Häkel-Edition

Brandenburg an der Havel Scheuer Waldmops – die Häkel-Edition

Jeder kennt ihn, und das spätestens seit der Bundesgartenschau im Jahr 2015 – den ursprünglich von Loriot erdachten Waldmops. Kathrin Seyffert hat das neue Lieblingstier der Brandenburger nun mit Nadeln und Garn erschaffen – und damit Gutes getan.

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So sehen die gehäkelten Waldmops-Trophäen aus.

Quelle: privat

Brandenburg/H. Kathrin Seyffert ist wie viele Brandenburger ein bekennender Fan von Loriot. Sie mag seinen Humor, teilte Vicco von Bülows Liebe zur Havelstadt und freut sich über die zahlreichen Waldmöpse, die der Kulturverein und zahlreiche Sponsoren ins Stadtbild gebracht haben – als ganz besondere Erinnerung an den Satiriker mit dem großen sozialen Herz. „So entstand in mir der Wunsch, selbst etwas mit Waldmöpsen anzufangen“, sagt Seyffert, hauptberuflich Bühnentechnikerin im Brandenburger Theater. Und? Sie hat den ersten gehäkelten Waldmops der Welt geschaffen und Geld für eine gute Sache gesammelt.

Ein Unikat

Ein Unikat: Der ganze Häkel-Mops.

Quelle: privat

Weil sie fingerfertig ist, kam ihr die Idee, die Loriot-Schöpfung zu häkeln. In vielen Arbeitsstunden entstand das Stofftier mit Geweih. Die Größe entspricht den Bronze-Möpsen. Wenn auch immer sie die Kreation zeigte, war begeistert. „Einige fragten, ob ich nicht auch so einen Waldmops häkeln könnte.“ Ihr Original bleibt bei ihr, „das gebe ich unter keinen Umständen her“.

Sie wollte sich nicht noch weitere Male dermaßen viele Häkelstunden ans Bein binden, aber auch „die Häkelmops-Liebhaber nicht enttäuschen“. Dann die zündende Idee: „Wie wäre es mit Trophäen?“ Das war der Gedanke. Für eine Trophäe genügt der Kopf, und der ist beim Waldmops wie beim Häkel-Waldmops schließlich das Markante, das Unverwechselbare. Hinten sind die Tiere einfach nur Mops.

Bei Brandenburgren und Touristen gehören die bronzenen Waldmöpse zu den beliebtesten Fotomotiven

Bei Brandenburgren und Touristen gehören die bronzenen Waldmöpse zu den beliebtesten Fotomotiven.

Quelle: Heiko Hesse

Also hat Kathrin Seyffert vier Köpfe mit Geweih gehäkelt und gefüllt und auf vier Brettchen gesetzt, die sich vier Liebhaber an die Wand hängen können. Adriane Porikys vom Brandenburger Theater ist eine von davon. „Die Trophäe ist wunderschön“, schwärmt Porikys. Sie spendete dafür 50 Euro.

Kathrin Seyffert hat den gehäkelten Waldmops zum Leben erweckt

Kathrin Seyffert hat den gehäkelten Waldmops zum Leben erweckt.

Quelle: Heiko Hesse

Doch nur für Lob und Anerkennung hat Kathrin Seyffert nicht die Häkelnadeln fliegen lassen. „Alle vier Besitzer haben mir versprochen, eine angemessene Spende an die Hilfsorganisation Harambee zu überweisen.“ Dahinter verbirgt sich ein österreichische Organisation, die mit Mikrokrediten und kleineren Projekten in den ärmsten Regionen Kenias die Menschen unterstützt.

Fundstück an der Cafébar am Salzhofufer

Fundstück an der Cafébar am Salzhofufer: Anna (9) und Nele (5) Poschmann aus Köln auf Waldmopssuche in Brandenburg an der Havel.

Quelle: Jacqueline Steiner

Vor einigen Jahren hat Kathrin Seyffert über Harambee die Patenschaft für die heute 14-jährige Claris übernommen, dem sie mit Geld- und Sachspenden hilft, zur Schule zu gehen und das Leben zu meistern. Seyffert war so begeistert von der Arbeit der Organisation, dass „ich nicht nur monatlich Geld für Claris überweise, sondern auch das Autorenhonorar meiner Geschichten spende“.

Info: Auch wenn es sich erst einmal ausgemopst hat: Kathrin Seyfferts Kinderbücher gibt es im Wiesengrund-Verlag und hier im Netz.

Von Heiko Hesse

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